Sonderausstellung Digitale RETROkultur

Nachdem es mir nun endlich gelungen ist, meine Bilder der Sonderausstellung „Digitale RETROkultur“ online zu stellen (leider waren nur wenige Photos halbwegs brauchbar), hier noch ein paar Sätze zur Ausstellungseröffnung vom letzten Sonntag:

Als der Hanauer Oberbürgermeister, Claus Kaminsky, am 30. Juni die Ausstellung im Technikmuseum Großauheim eröffnete, waren alle verfügbaren Stühle besetzt und so mussten einige Gäste mit Stehplätzen im Hintergrund vorlieb nehmen. Ein wissendes Schmunzeln bei den nicht mehr ganz so jungen Zuhörern erzeugte der Oberbürgermeister, als er darauf zu sprechen kam, dass ja für manch einen der Anwesenden, wie auch für ihn, die gezeigten Ausstellungsstücke Teil der eigenen Jugend waren. Im Gegensatz zu den anderen technischen Ausstellungsstücken – das Museum verfügt über eine große Sammlung von Dampfmaschinen -, die ja auch eine technische Revolution ausgelöst hatten, hatte man hier Geschichte selber erlebt, war ein Teil davon. Zum Schluß seiner Rede sprach der OB auch noch die Gefahren des Mißbrauchs neuer Technologien an. Die Anspielung auf den NSA-Skandal war nur allzu deutlich. Nach weiteren Reden gab Florian Dingler (HNC) eine Einführung in die Ausstellung.

Ausstellungseröffnung Digitale Retrokultur

Die Sonderausstellung erreicht man auf dem Weg über den „Dampfmaschinenraum“ (in dem ein kleines Buffet aufgebaut war), einen Ausstellungsgang und ein Treppenhaus, das in das obere Stockwerk führt. Der Raum ist übersichtlich, die Vitrinen sind liebevoll gestaltet. Mehrere Wandtafeln erklären verschiedene Aspekte der Homecomputer-Ära und liefern Hintergrundinformationen (z.B. zum Prozessor MOS 6502). Vom KIM-1 über den PET und C64, von Pong bis Atari 800 XL sind viele ihrer wichtigsten Vertreter ausgestellt. Wer hier eine umfangreiche und komplette Sammlung erwartet, wird enttäuscht sein. Diese wird es, wenn es so klappt, wie man sich das wünscht, irgendwann später einmal geben, wenn das Projekt digitalretropark verwirklicht wird. Die jetztige Ausstellung ist nur ein erster Schritt auf dem Weg dorthin, und richtet sich an das breite Publikum und nicht vornehmlich an „Experten“. Wer mehr sehen und wissen will kann aber jederzeit mal bei einer HomeCon vorbeischauen (deren Veranstaltungsort liegt nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt).

Ausstellungseröffnung Digitale Retrokultur

Die Ausstellung bietet aber nicht nur Schauobjekte. Im Vorraum stehen zwei Flipperautomaten im Dauerspielmodus bereit und im Ausstellungsraum wartet ein C64 auf daddelfreudige Besucher (er war am Tag der Eröffnung auch stets umlagert). Und als wäre das alles nicht schon genug, ist diese Sonderausstellung einer der wenigen öffentlich zugänglichen Orte in Deutschland (wenn nicht sogar derzeit der einzige), an dem man eine Runde Fix It Felix Jr. (bekannt aus dem Disneyfilm „Ralph reichts„) an einem (nachgebauten) Arcadeautomaten spielen kann.

Weitere Bilder und Infos zur Eröffnung gibt es im Blog auf digitalretropark.

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Sommerlektüre

CommodoreFree #71Rechtzeitig vor den Sommerferien hat Nigel Parker Ausgabe #71 der Commodore Free fertiggestellt. Das Magazin liegt seit heute als PDF-Datei und in diversen anderen Formaten auf der CommodoreFree-Homepage zum Download bereit. Leider gibt es noch immer keine Infos zur OL-Compo.

Titelblatt zur DT #97Lange erwartet und letztlich doch überraschend, lag ebenfalls heute die aktuelle Digital Talk im Briefkasten. Die Ausgabe #97 des Diskmags markiert das inzwischen 20-jährige Bestehen und kam zusammen mit einem DT-Faltblatt. Darauf waren neben einer kurzen Inhaltsangabe und etwas Werbung für die RETURN einige Bilder von der letzten Homecon zu finden. Ein Download des Magazins als D64-Diskimage wird demnächst über die DT-Homepage möglich sein.

