12.5.2012 von wte.
Den C64 (oder andere Homecomputer) als Requisit oder in Zitaten in diversen Filmen und TV-Sendungen zu entdecken, ist ein beliebtes Spielchen, dem auf den Webseiten des Dienstgstreffs oder im Forum64 gefrönt wird. Heute habe ich auf dem DVD-Recorder folgendes entdeckt:

Psych - Comeback mit Opfer (USA 09), Sendetermin: Dienstag 8. Mai 22.15 h auf RTL.
Auf dem Video-Schnipsel (37 sek, 3MB; © NBCUniversal) sind neben dem Commodore64 noch einige andere historische Geräte zu sehen. Vom C64 selber sieht man eigentlich nur den Commodore-Monitor und ein paar Tasten oben links. Das Bild auf dem Monitor ist zudem extern eingespielt und stammt nicht vom C64 (man beachte dazu den Text im oberen Border) wobei die Hintergrundfarbe leidlich gut getroffen wurde. Was der Requisiteur mit “READY”, “LOAD”, “SYNTAX” vermitteln wollte, wird aber wohl sein Geheimnis bleiben.
Die gezeigte Szene ist der Beginn der 7. Folge aus der 4. Staffel und ist eine Rückblende in das Jahr 1989. Der hier etwa elfjährige Protagonist, Shawn Spencer, befindet sich mit seinem Vater in einem Kaufhaus und interessiert sich für einen Homecomputer. Sein Vater erklärt jedoch Computer für eine “vorübergehende Modeerscheinung” und offeriert was “Vernünftiges”: einen Detektivexperimentierkasten!
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2.5.2012 von wte.
Zum diesjährigen Vintage Computer Festival Europe (VCFe) in München gibt es einen gut geschriebenen Artikel auf Telepolis: Retrotopia. Den ersten Preis der Publikumswertung hat wieder das Team der HomeCon errungen. Jede Menge Bilder vom 13. VCFe gibt es auf der OldBits Homepage. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr auch mal zu den Bazis fahren…
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21.4.2012 von wte.
Die Commodore 128 4k Game Coding Competition 2011 im Forum auf commodore128.org wurde zwar bereits am 1. April 2012 offiziell beendet, doch wird sich die Veröffentlichung etwaiger Beiträge noch hinziehen. Allerdings kann man bis dahin schon mal MOOB ausprobieren. Es handelt sich dabei mehr um ein ausbaufähiges Spielgerüst, ein “proof of concept”, als um ein fertiges Spiel. Trotz diverser Beschränkungen und vieler Tricks passte das Ganze nicht in 4kB und so hat Hydrophilic das Spielchen (in einer 6kB-Version) außer Konkurrenz veröffentlicht.
MOOB bietet folgende Funktionen: ein schnelles und einfaches 3D-Labyrinth; 40 Spalten (1 MHz) oder 80 Spalten (2 MHz) Bildschirmanzeige; wahlweise Joystick oder Tastatureingabe; identisches Timing auf NTSC und PAL Systemen (bei Verwendung der Steuerung mit Joystick). Das Labyrinth wird direkt auf Basis von Programmdaten aus dem BASIC high ROM berechnet.

Das Szenario des Labyrinthspiels wird im Begleittext wie folgt beschrieben (übersetzt aus dem Englischen): “Du bist ein Elektron im BASIC ROM des Commodore 128. Navigiere durch den Code im Silizium, um einen Ausgang (einen RTS Opcode) zu finden, ohne dich durch diverse Schleifen und Sprünge verrückt machen zu lassen. Wenn Du einen Ausgang durchschreitest, erfolgt ein Quantensprung in einen höheren Level im Code (es gibt kein Zurück zu einem niedrigeren Level). Die Grundfläche (Codegröße) wächst mit jedem neuen Level was die Sache bei fortschreitendem Spiel zusehends erschwert.“
Download über Commodore128.org oder hier: MOOB: ZIP mit D64, Infos und Quelltext
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19.4.2012 von wte.
C64-Textadventures - uralter Kram? Weit gefehlt! Schon seit einigen Jahren publiziert Eway 10 Software eine Reihe von Spielen diesen Genres auf Daten-Kassetten. Jetzt gibt es zusätzlich alles auf Diskette und in limitierter Auflage auch als “Games Complilation”. Für diese sogenannte Gold-Version wurden die Spiele überarbeitet und erweitert. Einen Vorgeschmack gab es auch als Dreingabe in der letzten Digital Talk.

