Archiv der Kategorie: C128

Music Maker 128

Seit einer gefühlten Ewigkeit war ich schon hinter dem Music Maker 128 her. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich den entsprechenden Beobachtungseintrag in der Bucht eingestellt hatte. Allerdings habe ich inzwischen auch vergessen, warum ich das Teil damals eigentlich so unbedingt haben wollte. Wie auch immer, jetzt hat es geklappt. Kurz vor Weihnachten waren plötzlich sogar mehrere Exemplare gleichzeitig verfügbar. Diese Woche war der Liefertermin und nun ist die neue Hardware da! Wobei es irgendwie komisch ist, etwas ohne Elektronik, ja ohne jedes Stück Metall, als „Hardware“ zu bezeichnen.

Musik M aker 128

Wie man sieht ist sogar eine Originalverpackung dabei (die ist zwar beschädigt, aber ich bin ja kein Purist). Dank der OVP ist das gute Stück in bestem Zustand. Begleithefte und Disk sind ohne Knick und Knitter und sogar die Keyboard-Notensticker sind noch auf der Originalfolie verfügbar. Als erstes werde ich wohl mal ein Image von der Diskette ziehen, sicher ist sicher [sonst bleibt nur die CSDb], und dann ein bisschen herumklimpern.

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Cassiopei Nummer Zwei!

Cassiopei V2Das Cassiopei, eine schnelle Festspeicherlösung für den Kasettenport aller mit einem ebensolchen ausgerüsteten CBM-Computer (PET, CBM, C64, C128, C16, etc.), ist schon lange ausverkauft und inzwischen auch etwas in die Jahre gekommen. Daher präsentierte der Entwickler, Jan Derogee, auf der Classic Computing in Nordhorn – wie berichtet – keine Neuauflage der alten Hardware sondern gleich eine Weiterentwicklung mit SD-Card und WiFi-Anbindung.

Wie mir jetzt ein Mäuschen geflüstert hat, sind inzwischen die ersten Vorserien-Leiterplatten eingetroffen und erwarten ihre Bestückung. Offensichtlich ist es Jan ernst mit seiner Ankündingung vom September, dass das Projekt spätestens in einem Jahr in einem verkaufsfähigen Produkt endet.

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Einer für alles: PetBus

Das, aus meiner Sicht, derzeit aufregendste neue Stück Hardware, das auf der Classic Computing gezeigt wurde – und es gab da starke Konkurrenz -, hatte Entwickler Stephane Ghenne aus Belgien auf seinem Tisch stehen: Eine quadratische Platine, den PetBus, der diverse Anschlussbuchsen für Commodore-Peripheriegeräte hat. Eigentlich waren es vier solcher Platinen, die über Netzwerkkabel verknüpft waren. An jedem PetBus hingen wiederum diverse Computer (CBM, C64) bzw. Floppies (1541, 1581, CBM 2031, SD2IEC).

PetBus-Platine
Nahaufnahme von der PetBus-Platine (V 1.0) mit ihren vielfältigen Anschlussmöglichkeiten

Der PetBus erlaubt es allen angeschlossenen Commodore-8-Bit-Rechnern auf jedes angebundene Floppylaufwerk (oder auch eine Drucker) zuzugreifen und löst gleichzeitig die IEEE488 vs. IEC-Bus-Problematik auf, die bisher spezielle (oft inkompatible) Steckmodule oder Speziallösungen erforderte. Aufgrund der Netzwerkfähigkeit ist das ganze auch über größere Entfernungen möglich bzw. skalierbar. Abgerundet wird das ganze dadurch, dass man auch virtuelle Laufwerke auf einem angeschlossenen PC einrichten kann.

Auf der CC wurde angeregt, den kabelgebundenen Netzwerkanschluss durch ein WiFi-Modul zu ersetzen. Ich persönlich würde mich eher über eine Unterstützung des C128-Burst-Modus oder von JiffyDOS freuen. Stephane selber denkt mehr über ein passendes Gehäuse nach. Allerdings wäre mir all das egal, wenn es den PetBus nur schon zu erwerben gäbe, doch bisher sind nur Prototypen verfügbar.

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50 Jahre „Star Trek“

StarSym MC (Font) Dem heutigen Jubiläum: 50 Jahre Star Trek konnte man nicht entkommen, wurde doch in Onlinemedien (z.B. auf FocusOnline oder SPON) und im Radio breit darüber berichtet. Zurecht, wenn man die Bedeutung der Serie berücksichtigt.