Nachtrag 21.07.2013: Jetzt auch als Download via C64.at.

Lotek64 #45Nachtrag 28.06.2013: Als hätte man sich abgesprochen! Jetzt steht auch die aktuelle Lotek 64, Ausgabe 45, zum Download bereit. Wie immer habe ich zuerst den Newsticker gelesen und in der Folge einige neue Bookmarks angelegt. Den Rest ziehe ich mir dann rein, wenn meine Papierversion eingetroffen ist, denn die sollte ja jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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Bei meiner letzten Netzrecherche zum Stichwort „Commodore 64“ bin ich mehr oder weniger Zufällig auf fotointern.ch auf eine Meldung über das Technikmuseum ENTER in Solothurn gestoßen (Solothurn liegt etwa auf halbem Weg zwischen Basel und Bern). Das Museum existiert, laut Wikipedia, in der heutigen Form seit Dezember 2011, was wiederum beweist, dass es immer etwas dauert bis sich sowas rumspricht. Das Museum gründet auf zwei Privatsammlungen und wurde nun um eine dritte Sammlung ergänzt. Es zeigt mehr als nur Computer und gliedert sich (nach eigenen Angaben) in die Bereiche:

  • Röhren – Radiotechnik, Transistor-Radio 1920 – 1980
  • Tonaufzeichnung/wiedergabe 1860 – 1990
  • Television von der Nipkovscheibe, Braun-TV bis LCD
  • Mechanische Rechenmaschinen ab 1870
  • Elektronische Rechner und Computer ab 1950
  • Telekommunikation vom Telegraf, Telex zum iPhone
  • Gesellschaftsspiele aus dem 17. Jahrhundert bis heute

Museum ENTER (Homepage Header)

Damit ist den Eidgenossen in Solothurn schon gelungen, was die Freunde vom digitalretropark (wenn auch mit etwas anderem Schwerpunkt) in Hanau noch vor sich haben. Wen es also mal in die Nähe von Bern oder Basel verschlägt, sollte sich die Zeit nehmen und einen Abstecher nach Solothurn einplanen. Zumal, und darauf sollte man hier hinweisen, alle Exponate funktionsfähig sind. Doch auch ein virtueller Besuch kann sich lohnen. Auf der Homepage kann man diverse Exponate im „Rundgang“ betrachten, das Forum besuchen oder sich darüber ärgern, die letztjährige „Sonderausstellung Commopdore 64“ verpasst zu haben.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr (Sonntag ab 10:00 Uhr). Seminare, Events, Gruppenbesuche und -führungen (auch ausserhalb der Öffnungszeiten) nach telefonischer Absprache.

Weitere Informationen:
Museum Enter
the world of information
Zuchwilerstrasse 33
CH-4500 Solothurn
Tel. ++41 (0)32 621 80 50

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Digitale RETROKultur

Der Commodore 64 und seine digitalen Altersgenossen sind museabel. Nicht nur im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Padaborn (Stichwort: Computer für alle), sondern jetzt auch in Hanau. Im Museum Großauheim wird am Sonntag, den 30. Juni eine dreimonatige Sonderausstellung Digitale RETROKultur eröffnet.

Die Einladung zur Eröffnung verrät: „Die Ausstellung […] zeigt die Entwicklung von Videospielen und Computern von den Spielhallen bis in die Wohnzimmer. Heimcomputer wie Atari XL und Commodore 64 werden als Wegbereiter der digitalen Durchdringung des Alltags erklärt.“

Hinter der Ausstellung steht das Projekt digitalretropark und damit die Vereine For Amusement Only und 1. Hanauer Netzwerkclub. Allgemein bekannt auch durch die HomeCon.

Ausstellung digitale RETROkultur

Museum Großauheim
Großauheim
Pfortenwingert 4
63457 Hanau

Sonderausstellung ab 30. Juni – 29. September 2013
Am 30.06. ist die offizielle Eröffnung mit Festakt um 11.00 Uhr
Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag 10-12 und 14-17 Uhr
Eintritt: 2,00 € / ermäßigt 1,50 €

Links:
Veranstaltungskalender der Stadt Hanau
Blogbeitrag zur Ausstellung auf digitalretropark.de

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Bunkerparty 2013

In knapp 10 Wochen ist es endlich wieder soweit. Dann startet die sechste Auflage der legendären Bunkerparty des Dienstagstreffs. Die Anmeldung zu dieser C64-Party ist bereits seit geraumer Zeit möglich. Thema in diesem Jahr: „Das Nichts“. Wem das nichts sagt, ist vermutlich in guter Gesellschaft. Vielleicht verrät ja dem einen oder anderen das diesjährige Party-Logo irgendwas (mir verrät es nichts). Wer wissen will, was letztes Jahr so im Bunker in Bochum-Werne abging, kann sich meinen Party(kurz)bericht reinziehen. Danach sollte klar sein: der Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Bunkerparty 2013

Die Party startet um 18.00 h am Freitag Abend und endet am Sonntag Vormittag (16. bis 18. August 2013). Pauschalpreis für alle drei Tage: 35 Euro (nur bei Voranmeldung ist die Verpflegung inklusive). Übernachten kann man im Bunker oder in Hotels in der Umgebung.

