Monatsarchive: September 2007

Erste Bilder von der CC2007

Für alle, die sich noch nicht entscheiden konnten zur diesjährigen Classic Computing in Stuttgart Degerloch zu fahren (morgen ist die letzte Gelegenheit), habe ich ein paar Photos von heute hochgeladen.

Eingang zu halle C16 und Co C64 Arcade C128 und GEOS

Im Verlaufe des ersten Tages waren wohl mehr als 100 zahlende Besucher erschienen, um die historischen Schätzchen, zu denen inzwischen auch Intel PCs mit Pentium-Prozessor, Workstations von Silicon Graphics und Amiga 4000 zählen, zu begutachten. Das am häufigsten gezeigte Gerät, wenn man alle Spielarten mitzählt, waren wohl die alten PET/CBM-Rechner von Commodore. Der C64 war überraschend selten, Atari und Amiga in großen Mengen anzutreffen. Da mehrere Eigner von privaten Computermuseen anwesend waren, gab es alles, was das Computermittelalter zu bieten hatte: TRS 80, Apple ][, Osborne, Sharp MZ 80 und wie sie alle hießen. Da wurden Erinnerungen wach und allenortes wurde heftig gefachsimpelt.

Weil die alten Kisten gewissen Alterungserscheinungen unterliegen, konnte man auch immer wieder Aussteller sehen, die mit Zerlegen, Reparieren und Zusammenbasteln beschäftigt waren. In einer speziellen Bastelecke wurde u.a. auch neue Elektronik für den PET zusammengelötet, die CPU und RAM ersetzt. Zudem gab es auch Gelegenheit an diversen Geräten zu zocken oder in alten Büchern und Zeitschriften zu schmökern (bzw. diese zu erwerben).

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C128: Neuer Graphicmodus für VIC II

Da sollte man denken, nach 20 Jahren gibt es nichts neues mehr am C128 zu entdecken. Doch weit gefehlt. Robert Willie hat einen niegel-nagel-neuen Interlacemode für den VIC II E (MOS 8564/8566) im C128 entwickelt. Es handelt sich um einen echten Interlacemodus (RIM: Real Interlace Mode). Er ermöglicht die Darstellung von 400 Zeilen, also eine verdoppelte vertikale Auflösung (Grafikmodi: 320 x 400, 160 x 400; Text: 40 x 50).

Die folgenden Bilder zeigen Bildschirmfotos des Demoprogramms, dass auf Roberts Hompage zum Download bereitsteht. Es funktioniert auf NTSC und PAL-Rechnern. Mehr Photos zum Programm gibt es auf C128.Net. Weitergehende Infos finden sich auch im Forum von Commodore 128 Alive!

Kreis 320 x 400 Nackte Tatsachen 160 x 400 50 Zeilen Text

Es ist sogar eine Kombination mit FLI zu einem Real Interlace FLI (RIFLI) möglich. Der Text (erzeugt als Grafik) zeigt 50 Zeilen von je 8 Pixeln Höhe an. Leider sind die Bilder etwas überstrahlt, so dass man die klare Auflösung z.B. im „e“ nicht mehr erkennen kann. Die dem Demoprogramm beiliegenden Grafiken sind bisher nicht optimiert, sondern nur konvertierte Bilder. Echte Pixelprofis sollten hier bessere Resultate erzielen können.

Der Real Interlace Modus setzt einen echten C128 voraus. Emulatoren (VICE) können diesen neuen Grafikmodus bisher nicht wiedergeben. Auch einem C64 bleibt diese hohe Auflösung verwehrt, da hierfür ein VIC II E benötigt wird. Man darf gespannt sein, wann die ersten Demos für diesen Modus verfügbar sind. Immerhin sollte der Reiz dieser Entdeckung ausreichen, einige Coder dazu zu animieren, auch mal auf dem C128 zu arbeiten.

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Classic Computing 2007

Der Countdown läuft. Nur noch vier Tage trennen uns von der Classic Computing 2007 in Stuttgart. Wie schon in den vergangenen Jahren, erwartet die Besucher ein Blick auf umfangreiche Sammlungen von historischen Homecomputern, Spielekonsolen und Bürocomputern aus dem letzten Jahrtausend. Damit die Schmuckstücke auch die nächsten Jahre überleben, gibt es eine Reparaturecke. Und natürlich darf auch wieder an zu diesem Zwecke aufgebauten Geräten gespielt werden! Ein Schwerpunkt im Jahr 2007 ist das Thema Datenfernübertragung über Netzwerke aber auch drahtlos per Packet Radio.

