Archiv der Kategorie: Music

Music Maker 128

Seit einer gefühlten Ewigkeit war ich schon hinter dem Music Maker 128 her. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich den entsprechenden Beobachtungseintrag in der Bucht eingestellt hatte. Allerdings habe ich inzwischen auch vergessen, warum ich das Teil damals eigentlich so unbedingt haben wollte. Wie auch immer, jetzt hat es geklappt. Kurz vor Weihnachten waren plötzlich sogar mehrere Exemplare gleichzeitig verfügbar. Diese Woche war der Liefertermin und nun ist die neue Hardware da! Wobei es irgendwie komisch ist, etwas ohne Elektronik, ja ohne jedes Stück Metall, als „Hardware“ zu bezeichnen.

Musik M aker 128

Wie man sieht ist sogar eine Originalverpackung dabei (die ist zwar beschädigt, aber ich bin ja kein Purist). Dank der OVP ist das gute Stück in bestem Zustand. Begleithefte und Disk sind ohne Knick und Knitter und sogar die Keyboard-Notensticker sind noch auf der Originalfolie verfügbar. Als erstes werde ich wohl mal ein Image von der Diskette ziehen, sicher ist sicher [sonst bleibt nur die CSDb], und dann ein bisschen herumklimpern.

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Nachlese Mai 2016

Alles neu macht der Mai, hat mal jemand gedichtet und heißt es heute im Volksmund. Es ist jedoch fraglich, ob damit auch das schlabberige Gefühl gemeint sein soll, dass man beim Anfassen der aktuellen Retro #37 hat. Das Deckblatt der Frühjahrsausgabe, die für Ende April angekündigt war und Anfang Mai ins Haus flatterte, ist nur wenig dicker als das Papier im restliche Heft und hat nichts mehr mit dem bekannten Pappdeckel der vorhergehenden Ausgaben gemein.

Wie andere Leser berichten soll ein Fehler der Druckerei dafür verantwortlich sein und das nächste Heft wieder die normale Haptik haben. Leider ist diese Ausgabe nicht nur im Papier und im Umfang sehr dünn ausgefallen. Auch der Inhalt ist etwas schwindsüchtig und bietet insofern ausreichend Verbesserungspotential für das kommende Heft.

Retro #37   Return #25

Was dem einen die Retro ist dem andern seine RETURN. Die Ausgabe 25 ist zwar bei mir noch nicht angekommen, wird aber bereits kräftig auf der Homepage beworden und man kann sogar schon die Heftdisk herunterladen. Wo nur der Postbote bleibt?

Die Bay Area Maker Faire 2016, die am vorletzten Maiwochenende in San Mateo (USA) stattfand, war für elektor wohl Anlass genug, um über ein Monster zu berichten: einen MOnSter 6502 getauften diskreten Nachbau des 6502. Warum das Internetmagazin dazu Frankenstein bemüht bleibt unklar, denn dieser bastelte sein Monster aus wiederverwertbaren Resten diverser Leichen (wofür er leider nie einen Öko-Award bekam) während hier etwas Großes aus vielen neuen Kleinteilen, ganz ohne Leichenfledderei, entstanden ist.

Eine akustische Leichenfledderei betrieb hingegen Chris Huelsbeck auf KickStarter. [Ich hoffe, man verzeiht mir diese despektierliche Überleitung, aber ich konnte einfach  nicht wiederstehen…] In Erinnerung an 25 Jahre Turrican II soll das Turrican II – The Orchestral Album eingespielt werden. Gesucht wurden $75.000 und derzeit sind bereits mehr als 84.000 US Dollar zugesagt. Nachdem die Finanzierung nun gesichert ist, werden die Aufnahmen im Herbst beginnen.

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Welle:Erdball – Tanzmusik für Roboter

Bei meinen regelmäßigen Web-Recherchen zum Thema C64 bin ich Anfang Februar über eine Meldung auf Dark-News.de gestolpert: „Welle:Erdball lassen die Roboter tanzen„. Diese Ankündigung der neuen CD klang sehr vielversprechend. Also bin ich gleich mal auf die Welle:Erdball-Homepage (er­for­dert Java-Script) gewechselt und habe mir einen „Klangtest“ gegönnt. Das ganze mündete in einer sofortigen Vorbestellung des DeLuxe-Pakets (mit einigen Exklusivtracks). Heute wurde geliefert:

pic_tanzmusik_fuer_roboterDiese Sammlerbox mit T-Shirt, DVD (alle Video-Clips), Musik-Cassette (inkl. C64-Programm) und Aufkleber ist auf 1500 Exemplare limitiert (ich habe Nummer 48) und auf der Rückseite der Box von allen vier Band­mitgliedern handsigniert.

