Monatsarchive: September 2013

Plain PETSCII Graphics Competition

Gary (PETSCII Grafik)Nach der Competition ist vor der Competition. Kurz nachdem die Font Creation Compo abgeschlossen war, hat TheRyk in der CSDb zu einen neuen Wettbewerb aufgerufen. Die Plain PETSCII Graphics Competition läuft schon seit dem 29. August. Doch allen die gern mitmachen wollen sei gesagt: jetzt nur keine Panik! Beiträge werden noch bis zum 31. Oktober angenommen. Da bisher erst wenige Einsendungen vorliegen, sind die Chancen für einen Platz unter den besten 10 derzeit supergünstig. Alles was man zu den Teilnahmebedingungen wissen muss, kann man in der CSDb nachlesen. Anzumerken wäre noch, dass für die Bewertung der Kunstwerke nicht das CSDb-Votingsystem verwendet werden soll. Das kann ja nur von Vorteil sein.

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Return to Fractalus!

Die aktuelle RETURN (Heft 15) sorgte für ordentlich Aufregung im Forum64. Nicht wegen des Inhalts (dabei hätte die gute Titelstory das wirklich verdient), sondern wegen des Vertriebs.

Return #15Aus Kostengründen erfolgte der Versand diesmal mit TNT statt mit der Post. Leider ging das etwas daneben. In einigen Regionen wurde verspätet oder gar nicht geliefert, in anderen kam das Heft dann doch mit der Post. Offenbar ist das TNT-Verteilnetz etwas löchrig und nutzt dort die Dienste der Post, was die Dinge nicht gerade beschleunigt. So ist das mit Experi­menten, nicht alle können gelingen. Inzwischen sollten jedoch alle Abonnenten und Käufer das Heft bzw. die Ersatz­lieferung erhalten haben.

Der Titel dieser Ausgabe des RETURN Magazins ist dem legendären Atari-Spiel Rescue on Fractalus! gewidmet. Der sauber recherchierten Artikel und ein Interview mit dem verantwortlichen Spieledesigner bei Lucasfilm, David Fox, eröffnen umfassende Einblicke in die Entstehungsgeschichte und liefern spannende Details. Ein echter Höhepunkt! Ein Hintergrundartikel über Fraktale rundet das Thema ab.

Den Artikel zum TRS-80 habe ich bisher nur kurz angelesen. Neu war für mich die Vielzahl der Modelle, die sich alle „TRS-80“ nennen ließen. Persönlich bin ich diesem Gerät damals nur zweimal begegnet. Zu wenig, um Freundschaft zu schließen. Und wer einmal den Fullscreen-Editor eines PET/CBM erlebt hatte – und kein Masochist war -, wollte sowieso nie wieder auf einem TRS-80 oder Appel II programmieren.

Ein Beitrag zu Mattels Intellivision, mit stattlichen sieben Seiten Umfang, war dann meine nächste Lesestation. Konsolen waren zwar nie mein Ding, aber man kann ja immer mal was dazulernen. Leider traf ich auf der zweiten Textseite auf einen Infokasten (eigentlich ein Infokreis) der die Grafikauflösung mit 60 x 196 Pixel beschrieb, was mir spontan seltsam anmutete. Im Fließtext stand dann was von (sinnfälligeren) 160 x 192 Pixeln … da hat man offenbar die freie Auswahl. Als ich dann auch noch einen verschwurbelten Satz las, in dem der Hauptspeicher mit 1,422 Kbyte angegeben wurde (wer schreibt denn 1456 Bytes als 1,422 Kbytes?), hatte ich alle Leselust verloren und legte den Artikel ad acta.

Das gab mir mehr Zeit für die folgenden Seiten. Obwohl ich mich bisher nie für C – und daher auch nicht für den CC65 – interessiert hatte, sprachen mich die Aufmachung und der Schreibstil des Artikels „Programmieren mit dem CC65“ so an, dass ich kurzzeitig darüber nachdachte, es mal mit C und diesem Compiler zu versuchen. Das Beispielprogramm „Ameise“ hat dann aber wieder klar­gestellt, warum ich von C nichts halte. Die vielbeschworene „Lesbarkeit“ des Quellcodes will sich bei mir einfach nicht einstellen. Das ist mir alles viel zuviel verklammert und verschachtelt. Wer A (Assembler) sagt muss auch B (BASIC) sagen, lautet eine Redensart, von C ist da nicht die Rede. 😉

Bleibt noch anzumerken, dass es von Rescue on Fractalus! natürlich auch eine Version für den Commodore 64 gibt. Holt Sie euch!

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30 Jahre BTX

Am 1. September feierte BTX 30. Geburtstag. Besser gesagt, hätte es gefeiert, wenn es BTX noch gäbe. Doch der Onlinedienst der Deutschen Bundespost ist schon viele Jahre Vergangenheit und hat nie die Popularität erreicht, wie etwa das französische Pendant Minitel. Dabei war man bei Unter­zeichnung der erforderlichen Staatsverträge noch recht zuversichtlich (YouTube: Bericht über den Bildschirmtext (BTX) in der Tagesschau vom 18.03.1983).

Anders als Minitel in Frankreich scheiterte BTX (finanziell, nicht technisch) an den Postbürokraten, die die Nutzer mit horrenden Gebühren überzogen. Das hielt die Nutzerzahlen niedrig und die Kosten für den einzelnen hoch. Teure Endgeräte und spezifische (langsame) Modems (DBT-03) taten ihr übriges. Auch für den C64/C128 gab es erst nur eine (teure) Steckmodullösung, wie sie hier in den zwei nachfolgend verlinkten YouTube-Videos gezeigt wird.

BTX Werbung mit einem Alien

BTX Werbung von 1987 Erst in den Neunzigern lockerten sich die Zulassungsanforde­rungen. Mit dem Drews Interface und Softwaredecoder und einem C64/C128 war nun ein günstiger Zugang (wenn auch mit Abstrichen bei der Qualität der Darstellung) möglich. Später folgten Software­kennung und Modembetrieb mit höheren Datendurchsätzen (und aus BTX wurde Datex-J).

Bis Mitte der Neunziger gab es auch interessante Angebote für die Freunde des C64 und C128 im BTX. Man traf sich in der Brotkastencorner (BKC) z.B. unter *Matting# zum Austausch von Neuigkeiten (sozusagen die BTX-Variante des Forum64) oder beim C64-Club. Bei der 64er oder beim WDR Computer Club konnte man Telesoftware herunterladen (das war immerhin billiger als die sündhaft teuren 64er Heft-Disketten; jedenfalls solange, bis die 64er plötzlich nur noch aus einer Diskette bestand). Und Chats gab es ebenfalls! Im *Traumschiff#, der *Oase# oder im *Strandhotel#  traf sich jeden Mittwoch ein illustrer Kreis und dikutierte über Gott und die Welt. Ein großer Vorteil von BTX-Chats war die Möglichkeit weit zurück­zublättern. Ohne diese Option macht mir chatten keinen Spaß.

Technisch war BTX – für die damalige Zeit – eine gutes Onlinesystem. Der klar definierte Zugang machte das System auch relativ sicher. Jedenfalls sicherer als das Internet, wenn auch der CCC mit dem „Haspa-Hack“ für Furore sorgte. Die höhere Sicherheit war auch der Grund, warum trotz des Endes von BTX im Jahr 2001 die Online-Banking-Funktionen noch bis 2007 verfügbar waren.

Abschließend einige Pressestimmen zu 30 Jahre BTX:

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