Classic Computing 2007

Die Classic Computing 2007 findet am 29. und 30. September statt.
Veranstalter: Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V
Ort: Turn- und Versammlungshalle Degerloch
Albstr. 70, 70597 Stuttgart
Eintritt: 3 Euro
Samstag, 29.09.2007 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntag, 30.09.2007 von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Wer einen Rückblick auf die Vorjahresveranstaltungen werfen möchte, wird in der Galerie fündig.

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Retro#5: nur für Spieler

Retro#5Heute habe ich endlich die Zeit gefunden, mich mit der neuen Retro#5 (in meinem Fall als GO64! 07-09/07 betitelt) zu befassen, die am letzten Samstag im Briefkasten lag. Wieder wurden von der Redaktion 96 Seiten gefüllt und wieder war die CD so fest eingeklebt, dass es mir fast das Heft zerriß. Hier sollte man mal nach einem besseren Klebstoff suchen (bei anderen Magazinen geht es ja auch).

Nachdem die Retro#4 für mich eine ziemliche Enttäuschung war, war ich sehr gepannt auf diese neue Ausgabe. Beim ersten „durchblättern“, macht die Retro#5 einen handwerklich soliden Eindruck. [Was allerdings nicht für die (fehlende?) Rechtschreibprüfung gilt, denn Standard schreibt sich auch nach der Rechtschreibreform am Ende noch immer mit d und nicht mit t!] Und, oh Wunder, es gibt auch wieder drei echte Disketten im Umschlag! Doch dazu später mehr.

Leider war auch diesmal wieder der Inhalt für einen GO64!-Leser nur von begrenztem Wert. Von ehemals 2 Seiten mit CeVi-News (wie in der alten GO64) ist jetzt noch eine gute Spalte übrig. Wieder dabei das Thema „Videos bei YouTube“ (eine knappe Spalte für den C64). Auf den Seiten 20 und 21 findet man einen Bericht über die Restaurierung eines C64 (von Pentagon, auch nachzulesen im Forum64) und von Seite 73 bis 77 der 15. Teil der „C64-Retro-Game-Show“. Ein neunseitges „Longplay“ von Crazy News (mit vielen Tips und Tricks) beschließt den CeVi-Teil.

Wenn man sehr wohlwollend ist, kann man noch einen Bericht über eine Ausstellung von Spielkonsolen und Heimcomputer dazuzählen, immerhin kommt der Begriff C64 in der Einleitung einmal vor. Auch ein zweiseitiger Artikel zu H.E.R.O. (10% Text, 90% Füllgrafik) führt den Begriff C64 auf, doch letztlich dient der Bericht nur als Hinweis auf eine neue Windows-PC Variante des Spiels. Bleibt noch der wirklich gut gemachte Artikel zu ScummVM, einen Emulator für Lucas-Arts-Spiele. Immerhin kann man mit dem Emulator – eigentlich ist es eher ein Interpreter – viele vom C64 bekannte Spieletitel zocken. Doch letztlich bleibt mein Urteil unverändert: Die Retro liefert zu wenig CeVi für „drei Ausgaben“ der GO64! und ist viel zu sehr auf Spiele ausgerichtet. Hardware-, Software- und Szeneinfos fehlen fast völlig.

Auf der Heft-CD gibt es Spiele für PC oder MacOS. Es ist zwar ein C64-Verzeichnis vorhanden, dieses ist aber leer. Nicht einmal die Diskimages der drei beiliegenden Disketten sind vorhanden. Dabei wäre das dringend angeraten. Bei mir ließ sich nämlich eine der Disks nicht lesen und eine Seite zeigte mir als Titel „Go64 10/99“. Offenbar war der Kopiervorgang auf diese Recyclingdisk gescheitert und wegen fehlender Qualitätskontrolle wurde die „halbgare“ Ware trotzdem ausgeliefert.

