LOAD-Magazin #5 – ein nettes Osterei!

LOAD-Magazin #5Diese Woche fand ich ein nettes Osterei… im Briefkasten: das neueste LOAD-Magazin (Ausgabe 5) des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V.!

Wie letztes Jahr (Ausgabe 4)  ist die gedruckte Ausgabe vorerst den Vereinsmitgliedern und Spendern vorbehalten und wird dann bei ausgewählten Computertreffen verteilt. Später wird sie in Shops erhältlich sein und ab September auch als PDF im Download.

Meine persönlichen Highlights in dieser Ausgabe beziehen sich auf CBM-Computer. Zum einen gibt es einen Artikel über das 8088-Board für den CBM 700 und zum anderen, ebenfalls zum Thema CBM II wird die Space Chase Story aufgegriffen. Und dann erfährt man noch, warum es ein Fehler war, nicht zur CC 2018 gefahren zu sein. Tja, die leidigen Ternminprobleme.

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Neuland Adé

Artikel 13 ist noch nicht durch! Aber die EU für viele ihrer Bürger (Max Biederbeck auf watson.de)

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Rettet das Neuland

„Rettet das Neuland“ war nur einer der vielen, das Problem auf den Punkt bringenden, Plakat-Sprüche auf der heutigen „Artikel 13“-Demo in Frankfurt. Auch wenn der kritischste Artikel im geplanten EU-Urheberrecht inzwischen die Nummer 17 hat.

„Artikel 17 kleinfalten, anfeuchten und sanft rektal einführen bis er auf alle Zeiten verschwindet“, empfahl daher auch sinngemäß ein entsprechend bebildertes Plakat als passende Maßnahme zur weiteren Behandlung. Wem diese Maßnahme letztlich empfohlen wurde, war unschwer zu erahnen. Mit „Ich VOSS es nicht“, zeigten sich mehrere zurecht entsetzt darüber, dass Teile der Politik nicht begreifen (wollen), dass mit dem geplanten Gesetz die Freiheit von Rede und Kunst dem Kommerz der Rechteindustrie und IT-Großkonzerne geopfert wird.

Natürlich gibt es ein Problem mit dem Urheberrecht im Internet und es braucht eine intelligente Lösung. Das aktuelle Gesetzesvorhaben ist diese Lösung aber nicht. Wenn man die Wahl hat zwischen Urheberrecht und Freiheitsrechten, dann wähle ich als Demokrat die für eine funktionierende Demokratie essentiellen Freiheitsrechte und opfere diese nicht einem Sekundärrecht wie das Urheberrecht.

„Wir sind keine Bots“, riefern weit mehr als 10.000 Teilnehmer in Frankfurt. Noch mehr waren es in Berlin und München. Ob die Rufe in Brüssel gehört wurden? Am 26. Mai ist Europawahl. Wer nicht hören will muss fühlen.

Zum Thema:

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BASIC 10 Liner Contest 2019

Kaum hat das Jahr 2019 begonnen, geht es wieder los mit dem (inzwischen bereits traditionellen) BASIC-10-Liner-Contest. Zwar haben einige etwas Vorsprung, da der Wettbewerb schon seit dem 1. Februar läuft, aber es verbleibt noch mehr als ein Monat, um Beiträge einzureichen, denn der Einsendeschluß ist diesmal am 30. März. Zeit genug, um 10 Zeilen BASIC-Code zu schreiben. Fehlt nur – wie immer – noch eine Projektidee.


Bildquelle: http://gkanold.wixsite.com/homeputerium/kopie-von-basic-10liners-2019

Wie im letzten Jahr sind wieder alle 8-Bit-Systeme zugelassen und alle zeilenorientierten BASIC-Dialekte erlaubt. Weitere Deteils, auch zu den verschiedenen Kategorien des Wettbewerbs, erfährt man auf der 10-Liner-Homepage. Eine Diskussion zum Thema findet sich im Forum64.

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C128 Handbuch: Fehlerliste im C64-Wiki

Gut vier Jahre nach McBacons Fehlerliste zum Handbuch des C128 wurde jetzt ein entsprechender Eintrag im C64-Wiki erstellt. Der Dank für diese Aktion geht an Shmendric und natürlich vor allem an McBacon, aber auch an weitere Wiki-Mitstreiter.