Ich habe mir das volle Programm gegönnt und heute lag es im Briefkasten. Natürlich habe ich gleich mal das erste Adventure, Die Höhle, angespielt und saß nach einer halben Stunde immer noch vor dem Eingang fest. Es ist eine totale Umstellung von heutigen Spielen zu diesen neuen “Klassikern”. Das hält mich aber nicht auf. Es wird schon noch werden, denn Übung mach den Meister!
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17.4.2012 von wte.
Der Tod von Jack Tramiel hat die Aufmerksamkeit der Medien - einmal mehr in diesem Jahr - auf den C64 gelenkt. Auf der Suche nach einer passenden TV-Story wurde Frank Erstling, Herausgeber des RETURN- Magazins, angesprochen und um ein Interview gebeten. Wie heute üblich, musste dabei alles sehr schnell gehen, denn nichts ist älter als die Schlagzeile von Gestern.
Folgender Text (Auszug) ist dem zugehörigen Thread im Forum64 entnommen (11.04.2012):
| Gestern Nachmittag, 16.34 Uhr (!). Das Telefon klingelt. “Hallo, mein Name ist Dominik Müller-Russell vom ZDF. Sie sind Herausgeber eines C64-Magazins?” “Äh, nein, Herausgeber eines Retrocomputer-Magazins.” “Okay, keine C64?” “Doch, natürlich geht es auch um den C64….” “Wir möchten eine Sondersendung anlässlich des Todes von Jack Tramiel machen, hätten Sie Zeit?” “Mhm. Wann denn?” “Nunja, jetzt. Wir sind praktisch auf dem Weg zu Ihnen.” “Äh.. Bittewas??” “Ja, das wird heute noch gesendet. Könnten Sie so 4-5 Leute dazuholen, die im Hintergrund an Computern spielen?” “Wo soll ich die denn jetzt mal eben herbekommen?” |
Nach dem ZDF meldete sich auch noch ein lokaler Sender: Center-TV (Empfang via Internet und lokale Kabelnetze). Dieser Beitrag ist etwas länger:
Diese beiden Interview-Anfragen geben einen Hinweis auf den zunehmenden Bekanntheitsgrad des RETURN-Magazins. Es ist zwar nur so eine Vermutung, aber ich schätze, der Stand der RETURN auf der GamesCom könnte dabei eine gewichtige Rolle gespielt haben.
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15.4.2012 von wte.
So, letztendlich habe ich es doch noch geschafft! Einen Großteil des heutigen Sonntags habe ich vor dem Rechner verbracht und mir die aktuelle Digital Talk reingezogen. Das wurde auch Zeit, denn inzwischen gibt es sie ja schon als Download für jederman.
Neben einigen News, denen ich dann teilweise im Internet nachgegangen bin, hat mich natürlich besonders der Beitrag zum C128 in der Rubrik Computer Szene gefallen. Therun stellt in seiner Kolumne “Therun’s kleine Commodore Welt” fest, dass der C128 etwas besseres verdient hat als “GO64″. In einem kleinen Tutorial beschreibt er die Vorzüge der “Sprite-Programmierung in BASIC 7.0 mit dem C128″.
Aus gegebenem Anlass kam ich selbstverständlich an Taxims Interview mit Schlonkel über TLC5 (ursprünglich erstellt für die inzwischen leider eingestellte Tiger Disk) nicht vorbei und wegen anderer Affinitäten konnte ich mir auch Muggs Hintergrundinfos zum HomeCon-Radiointerview mit HR1 (30 Jahre C64) nicht entgehen lassen.
Der gleiche Grund ließ mich auch aus der Vielzahl der Party- und Meeting-Berichte in der Party-Corner speziell Muggs Beiträge über die HomeCon und die VCFe in München herauspicken. Zum Abschluss habe ich mir dann noch die diversen Rezensionen in der Games Corner gegönnt. Tja, es war eine Menge Text!
Wie bereits gestern berichtet, ist das Cover (von Telespielator) dem Forum64 gewidmet. Hier nun der Scan der Diskettenvorderseite (auch im Großformat):