Das erinnerte mich daran, dass ich vor vielen Jahren (vermutlich noch im letzten Jahrtausend) mal einen passenden Zeichensatz (StarSym MC) kreiert hatte. Mit vielen Sternen, der Enterprise und natürlich auch einigen Klingonenkreuzern in verschiedenen Größen.

Es gibt dazu auch eine Pixelgrafik – die ich aber leider nicht mehr gefunden habe – in der dieser Font benutzt wird. Erstellt wurde der Font natürlich mit MyChar auf einem C128 und selbstredend enthält die Programmdiskette diesen Font als Dreingabe.

Wer sich zu Star Trek und C64 informieren will schaut am besten in die CSDb. Oder wer’s gern schräg mag, dieses Video: 8-bit Star Trek Episode (on C64).

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Commodore 128 Alive! ist wieder online!

Das Verschwinden des Commodore 128 Alive! Forums im Frühjahr 2014 riss eine tiefe Lücke in die internationale C128-Comunity. Das Forum war erst nur noch sporadisch und dann gar nicht mehr erreichbar. Es wurde noch bekannt, dass das Forum auf einen anderen Server umziehen sollte und bald wieder online sei. Die kurz danach eintretende absolute Funkstille des Foren­betreibers Blacklord und die Übernahme der Domain Commodore128.org durch Werbefirmen ließ jedoch nichts gutes Ahnen und führte zur Gründung eines Ersatzforums, um zu retten was noch zu retten war. Andere diskutierten auf dem Server von Bill Herd: C128.com.

Die mysteriösen Umstände des Verschwindens, die Funkstille und die Verzweifelung über den Verlust der dort angesammelten Wissensschätze, führten natürlich zu wildesten Vermutungen über die Ursachen. Von Commodore-Krise über Unfall und schwerer Krankheit war alles dabei. Selbst eine Entführung durch Außerirdische hätte man als plausible Erklärung akzeptiert, wenn die Aliens bloß die verlorenen Daten wieder herausgerückt hätten.

Commodore128 Alive!

Doch die Zeit der Trauer ist vorbei. Am 26. Juni 2016 bekamen – zu diesem Zeitpunkt vollkommen unerwartet – alle ehemaligen Forumsnutzer ein Lebenszeichen von Blacklord mit dem Hinweis, dass das Board nach 2 Jahren wieder online gegangen ist. Wegen der verlorenen Domain jetzt unter der Adresse Commodore128.net (was im Logo noch nicht korrigiert wurde). Als Erklärung für das Abtauchen schreibt Blocklord im „We’re back!„-Thread: „Hosting issues initially – our original host was „attacked“ and went down – took a lot of sites with it. Then rather time-poor over the last 18 months“.

Leider hat der Serverabsturz so einiges an Daten mit in den Abgrund gerissen. Nicht für alles wurde ein Backup gefunden („Some issues in using an old backup – about 18 months worth of messages do not exist, some attachments are missing and some user avatars are missing as well“). Auch das hervorragende Wiki, in mühevoller Arbeit gepflegt von Hydrophilic, ist verloren. Trotzalledem ist die Wiedergeburt dieses Forums ein guter Tag für den Commodore 128.

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Nachlese Juni 2016

Vor einem Monat hatte ich mich ja gefragt, wo der Postbote bleibt. Nun, die erwartete RETURN war zwei Tage später im Briefkasten und hat viel Spaß beim Lesen bereitet. Die Geschichte, wie aus der CeVi-Aktuell die RETURN wurde, war mir zwar bekannt, aber viele Randdetails, die der Artikel zum mehr als 100-seitigen Jubiläumsheft (25.  Ausgabe) offenbarte, waren auch für mich neu. Dabei hatte ich mit Frank so einige Zeit auf der einen oder anderen Hobby und Elektronik verbracht, da hätte er ja auch mal etwas mehr aus dem Nähkästchen plaudern können. An die Dortmunder HobbyTronik (R.I.P.) erinnerte mich der Paperboy-Artikel wenige Seiten weiter hinten. Damals, im Jahr 2003, hatte Skern vom Dienstagstreff ein Fahrrad als Steuergerät für Paperboy modifiziert und damit eine sehr spezielle und schweißtreibende „Virtal Reality“ erzeugt.