Wer sich ganz allgemein für Gemeinsamkeiten und Besonderheiten im Commodore BASIC interessiert, findet die umfassendste Zusammenstellung über die Commodore 8-Bit BASIC Versionen in Hydrophilics BASIC Encyclopedia. Die hier erhältlichen Informationen sind umfassender (und korrekter) als sie je in einem Handbuch beschrieben wurden.

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Virusalarm aus Indien

Wer kennt sie nicht die besorgten Anrufe vom Microsoft Support, die seltsamerweise in schlechtem Englisch und dazu mit indischem Akzent daher kommen? Mir ist zwar schleierhaft, wie jemand in Deutschland auf die Idee kommen könnte, dass so ein Anruf „echt“ sei, aber das dauernde wiederauferstehen geschlossener Call-Center in Indien zeigt, dass es ein lohnendes Geschäft ist. Leider ist auch mein Name inklusive Telefonnummer bei diesen Verbrechern gelandet und so gibt es immer mal wieder solche Telefonate. Letzte Woche war es wieder so weit.

Dieses Mal hatte ich mir das Vergnügen gegönnt, das Gespräch etwas in die Länge zu ziehen. Vielleicht hilft das ja, und es hört endlich auf, ich habe aber nur wenig Hoffnung; zumindest belästigte dieser Anrufer in der von mir in Anspruch genommenen Zeit keine Unbedarften.

Der Anrufer stellte sich als Microsoft-Support-Mitarbeiter vor, sprach mich mit meinem Namen an und teilte mir mit, dass mein Rechner im Internet ein auffälliges Verhalten zeige. Ich zeigte mich entsetzt. Und schon sollte ich die Machine einschalten. Mein Hinweis, „this is a very old Computer,“ schreckte den Erstkontakthersteller nicht ab. Er fragte nach Internet und Google und ich bestätigte, dass mein Computer ins Internet kann und natürlich kenne ich Google.

Dann wollte er, dass ich die Windows-Taste drücke. Ich stellte mich dumm. Er fragte, ob ich die CTRL-Taste sehen könnte? Klar! Links unten. Daneben sei die Windowstaste. „No,“ erwiederte ich, „there is a big C, a Commodore Key!“ Irgendwie hatte er in der Schule nicht aufgepasst. Nach einigem hin und her wusste er nicht weiter und übergab mich an einen ‚Technician‘.

Der Techniker kannte sich wohl besser aus und fragte, ob ich einen Apple-Computer habe. Habe ich nicht! Eine Taste mit bunter Flagge hatte ich aber auch nicht zu bieten. Dann ließ er mich die Taste drücken, die ich hatte und ein paar Buchstaben eintippen: E V E N T. „I get a SYNTAX ERROR,“ war das von mir an ihn gemeldete Ergebnis. Dann sollte ich es mit dem Browser versuchen. Wieder: SYNTAX ERROR.

Irgendwann landete ich beim „Senior Technician“. Ich betonte nochmals: „This is a very old computer“. Auch meinen Hinweis auf die Einschaltmeldung „Commodore Basic V 2.0“ ignorierte er. Dass mein ‚Desktop‘ blau ist und einen Rahmen hatte war offenbar auch nicht hilfreich. Dann kam ich mit dem Holzhammer: „It is a C 64!“ … keinerlei Reaktion der Erkenntnis. Offenbar wird die Qualität der IT-Ausbildung in Indien maßlos überschätzt.

Da das mit dem Browser und Internet nicht klappte (wir erinnern uns: SYNTAX ERROR), wollte er mir ein eMail senden mit genauen Anweisungen zur Reparatur meines Rechners (ich sollte mir den Trojaner wohl selber installieren). Er wollte dazu meine eMail-Adresse haben.  Die wollte ich ihm nicht geben und so kam er nach einiger Zeit doch dahinter, dass er hinters Licht geführt wurde. „Are you kidding me?“ Er wiederholte es so oft, dass ich nicht umhin kam, es zu bestätigen. Dabei hatte er doch anrufen lassen, um mich zu ver…