Überhaupt enthalten die Disks viele kleine Ärgernisse. So ist die Seite 1 auf der Rückseite der Disk und Seite 2 wird als „SIDE B“ betitelt. Zudem wurden die Header mit Großbuchstaben aus dem Groß/Kleinschrift Zeichensatz erstellt. Das sieht „toll“ aus, da der Rest der Disk wie üblich im Grafik/Großschrift Zeichensatz angezeigt werden muss. So oder so, man erhält Kuddelmuddel. Warum DEL-Files mal 4 und mal 9 Blocks umfassen, weiß sicher auch nur derjenige, der diese schlampige Zusammenstellung verbrochen hat. Der Begriff „lieblos“ trifft vermutlich am besten die Haltung, mit der hier gearbeitet wurde.

Wie (leider) schon gewohnt, fehlt auch diesmal wieder jede Erklärung zu den Inhalten der Disketten und so ist das ganze natürlich wenig nützlich. Um diesem Mangel etwas abzuhelfen, hier ein paar Infos:

Die 07/07 enthält ein Demo (Industrial Revolution) von Smash Design (veröffentlicht auf der Breakpoint 2007). [Auf meinem C128D bekomme ich den zweiten Teil nicht zum Laufen, was an der Rechnerkonfiguration oder aber einer defekten Kopie liegen kann.] Zusätzlich hat man noch ein altes Spielchen von Welle:Erdball und drei Beiträge von der letzten Willow-Party (s.u.) auf die Disk gequetscht.

Die 08/07 liefert bei mir vor allem eines: Schrott. Die Disk läßt sich nicht ordentlich lesen.

Die 09/07 enthält auf Seite 1 diverse Grafiken und T-Paint, einen Zoom4FLI-Grafik-Editor. Zudem gibt es ein Spielchen namens Fishbone, das bei mir aber jedesmal abstürzt, wenn man mit dem Gegner zusammenstößt. Seite 2 enthält die Ergebnisse der Grafikcompo der Willow-Party (das ist alles auch in der CSDb zu finden).

6,95 Euro kostet eine Retro#5. Für Retrospielefreaks ohne Systembindung sicher eine lohnende Investition. Das Heft hat Highlights, wie den Bericht zu ScummVM oder einen Artikel zum Film TRON. Leider hat man es nicht geschafft, den Emulator oder TRON-Spiele auf die CD zu brennen. Heft und CD existieren somit bezugslos nebeneinander, anstatt ein harmonisches und sich ergänzendes Ganzes zu bilden.

Als GO64!-Abonnent frage ich mich aber immer noch, warum vier Ausgaben (ein Jahrgang) der Retro für 25 Euro erhältlich sind und mein GO64-Abo 59,64 Euro kostet? Im Go64-Shop werden als Gegenleistung dafür „5 Ausgaben inkl. 4 x CD-ROM + 12 Disketten“ versprochen. Das bedeutet also, es wird ein (1!) zusätzliches Heft geben. Und dieses Heft wird zusammen mit 12 Schlabberdisks den stolzen Preis von 24,64 Euro haben (errechnet aus der Differenz der Abopreise). Mein lieber Scholli! Das nenn‘ ich Inflation.

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SynthieTrax 64: Alpha/Omega

Taxim, bezeichnet sich selber als ein „Experimental Electro-Projekt“. Hinter Taxim steht Axel N. (Alexander Ney) und wie schon der Titel eines seiner Werke (der hier als Namensgeber dieses Blogeintrags dient) vermuten läßt, spielt er Synthesizer-Musik. Unter anderem hat er auch diverse C64-Titel auf diese Weise umgesetzt. Heutzutage nennt man sowas C64-Remix.

SynthieTrax64

Auf der Taxim-Homepage wird in den News (04.09.2007) verkündet: „Für die C64-Freaks unter euch: In der Musik-Sektion steht nun das 2005 Release „SynthieTrax 64: Alpha/Omega“ (inkl. Artwork) zum Download bereit.“

Wer sich also die Klänge von The Last Ninja, Katakis, City Cobra, Giana Sisters und vielen anderen Titeln einer großen Ära in vollem Synthesizersound zu Ohren führen möchte, sollte dieses Angebot nicht ausschlagen. Jedes gesaugte Byte lohnt sich! Neben diesem Album sind noch weitere Musikstücke und Alben verfügbar. Wer sich also für diese Klänge erwärmt, sollte nicht zögern, die ganze Musik-Sektion zu durchstöbern.

Hintergrundinteressierte erfahren näheres über Alex‘ Scenevergangenheit und musikalische Gegenwart in der Biographie-Sektion der Homepage (er war kurze Zeit in den Gruppen Padua und Tempest aktiv), man kann natürlich auch die CSDb bemühen.

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