Diskussion zur Bunkerparty im Forum64: Bunkerparty 2013

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Spi – Spa – Spam

Seit dieses Blogs im März von der uralten auf die aktuelle WordPress-Version umgestellt wurde, wurde es mit allerhand Kommentar-Spam attackiert. Mit sowas hatte ich in der Vergangenheit so gut wie nie Probleme. Heute hat der Spamzähler die Marke von 15.000 geblockten Spamversuchen überschritten. Und all das binnen drei Monaten!

Spamanzeige im Dashboard

Mehr als 5000 Attacken pro Monat, also sieben in jeder Stunde, rund um die Uhr! Manuell wird man solchen Angriffen nicht mehr Herr. So ein bis zwei Prozent durchschlagen die Spamschutzmauer und müssen zusätzlich jeden Tag manuell weggeräumt werden. Inzwischen wandern diese über simple Regeln zu 80% direkt in den Spamfolder, der Rest wartet in der Warteschlange (vergeblich) auf eine Freischaltung.

Da das alles ziemlich nervt, werde ich wohl demnächst die Captchas bei der Kommentarfunktion wieder aktivieren müssen. Diese Spamer sollen in der Hölle braten!

Edit 11.06.2013:
Aus die Maus. Schon wieder sind über 50 selten dämliche Spam-Kommentare eingetrudelt. Sorry, aber jetzt werden erneut Captchas aktiviert. Mal sehen, ob das wenigstens etwas hilft.

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Papermags im Frühjahr

Obwohl mir die aktRETURN-Magazin #14uelle RETURN #14 nun schon seit einer Woche vorliegt, muss ich zu meiner Schande gestehen, bisher nur wenige der Artikel studiert zu haben. Gelesen habe ich den kurzen Abriss zur Historie von CP/M (was dem Commodore 128 wenigstens eine kurze Erwähnung in einer Infobox einbrachte) und natürlich das Interview mit Spieleentwickler Enthusi. Überflogen die Artikel zum Vectrex, über Inform 7 und über Kryoflux. Letzteres mit Überschall. Es können also noch ein paar regnerische Tage kommen.

Für alle Leser, die die ersten Hefte der RETURN verpasst haben, gibt es jetzt (endlich) die Möglichkeit sich einen Nachdruck zuzulegen und die eigene Sammlung zu vervollständigen. Möglich macht das die moderne Technik. Digitaldruck ist das passende Stichwort. Solche (letztlich „handgemachten“) Hefte sind natürlich nicht für ’nen Appel und ’n Ei zu haben; der Spass kostet pro Ausgabe 11 Euro (zuzüglich Porto). RETURN-Hefte in Form von PDF-Dateien wird es aber auch zukünftig nicht geben.

Da ist die RERETRO #27TRO schon weiter. Diese gibt es auch als PDF-Abo. Die Hefte 1 und 2 bzw. 3 bis 6 sind zudem als Jahressammelbände neu aufgelegt worden.

Die letzte Ausgabe, bei mir die GO64! 01-03/2013, für den Rest der Welt bekannt als RETRO #27, erschien Ende April und trägt den Untertitel „Computer und Papier“. Es ist – meiner unwesentlichen Meinung nach – die beste RETRO seit langem. Interessant die Rückblicke auf die Entwicklung der Computerdrucker und den „Computer Flohmarkt“. Lesenswert der Artikel über den Computer in der Literatur.

Als Sahnehäubchen wäre allerdings bei der Rezension zum Buch „10 PRINT CHR$(205.5+RND(1)); : GOTO 10“ die Erwähnung der dadurch inspirierten OL Competition angebracht gewesen. Doch zum Ausgleich gibt es ein kleines (unfreiwilliges) Suchspiel. Wer findet den (doppelten) Bug auf Seite 59?