Der Kampf gegen diese Halunken wird vermutlich nie enden, aber man kann sich immerhin einen Spaß damit machen, so wie auf Golem (Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt) oder digitech (Wie ich die Telefon-Betrüger in den Wahnsinn trieb) beschrieben. Was mich allerdings beunruhigt, ist die Tatsache, dass die meinen Namen und die Telefonnummer haben…

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Digital Talk 104 und Jahres-CD 2018

Digital Talk 104 Titelscreen (Auszug)
In der Woche vor Weihnachten lag die neueste Digital Talk (Ausgabe #104) im Briefkasten und … wurde im allgemeinen Auf- und Umräumtrubel irgendwo „sicher“ deponiert. So sicher, dass ich sie immer noch suche. Wie gut, dass sie seit dem 24. Dezember auch als Download erhältlich ist. Natürlich wieder mit Diskhülle zum Selberbasteln und mit dem Coverblatt als PDF.

Auch wieder im Angebot: die diesjährige DT Jahres-CD [… Archiv rund um die Digital Talk und der Commodore 64 Szene. Alle Ausgaben, alle Demos, Tools und freien Spiele – dazu Vollversionen, viele Infos, Goodies, uvm. …]. Eine Vorbestellung ist erforderlich bis zum 31.12.2018. Da heißt es: spute sich wer kann. Ich habe meine Bestellung jedenfalls schon mal auf den (digitalen) Weg gebracht.

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Aus und vorbei mit der CeBIT

Nach 33 Jahren Eigenständigkeit hat die Deutsche Messe AG heute das Ende der CeBIT verkündet. Die CeBIT-Webseite mit der entsprechenden Pressemeldung ist natürlich noch erreichbar, fragt sich allerdings wie lange noch. Die CeBIT startete bereits 1970 in der neuen Halle 1 als Centrum der Büro- und Informationstechnik und integraler Teil der weltgrößten Industriemesse, der Hannover-Messe, und verselbständigte sich 1986, da der Flächenbedarf anders nicht mehr gedeckt werden konnte (CeBIT wurde neu interpretiert als: Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation). Nach dem Rekordjahr 2001 war allerdings ein erst langsamer doch sich ständig beschleunigender Niedergang zu beobachten.

Berichte zum überraschenden Ende der einstmals größten IT-Messe der Welt finden sich in vielen Medien. Der NDR titelt „That’s IT: Cebit macht dicht“ und liefert dazu auch eine Bilderstecke. Das erste Bild zeigt einen C64 (allerdings mit eindeutig inhaltlich falschem Bildtitel, den die Aufnahme stammt offensichtlich nicht aus einem Kaufhaus).

Fotostrecke zur CeBIT (NDR)

Eine kurze Fotostrecke zeigt auch die Süddeutsche Zeitung und die Wirtschaftswoche kann sogar mit alten schwarzweiß Bildern aufwarten. Das ganze hat auch schon, da kann der gute alte Brockhaus sowenig mithalten wie die Encyclopædia Britannica, seinen Weg ins Wikipedia gefunden. Dort jagte heute ein Textupdate das andere.

Was bleibt sind Erinnerungen

Ich erinnere mich noch an die Zeit Ende der 70er und Anfangs der 80er als ich regelmäßiger Besucher der Messe war (ja, so alt bin ich schon). Dort habe ich CBM-Rechner mit Floppys und Festplatten bestaunt, später fasziniert den Sharp MZ-80A um seinen Zeichensatz beneidet (da ich inzwischen einen CBM 4008 hatte, der keine kleinen Männchen auf den Bildschirm brachte), anschließend den VC20 als Spielzeug ignoriert, die ersten tragbaren CP/M-Rechner als uninteressant abgetan (ohne BASIC unbrauchbar), auf den ausgestellten PCs leere Textdateien namens „virus.exe“ erzeugt, den Amiga (später Amiga 1000) bestaunt, mich in den C128 verliebt (da der Amiga vieeel zu teuer war) und auf fabrikfrischen Apple Lisa-Rechnern das Malen mit der Maus (welch Graus) ausprobiert. Das Ende der Homecomputer-Ära ließ auch mein Interesse an der CeBIT schwinden. PCs, PCs, PCs. Und was danach kam war noch schlimmer (natürlich nur aus meiner eingeschränkten Sicht heraus). So hält sich die Wehmut letztlich in Grenzen.