Der Bogen von der gedruckten RETURN zu einer Neuerscheinung im Bereich der 8-Bit Publikationen, dem englischsprachigen Kilobyte Magazine, läßt sich leicht schlagen. Ist doch der Herausgeber des neuen Magazins der Gründer der CeVi-Aktuell. Wie finchy im Forum64 verkündete, soll das Magazin mehrmals jährlich erscheinen und das nur auf Englisch. Eine deutschsprachige Ausgabe ist nicht geplant. Die Veröffentlichung des neuen PDF-Magazins erfolgt nur auf der ISSUU-Plattform. Leider muss man dazu Java Script und Flash aktivieren. Ein einfacher Download des 14 MB umfassenden PDFs für einen gepflegten Lesegenuss im Offline-Modus ist auch nicht möglich, denn der setzt eine vorherige Anmeldung voraus. Dabei ist das 24-seitige Magazin ansprechend gestaltet und auch inhaltlich attraktiv. Um diesem Dilemma abzuhelfen, biete ich hier mal probeweise einen direkten Download von C128.Net an.

Anfang des Monats war „Das Innenleben des Commodore 64Telepolis einen „Artikel“ wert. Ein Schelm, der böses dabei denkt, dass dieser Auszug aus der aktuellen Retro Gamer 3/2016 nur deshalb publiziert wurde, weil beides irgendwie zum Heise Verlag gehört. Trotzdem, danke für diese Leseprobe!

Space ChaseSpace Chase, das allerbeste Weltraumballerspiel, das je für die Computer der CBM-II Series (bekannter als Commodore 610, 620, 710 and 720) programmiert wurde, ist in einer neuen Beta-Version erschienen. Es muss das Beste sein, denn es ist das Einzige. Zwei Spieler können gegeneinander antreten oder man fetzt sich mit dem Computer.

Die Bilder und Beschreibungen, die Programmierer Christian Krenner auf seiner eigens für diesen Zweck eingerichteten Space-Chase-Webseite publiziert hat, sind vielversprechend. Und da die CBM-II Rechner über reichlich Speicher verfügen, besteht auch wenig Sorge, dass die bereits avisierten Erweiterungen des Spiels an RAM-Mangel scheitern. Zum Testen der aktuellen Beta kann ein Disk-Image heruntergeladen werden. Wer die erforderliche Hardware nicht besitzt, also ungefähr 99,999 % der Weltbevölkerung, kann auf den Emulator VICE zurückgreifen.

Man kann den Monat Juni nicht zusammenfassen, ohne auf den Brexit einzugehen. Es war die diabolische Kombination von Populismus, Lüge und Dummheit, die die Briten am 23.6.2016 erfolgreich aus der EU herauskatapultiert hat. Es bleibt abzuwarten, was das für Soft- und Hardware von der Insel bedeuten wird. Als ob es nicht schon ärgerlich genug ist, für Produkte aus den USA Zoll zu zahlen (und dafür weite Wege ins Zollamt anzutreten).

Zum Abschluss ein kleiner Teaser: Die beste Meldung für diesen Monat, erreichte mich am 26. Juni und sie betrifft den Commodore 128, aber ich bin heute mal fies und hebe mir diese Info für den nächsten Monat auf.

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Auspacken (aber bitte fix!)

Ich hatte mal wieder was zum Auspacken. Damit sich das nicht abermals ein halbes Jahr hinzieht, erfolgt die Dokumentation jetzt im Schnellverfahren. Wobei die Erwähnung von „schnell“ im vorstehenden Satz reichlich irreführend ist, stand die Kiste doch schon seit ein paar Wochen unausgepackt im Wohnzimmer herum:

Große KisteVerpackungsmaterial
Wie der Paketaufkleber belegt, hat die Kiste in etwa die Maße  400 x 300 x 150 mm. Das ist ganz schon groß! Jedenfalls für den eigentlichen Inhalt. Die kleine Schachtel, die sich im großen Haufen Verpackungsmaterial kaum finden läßt, misst gerade mal 160 x 110 x 40 mm. Das dürfte allerdings auch die Größe sein, die jedem Paketdieb gut in die Tasche passt. Insofern ist die Umverpackung recht praktisch; selbst das Füllmaterial hatte einen gewissen Informationswert. Allerdings waren, da ich mit dem Auspacken so lange gewartet hatte, die Sonderangebote auf den zerknüllten Werbe­prospekten schon nicht mehr gültig.

Kleine SchachtelDer Inhalt der kleinen Schachtel „ist was elektronisches“. Das sieht man selbst durch die innen­liegende silberbedampfte Plastiktüte hindurch. Genauer gesagt ist die silberbedampfte Plastiktüte selbst der deutlichste Hinweis.