Dem CD-Booklet, dem man – in meinem Alter – besser mit einer guten Lupe zu Leibe rückt, kann man entnehmen, dass die Titel „Gib mir meine Zukunft wieder“ und „Das Passwort“ mit Sound aus dem C64 entstanden. Bei „Vielen Dank für die Information“ wird er sogar als Textautor angegeben. Und natürlich verrät das Booklet auch den Namen der neuen Weiblichkeit. LadyLila übernimmt den offenen Platz von Plastique.

Nachdem ich mir erstmal Images angelegt habe (dabei hat die CD seltsamerweise etwas gezickt) sind die Original Ton- und Bildträger und all das Zubehör wieder in der Box verschwunden (sicher ist sicher). Noch habe ich nicht alles gehört und die Videos müssen auch noch warten, aber der erste Eindruck ist vielversprechend. Es gibt viele eingängige, zum Tanzen animierende Stücke, andere schmerzen wie “Gib mir meine Zukunft wieder” mit Absicht etwas und legen den Schwerpunkt noch mehr auf den Text (wo gibt es das heute noch?). Fazit: Empfohlen zum Kauf!

PS: Weshalb die Box mit einem FSK 16-Aufkleber versehen wurde, habe ich noch nicht heraus­gefunden. An den Songs kann’s nicht liegen. Wer also dazu Ideen oder Erklärungen bieten kann …

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Welle:Erdball – Computerklang

Im aktuellen Videoclip „Computerklang“ der Band Welle:Erdball (Homepage) finden sich mehr oder weniger gut versteckte Szeneinfos. Zum einen ist da der Ausschnitt vom C128-Mainboard (siehe Bild unten) mit der zusätzlich eingefügten Info zum Tod von Jack Tramiel: „R.I.P. J.Tramiel 1928-2012“.

Welle: Erdball - Computerklang C128-Platine

Zum anderen gibt es im Abspann des Videos ein paar kreischende Piepstöne, die der Experte sofort als eine akustische Wiedergabe eines Programms auf Datasette erkennt. Wer sich die Mühe macht, die Töne wieder in ein C64-Programm zu verwandeln, kann nach der Ausführung eine Grußbotschaft lesen.

Das Video findet man, zusammen mit weiteren Infos und Diskussionsbeiträgen, im Forum64 oder auch direkt auf YouTube. Die zugehörige EP gibt es demnächst im Handel.

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Pakete für die H&E #2 Hardsync: Just Dance 64

Das zweite Paket, die große Kiste, enthielt eine PS1/PS2-Tanzmatte. Nicht, dass ich ein großer Tänzer bin, aber, wenn alles klappt wie vorgesehen, wollen wir Hardsync von Linus Åkesson auf der Messe präsentieren. Ohne Tanzmatte, die von Skern noch neu verdrahtet werden muss, wäre das aber ziemlich langweilig. Ich bin jetzt schon auf die schreckerstarrten Gesicher der Kollegen vom Wii-Stand gespannt, wenn die Girlies nicht bei ihnen mit Just Dance oder Dancing Stage, sondern bei uns mit Hardsync abrocken.

Tanzmatte fuer Hardsync

Das Tanzspiel Hardsync wurde am 4. November 2012 veröffentlicht (siehe CSDB). Linus gibt eine sehr ausführliche Beschreibung des Programms und der Hardware auf seiner Homepage (dort findet man auch das Programm, SID- und MP3-Tunes, Tools und Hinweise zum Erstellen eigener Musikzusammenstellungen und ein Video). Inspiriert wurde das ganze von Spielen wie Dance Dance Revolution (Dancing Stage) und StepMania. Allerdings erspart uns Hardsync das übliche Pop-Gedudel der Konsolenspiele und ersetzt es durch klaren SID-Sound.

Hardsync: Musikauswahl

Hardsync: Optionsmenue

Das Spielprinzip ist simpel: Entsprechend dem Rythmus werden Pfeile angezeigt, der Tänzer muss dann im richtigen Moment den richtigen Pfeil auf der Tanzmatte antippen. Nicht so ganz mein Stil aber viele haben Spaß daran. Noch vor 20 Jahren wäre das auf dem C64 eine Killerapplikation gewesen (immerhin besteht ja ca. die Hälfte der Bevölkerung aus weiblichen Wesen).