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Digital Retro Park – Museumseröffnung

Die letzte Stufe, bevor man das Foyer und Bistro des Digital Retro Park Museums betritt, verkündet: „Another visitor! Stay awhile… stay forever!“. Ganz so viel Zeit hatte ich am letzten Samstag leider nicht mitgebracht, aber da man in diesem Museum alle ausgestellen Computer auch benutzen darf (und soll) ist es sicher kein Problem hier von Eröffnung bis Schließung der Pforten den Tag zu verbringen. Das geht bisher nur Samstags von 11.00 bis 17.00 Uhr, doch sollen die Öffnungszeiten, der in der Offenbacher Fußgängezone liegenden  Ausstellungsräume zukünftig ausgedehnt werden.

Stay Forever!

Als Sponsor aus der Crowdfunding-Kampagne hatte ich die Möglichkeit, schon kurz vor der Eröffnung einen Blick auf die Exponate zu werfen und nutzte das für meine Photos. Das erklärt, warum auf meinen Bildern die Räume menschenleer sind (noch mehr erklärt sich das aus der neuen DSGVO). Das Museum belegt mehrere Räume in der ersten und zweiten Etage eines Geschäftshauses in der Frankfurter Straße. Vom Eingang mit der Sponsorentafel geht es eine geschwungene Treppe hinauf zum Foyer und Bistro. In den Räumen dieser Etage werden die Videospielklassiker gezeigt. Eine weitere geschwungene Treppe höher, die Wand ziert eine Zeitleiste der Computerentwicklung,  sind Räume für Sonderausstellungen wie die über 35 Jahre C64 und zur Entwicklung der Demoszene.

Zur feierlichen Eröffnung bei Sekt und Selters, Snacks und Häppchen drängten sich kurz nach 11 schließlich über 50 Besucher und Freunde des Museums im Foyer, um der Eröffnungsrede des Vorsitzenden zu lauschen und um endlich die Räume in Augenschein nehmen zu können. Verschiedene Aktionen wie Pixelperlen bügeln, Livemusik, ein Kindertisch mit Ausmalbildern und Führungen rundeten das Programm ab.

Digital Retro Park
Museum für digitale Kultur
Frankfurter Strasse 13-15
63069 Offenbach am Main
Geöffnet jeden Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr.

Links:

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Offenbach: Museum für digitale Kultur

Vor einiger Zeit erreichte mich eine Mail mit dem Titel „Was lange währt, wird endlich Museum!“. Es war das Einladungsmail zur Eröffnung des Museumsprojekts des „Digital Retro Parks„. Wer dieses Blog schon länger verfolgt (also wohl nur meinereiner) wird sich noch an das Jahr 2014 erinnern, wo ich hier schon über die Crowdfunding-Kampagne berichtete, die das Museum finanziert. Wer will findet hier auch noch ein paar andere Erwähnungen dieses Projekts.

Nach vier Jahren ist jetzt aus der Fiktion endlich Realität geworden. Weiter im Text heißt es:

Die mehrjährige Suche nach einem Standort für das Museumsprojekt des Digital Retro Parks hat endlich ein Ende gefunden: Im Sommer wurde ein Mietvertrag für ca. 200qm im Herzen von Offenbach unterschrieben. Die letzten Monate wurden verwendet, um die Räume in Schuß zu bringen, um das Museum aufleben zu lassen. Dies soll jetzt gemeimsam mit euch gefeiert werden!

Der Digital Retro Park eröffnet offiziell am 13.10.2018 ab 11:00 Uhr seine Tore und würde sich freuen, euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

Es wird kleine Überraschungen geben, dazu passende Livemusik und ein paar weitere Dinge, an denen noch gefeilt wird 

Das Projekt wurde ausgezeichnet und gefördert im Rahmen der Crowdfunding-Initiative “KulturMut” der Aventis Foundation.

Einladung: Digital Retro Park Museum
Weitere Infos zum neuen Museum gibt es im Digital Retro Park Blog.

Da ich damals die Crowdfunding-Kampagne unterstützt hatte, erhielt ich auch noch eine zweite Einladung. Tja, doppelt hält besser. Da kann ich wohl kaum umhin, am Samstag nach Offenbach zu fahren…

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