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Launcher: CBM FileBrowser 1.5

Anfang MärCommodore 128 (40 columns) [Bildquelle: NBLA000]z diesen Jahres hat NBLA000 die Version 1.5 von CBM FileBrowser fertiggestellt. Das Programm dient zum Suchen und Starten von Programmen von einem SD2IEC oder MMC2IEC, arbeitet aber auch mit echten Diskettenlaufwerken zusammen.

Weitergehende Dateimanagerfunktionen zum Kopieren oder Löschen von Dateien gibt es nicht. Dafür ist das Programm kompakt. Der Programmcode basiert auf sd2brwse, das von den Original-Autoren nicht mehr weiterentwickelt wird. Michael Kircher, bekannt u.a. durch Tool Basic, hat die Sortierroutine beigetragen und der C128-Code wurde von Hydrophilic erstellt.

Commodore 128 (80 columns) [Bildquelle: NBLA000]Damit ist auch die wesentlichste Neuerung gegenüber der Version 1.4 schon genannt: CBM FileBrowser  unterstützt jetzt nicht nur VC 20, C64, C64 DTV und C16/C116/Plus4 sondern auch den C128 mit 40- und 8o-Zeichen Bildschirm.

Das Tool verwendet Kernel-Routinen. Daher wird auf einem „nackten“ C128 ein SD2IEC mit der Geschwindigkeit einer 1541 angesprochen. Abhilfe schafft JiffyDOS, das vom SD2IEC unterstützt und daher dringend empfohlen wird. Alternativ kann man ein mit Hydrophilics Fast-Serial-Routinen gepatchtes SD2IEC verwenden oder SJLOAD128 (softwarebasiertes JiffyDOS) einsetzen.

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Up To Date!

Nach mehr als 30 Jahren bin ich wieder „up to date“!

Als ich mir 1981 (ja, wahrhaftig im letzten Jahrtausend!) meinen ersten Computer kaufte, stand ich mit meinem Commodore CBM 4008 nahezu an der Spitze der damaligen Heim-PC Technik. Der Speicher war mit 8 kByte RAM zwar knapp bemessen, aber mit BASIC 4.0 war ein recht ausgereiftes Betriebssystem an Bord und die Tastatur wirkte ebenfalls sehr professionell. Mehr war damals nur in Firmen und bei Leuten mit zuviel Geld zu finden.

Schon mein zweiter Rechner, der Commodore 128, seines Zeichens die Krönung der 8-Bit-Ära, war bei seinem Kauf 1986 nicht mehr der technologischen Spitzenklasse zuzurechnen. Mit dem Amiga war bereits ein 16-Bit-Rechner verfügbar, der eine Liga höher spielte. Allerdings in einer für mich preislich unerschwinglichen Liga.

Von da an sollte sich an meinem persönlicher Rückstand zur jeweiligen technologischen Spitze lange nichts mehr ändern. Bis Ende der 90er benutzte ich ausschließlich den C128. Als andere Windows 98 installierten arbeitete ich mit Windows 3.11 auf einem alten 486er. Als andernorts XP en vogue war, stieg ich auf Windows 98 um (das bei mir seit vielen Jahren ohne großes Rumgezicke läuft und läuft und läuft).

Doch nun hat es mich erwischt! Da die neue Blogsoftware unter Firefox 2.0 nicht mehr richtig bedient werden kann (der Dank dafür gebührt HTML 5), musste ich auf ein neues Betriebssystem umstellen, um einen modernen Browser installieren zu können.

Der Fortschritt fordert seinen Tribut

Jetzt habe ich mir also einen neuen Rechner zusammenbauen lassen, mit modernem Board, 4-Kern CPU, 16 GB RAM, SSD, SATA, Pi, Pa und Po. Zu so einem „Boliden“ gehört natürlich auch ein State-of-the-Art-Betriebssystem. Da ich für den Neueinstieg in die Linux-Welt zu faul bin (ja, schlagt mich!). Habe ich mich für Windows 8 entschieden. Schließlich war in Magazinen zu lesen, dass es eigentlich nur ein besseres (und vor allem schnelleres) Windows 7 sei, mit weniger Problemen und die Metro-Oberfläche (Modern UI) ließe sich mit Tools „beseitigen“. Da ich mit (dem nicht gerade spritzigem) Windows 7 bereits beruflich Erfahrungen sammeln konnte, wähnte ich mich mit Windows 8 auf der zukunftssicheren Seite. Oh, ich armer Irrer!