Hardsync: Tanzen nach Pfeilen (1)

Hardsync: Tanzen nach Pfeilen (2)

Da heutzutage keiner Tanzmatten für den C64 herstellt, muss man andere Wege beschreiten, um diese doch anschließen zu können. Linus hat auf seiner Homepage die erforderlichen Infos für seine Lösung, einen PS2/Joystick-Konverter auf Basis eines ATmega88, bereitgestellt. Es gibt darüber hinaus fertige PSX64-Adapter zu kaufen (nur derzeit leider nicht). Man kann allerdings auch einfach die überflüssige Elektronik rausrupfen und die Kontakte direkt mit dem JoyPort verbinden (was die bevorzugte Methode bei der Hobby & Elektronik sein dürfte).

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C128 SID-Player (1)

Der C128 bietet zwar ein erweitertes BASIC 7.0 das (mit PLAY & SOUND) eine komfortable Programmierung des SID erlaubt, doch reicht das eben nur für einfache Melodien und Klänge. Richtige SID-Tunes abzuspielen, wie man sie von der High Voltage SID Collection (HVSC) kennt, ist jedoch nicht möglich, denn diese wurden ja auf einem C64 für den C64 erstellt und haben eine integrierte Abspielroutine.

Für mein derzeitiges Dauerprojekt hilft mir der übliche Hinweis: „willste SID-Musik, schalte einfach den C64-Modus an“ recht wenig. Ich brauche SID-Musik im C128-Modus! Bleibt die Option: selber machen! Damit ergeben sich gleich mehrere Probleme: Erstens gibt es kein geeginetes Tool um SID-Musik für den C128 zu erstellen; alles konzentriert sich auf den C64 (High Voltage Music Engine Collection) und der C128 Music Maker, falls er denn geeignet wäre, läßt sich im Web nicht aufspüren. Zweitens habe ich kein Talent als Komponist oder Musiker. Drittens keine Zeit, um mich da einzuarbeiten.

Diese Erkenntnisse vor Augen konnte es nur heißen: Alles zurück auf Start, die Situation neu analysieren! Ein SID-Tune liegt in der Regel (mit vielen Ausnahmen) ab $1000 im Speicher eines C64. Das ist bei einem Commodore 128 ein ziemlich blöder Platz, liegen hier doch nicht ganz unwichtige Systemvariable, die Daten der Funktionstastenbelegung und der DOS-Kommandopuffer. Frei verfügbar ist das RAM erst ab $1300.

In mein Programm bot sich der freie Bereich ab $2000 an und ein Programm von $1000 nach $2000 zu verschieben, erschien mir als ein lösbares Problem. Für die praktische Umsetzung suchte ich mir ein geeignetes SID-File entfernte den SID-Header änderte die Startadresse auf $2000 und korrigierte im Monitor alle Sprünge und Adressen von $1XXX zu $2XXX. Es gab dann noch ein paar Tabellen für indirekte Adressierungen, die ebenfalls angepasst werden mussten. Das ganze dauerte etwa zwei Stunden.

Als nächstes benötigte ich eine kleine Initialisierungsroutine für den im SID-File integrierten Player. Dazu modifizierte ich ein passendes Code-Beispiel von C64 Codebase. Neben den neuen Einsprungadressen musste ich dem C128 mitteilen, dass sein BASIC-IRQ, mit dem er neben PLAY und SOUND auch diverse SPRITE- und GRAPHIC-Befehle steuert, nun unerwünscht sei. Dies erledigte folgendes Code-Schnipsel:

lda #$ff
sta $d8 ; deaktiviert BASIC IRQ
lda #$c0
sta $0a04 ; deaktiviert VIC Updates

Die Stunde der Wahrheit rückte näher. Der modifizierte SID-File wurde nach $2000 geladen und die spezielle Initialisierungsroutine gestartet. Das Ergebnis war: Nix! Irgendwo in den Tiefen der Play-Routine mussten mir ein paar umzustellende Adressen entgangen sein. Die Vermutung, dass das Tabellen betraf, lag nahe. An dieser Stelle wurde mir klar, dass der Aufwand für die Umstellung eines SID-Tunes erheblich war und eine vollständige Code-Analyse erforderte. Sowas kann man einmal machen, aber da es jede Menge unterschiedlicher Play-Routinen in SID-Files gibt, würde diese Aufgabe für jedes File aufs Neue erforderlich sein und somit ein ziemlich mühseliges Unterfangen darstellen.

An dieser Stelle wurde klar: Es ist dringend geboten eine bessere, allgemeingültige Lösung anzustreben. Die könnte in einem universellen Code-Relocator (ich höre schon die Leser lachen) oder einem grundsätzlich anderen Problemlösungsansatz bestehen. Doch dazu später mehr.