SuperCPU MMU-PlatineUnd hier ist das erworbene Dingsbums in voller Pracht zu sehen. Es stammt nicht vom Dach, sondern aus einem Online Auktionshaus und hat…, naja, darüber schweigen wir lieber. Ein Kenner wird es sofort als MMU-Platine für eine SuperCPU 128 erkennen. Bekanntlich wird dies Platine zusätzlich benötigt, um die SuperCPU auch im 128er-Modus eines C128 nutzen zu können. Da mir eine solche Platine „abgeraucht“ war, brauchte ich Ersatz. Und jetzt muss ich das Teil nur noch testen…

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Ein Gerät, drei Systeme

Während das Netz von Artikeln über den C64 überquillt, wird der Commodore 128 üblicherweise recht stiefmütterlich behandelt. Falls man dann doch mal etwas findet, freut man sich um so mehr, wenn das Geschriebene, und sei es noch so knapp gefasst, auch noch ordentlich recherchiert ist.

Icon C128 (150x150)Sicherlich inspiriert durch die Vorstellung des C128 vor 30 Jahren auf der CES, wurde im März auf der Webseite der ELEKTRONIKPRAXIS (Vogel Verlag) der kurze aber lesenswerter Beitrag: „Der Commodore 128 – ein Gerät, drei Systeme“ publiziert.

Der Artikel erschien in der Rubrik „Aufgemerkt“, in der regelmäßig über Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik berichtet wird. Dass der Commodore 128, der beste 8-Bitter aller Zeiten, endlich als  „Meilenstein“ anerkannt wird, find ich natürlich gut!

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BASIC Tenliners Contest 2015

Nach der großen Aufmerksamkeit, die der letztjährige Tenliners-Wettbewerb nach sich gezogen hatte, haben sich die Organisatoren der NOMAM (Not Only Marvellous Atari Machines) entschlossen, ihn im Jahr  2015 erneut auszuschreiben. Neu ist, dass nun (wie im ABBUC-Forum und im Forum64 angekündigt) außer ATARI-Computern auch andere Rechner zugelassen sind.

Chase

Beitrag/Entry #1: Chase; Platform: Atari; Language: Turbo BASIC XL; Author: Rockford; Category: PUR

Zugelassene Systeme:

  • Atari 8-Bit
  • Commodore 64
  • Commodore 128
  • Schneider CPC

Zugelassene BASIC-Dialekte:

  • Atari BASIC,  Turbo BASIC XL, Altirra BASIC, OSS BASIC XE, OSS BASIC XL (A8)
  • Commodore BASIC V2, Simons‘ BASIC (C64)
  • Commodore BASIC 7.0 (C128)
  • Locomotive BASIC 1.0, Locomotive BASIC 1.1 (Schneider CPC)

Wettbewerbskategorien:

  • Kategorie „PUR“: Programmiere ein Spiel in 10 Zeilen (max. 120 Zeichen je logischer Zeile, Abkürzungen sind erlaubt)
  • Kategorie „EXTREM“: Programmiere ein Spiel in 10 Zeilen (max. 256 Zeichen je logischer Zeile, Abkürzungen sind erlaubt)

Einsendeschluss ist Samstag, 11. April, 21.00 Uhr direkt auf der Veranstaltung oder für Fernbeiträge Mittwoch, 8. April, 21.00 Uhr. Weitere Details zum Wettbewerb finden sich in den oben verlinkten Wettbewerbs-Ankündigungen. Der NOMAM 2015 Retrotreff findet statt vom 10.4.2015 bis 12.4.2015 im Gemeindesaal der Dreifaltigkeitsgemeinde in 23569 Lübeck, Schlesienring 3.

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30 Jahre Commodore 128

Passend zum gestrigen Blog-Beitrag wurde bereits vor ein paar Tagen ein Video im Forum64 verlinkt, dort allerdings mit einem anderen Fokus. Das Video ist der Mitschnitt einer in den USA ausgestrahl­ten TV-Sendung, The Computer Chronicles, vom 8. April 1985:

C128 (The Computer Chronicles)

Nach einem Interview mit Jack Tramiel folgt ab Minute 14 ein kurzer Bericht über den Commodore 128. Danach gibt es eine Reportage über „User Groups“. Dort äußert sich ab Minute 18:20 ein Users Group Mitglied mit einem bemerkenswerten Satz: „Apple products are low powered and very highly priced and that’s true of all Apple products.“ Manche Wahrheiten haben auch nach 30 Jahren noch uneingeschränkte Gültigkeit.

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