Zwar läßt sich mittels Classic Shell tatsächlich wieder ein Startbutton auf dem Desktop einrichten und beim Hochfahren wird der Metro-Bildschirm fix übersprungen, aber die „Apps“ produzieren im Hintergrund fleißig Traffic. Nachdem ich allen Apps verboten hatte, ständig nach irgendwohin nach Hause zu telefonieren, um Sportnachrichten, die mich nicht interessieren zu abonieren, Wetterdaten anzuzeigen obwohl ich gerade nicht das Haus verlassen will, Börsenkurze zu skizzieren von Aktien, die ich nicht habe und auch nie haben werde, Reisen anzubieten, die ich nicht bezahlen kann und Kochrezepte zu offerieren, die ich nicht ausprobieren will, schien endlich Ruhe einzukehren. Inzwischen wissen allerdings die Anbieter dieser unerbetenen „Dienste“ schon, dass ich einen neuen Rechner habe und ich wette, irgendwelche Rechner-IDs und Standortdaten wurden zusammen mit der IP ebenfalls übermittelt. Schöne neue Welt!

Nörgel Apps

Meine Hoffnung auf Ruhe erwies sich zudem als trügerisch. Ständig nörgelte irgendeine der Apps rum. Man sollte doch mal ein Update vornehmen, es gäbe jetzt eine neue Version, und so weiter und so fort. Fort war da dann das Stichwort. Ich habe den ganzen Ramsch deinstalliert. Ratz-Fatz! Selbst sinnvolle Apps wie der Fotobetrachter und der PDF-Reader mußten weg. Nichts ist nervender als auf dem Desktop zu arbeiten und dann klickt man auf eine Bilddatei und Zack ist man in der App-Ansicht, der Desktop verschwunden und nix ist mit dem Nebeneinander von Bild und anderen Programmen. Ein PDF mit einem Text im Editor vergleichen? Fehlanzeige. Geht nicht. So intelligent hätte man das doch programmieren können, dass die Apps im Desktop als Programme im Fenster erscheinen und eben nicht in die App-Ansicht wechseln. Das ist aber nicht so. Daher: weg mit Dreck! Die einzige App, die sich nicht deinstallieren ließ, war der AppShop. Damit muss man leben.

Win8 Modern UI optimiert
Perfekt optimierte Modern UI (Metro) für Windows 8

Danach galt es die vorhandenen Daten zu transferieren. Leider bekomme ich meine alten IDE-Festplatten auf dem neuen Rechner nicht zum Laufen. Der erworbene SATA-IDE-Adapter funktioniert nicht wie er soll (und es hat mich zwei Tage gekostet herauszufinden warum das so ist). Also erfolgte die Sicherung erstmal sehr, sehr langsam über das Netzwerk. Für eine meiner Festplatten war der Dauerbetrieb leider tödlich. Es sieht nach einem Totalverlust aus. Sie ist ein paar Stunden zu früh gestorben. Pech gehabt (das meiste konnte ich inzwschen wieder aus Backups zusammensammeln, aber einiges ist wohl dauerhaft verloren).

Das Daten Sichern (und vor allem das Wiederherstellen) hat einige Wochen meiner knappen Freizeit gekostet und bis ich alles validiert habe, werden noch weitere Wochen vergehen. Daher wird hier die Blog-Pause wohl noch etwas andauern. Aber dafür bin ich jetzt endlich wieder up to date. (So ein Sch…lamassel!)

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WTE, der einsame Wolf

WTE und der einsamer Wolf (Photo: Mario Heide)Auch wenn das Bild was anderes suggeriert: Ich habe weder eine Gesellschaft zum Betrieb einer Tierpatenschaft für einen Polarwolf gegründet, noch ist für den Betrieb dieses Blogs oder gar meiner selbst eine „Betriebsgesellschaft“ erforderlich. Mich beschleicht zwar ab und an das Gefühl, ich müsste mir bald mal eine Flasche Doppelherz oder Vita Buerlecithin reinziehen, um meine Antriebsschwäche in Bezug auf die Pflege dieses Blogs zu überwinden, aber noch ist es nicht soweit.

Mario, der Macher von „Podcast für alternative Computersysteme (POFACS)“ und „Podcast 68000er“ hat dieses nette Motiv im Tiergarten Staßfurt gefunden und eingefangen. (Vielen Dank dafür!) Und irgendwie ist so ein einsamer Wolf ja auch ganz passend. Als ich 1981 mit der Computerei anfing, war ich weit und breit der erste und einzige mit einem Computer (CBM 4008) und habe meine Programme dafür selber schreiben müssen. Und wenn es so weitergeht, bin ich auch bald der letzte (einsame Wolf), der noch auf einem Commodore 128 programmiert.

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