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SynthieTrax 64: Alpha/Omega

Taxim, bezeichnet sich selber als ein „Experimental Electro-Projekt“. Hinter Taxim steht Axel N. (Alexander Ney) und wie schon der Titel eines seiner Werke (der hier als Namensgeber dieses Blogeintrags dient) vermuten läßt, spielt er Synthesizer-Musik. Unter anderem hat er auch diverse C64-Titel auf diese Weise umgesetzt. Heutzutage nennt man sowas C64-Remix.

SynthieTrax64

Auf der Taxim-Homepage wird in den News (04.09.2007) verkündet: „Für die C64-Freaks unter euch: In der Musik-Sektion steht nun das 2005 Release „SynthieTrax 64: Alpha/Omega“ (inkl. Artwork) zum Download bereit.“

Wer sich also die Klänge von The Last Ninja, Katakis, City Cobra, Giana Sisters und vielen anderen Titeln einer großen Ära in vollem Synthesizersound zu Ohren führen möchte, sollte dieses Angebot nicht ausschlagen. Jedes gesaugte Byte lohnt sich! Neben diesem Album sind noch weitere Musikstücke und Alben verfügbar. Wer sich also für diese Klänge erwärmt, sollte nicht zögern, die ganze Musik-Sektion zu durchstöbern.

Hintergrundinteressierte erfahren näheres über Alex‘ Scenevergangenheit und musikalische Gegenwart in der Biographie-Sektion der Homepage (er war kurze Zeit in den Gruppen Padua und Tempest aktiv), man kann natürlich auch die CSDb bemühen.

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C64 Music!

C64Music!

Wer sich (nicht erst seit dem viel diskutierten Musikdiebstahl von Timber-was-auch-immer) für SID-Sound und alles, was sich sonst noch so rund um den C64 und die Musik deht, interessiert, sollte mal auf C64Music! vorbeischauen:

C64Music! is a weekly journal about Commodore64 related geek music projects, featuring DIY, schematics, releases, C64 bands, retro software reviews, SID based synths… you could call it a Multiple Sidosis…

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RFID sendet SID-Tunes *

[STOP RFID]Die schöne neue Welt, mit totaler Überwachung und Ausspionage schlägt manchmal kuriose Kapriolen, wenn die „Mittel der Macht“ in die Hände kreativer Köpfe geraten. Die RFID-Technologie, die uns dank berührungsloser Informationsweitergabe demnächst Kassierer(innen)freie Supermarktkassen bescheren soll und zudem geeignet ist, Informationen, die man eigentlich lieber für sich behalten will, ungefragt in alle Welt hinauszusenden, kann man auch „nützlich“ anwenden.

RFSID – play C64 SIDs with an RFID reader“ titelt ein englischsprachiger Beitrag bei bl0rg (blogs.bl0rg.net/netzstaub). Es klingt zwar wie ein Aprilscherz (der Bericht ist allerdings schon vom 20. März 2005) soll aber keiner sein: Mittels RFID-Chip kann man kurze SID-Tunes speichern und mittels RFID-Reader und angeschlossenem PC mit speziellem Programm „berührungsfrei“ abspielen. Belegt wird das mit Bildern, Quellcode in C und kleinen Filmszenen. Ich persönlich habe das nicht nachgeprüft, aber da der RFID-Chip eigentlich nur als Datenspeicher und Sender verwendet wird und die Umsetzung der Daten und das Erzeugen der Klänge am PC geschieht, scheint es ein durchaus glaubwürdiges Experiment zu sein. [Den Hinweis auf diesen interessanten Blog habe ich von Enno Coners erhalten.]

Da die „Intelligenz“, mit der die SID-Daten des RFID-Chips in Musik umgesetzt werden, im speziellen PC-Programm liegt, wird es leider nicht gelingen, dem nächstbesten RFID-Detektor die Flötentöne beizubringen. Er wird einfach nur für ihn nicht auswertbare Daten erhalten und, da ihm Verwunderung fremd sein dürfte, unbewegt und stumm auf die nächsten Bits warten.

Ein paar Links als Nachtrag (30.04.2006):
Elektronik spürt RFID-Etiketten auf (c’t 2/2005)
RFID-Zapper (RFID-Tags dauerhaft deaktivieren bzw. zerstören)
Nachrichten zu RFID vom FoeBuD e.V. (vom FoeBuD e.V. stammt das „STOP RFID“-Logo)

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