Für nicht-Eingeweihte hier nun eine kurze Erklärung der Einzelbilder (im Uhrzeigersinn, beginnend auf der Zwölf): ein Kuchen mit Kerzen (das war nicht schwer zu erkennen) +++ Besuch der DoReCo (Dortmunder Retro-Computerteffen) - Infos gibt’s im Forum +++ Hardwarereparatur (für manche der wahre Grund zu einem Computertreffen zu fahren) +++ “Choplifter“, die universelle Antwort auf beliebige Fragen (ein Running Gag im Forum64) +++ Zoff mit, über und um einen Sauhund +++ ein typischer Dachbodenfund! (Berichte über die Rettung “vergammelter” Rechner sind allseits beliebt!) +++ ohne Kommentar +++ Mißverständnisse in Beziehungen (man weint sich aus) +++ echte Fans +++ “Willst’e Rose kaufen?” - äh nee, falscher Film! - Richtig: “Ey, Du, willst Du Software kaufen?” (die Zeiten sind vorbei, liegt doch alles irgendwo im Netz!) +++ Blah, blah, blah - das muss die Laberecke sein +++ Spiele (das Thema hätte man hier jetzt nicht erwartet - oder?). Und so schließt sich der Kreis.
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14.4.2012 von wte.
Die aktuelle Digital Talk (#94) liegt ja jetzt schon ein paar Tage bei mir herum. Zeit genug, um sich auch mal die Diskettenhülle etwas genauer anzuschauen. Diese wurde wieder von Telespielator gestaltet.
Thema des Designs: das zehnjährige Bestehen des Forum64. Während die Vorderseite ein nachträgliches “Happy Birthday” verkündet (dazu morgen vielleicht mehr) findet man auf der Rückseite ein Rezept für einen Geburtstagskuchen. Da dieses sicher auch für andere Ereignisse geeignet ist, habe ich hier zusätzlich einen großformatigen, besser lesbaren Scan eingestellt. Guten Appetit!
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13.4.2012 von wte.
Heute kam ich wieder nicht dazu, mir die Digital Talk vorzunehmen, lag da doch ein Päckchen mit “The Lost Caves 6 - For A Fistful Of Diamonds” von Schlonkel im Briefkasten. Wie immer vollkommen kostenfrei, aber erstmals gleich mit Lösungs-DVD (Schande über mich, aber die hatte ich eher im PC als die Diskette im C128) und als Zugabe noch ein schöner C64-Aufkleber:

“The Lost Caves” ist eine Reihe von inoffiziellen Fortsetzungen der C64-Version von Boulder Dash (First Star Software, 1984). Die Abgabe erfolgt vollkommen kosten- und portofrei. Weitere Infos zu TLC6 gibt es auf der TLC-Homepage und im Forum64. Die Ausgabe in der Jewel-Box ist streng limitiert. TLC gibt es auf der Homepage aber auch als D64-Imagedatei zum Download.
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12.4.2012 von wte.
In der aktuellen Lotek schreibt Stefan Egger in einem recht lesenswerten, vier Seiten umfassenden Artikel über den Commodore 65, seine Besonderheiten und Prototyp-Varianten. Er beginnt dann allerdings sein abschließendes Fazit mit dem Satz “Der C65 wäre in meinen Augen der bessere C128 gewesen.” Kann man das so stehen lassen?
Schon der rein technische Vergleich unter Auslassung rechnertypischer Besonderheiten wie einem zweiten Prozessor (Z 80) und CP/M-Fähigkeit beim Commodore 128 fällt zwiespältig aus. Der C128 hat die höhere Kompatibilität im C64-Modus, bietet aber weniger Zusatznutzen im Nativen-Modus (langsamerer Prozessor, geringere Grafikfähigkeiten):
| Computer | C128 (D) | C65 |
| Produktionsmenge | ca. 4.000.000 (in Serie) | < 1000 (nur Prototypen) |
| Baujahr |
1985 | 1991 |
| CPU | 8502 | CSG 4510 |
| Taktfrequenz | 2 MHz | 3,54 MHz |
| CPU-Befehlssatz | 6502 | 65CE02 |
| RAM (on Board) | 128 KB | 128 KB |
| Sound | 1 SID (Mono) | 2 SID (Stereo) |
| Graphic-Chip(s) | VIC IIe, VDC | VIC III (CSG 4567) |
| Auflösung (non-interlaced) | 320×200, 640×200 | 320×200 - 1280×200 |
| Auflösung (interlaced) | 640×400 | 320×400 - 1280×400 |
| Auflösung (maximal) | 720×700, 640×720 | unbekannt |
| Textmodus | 40×25, 80×25 | 40×25, 80×25 |
| Farben | 16 | 256 (von 4096) |
| C64-Kompatibilität | >> 95 % | 60 - 70 % |
| Expansionport | C64-kompatibel | inkompatibel |
| Standard Floppy (Unit 8) | 5,25″ | 3,5″ |
Doch ist dieser Vergleich wirklich zulässig? Zwischen der Entwicklung des C128 und dem C65 liegen 6 Jahre. Das sind in der Mikroelektronik fast schon Äonen. Der C128 war nicht von ungefähr eine hochkomplexe Maschine. Ein hochintegrierter C65 im Jahre 1985 wäre sicher ein phantastischer Computer gewesen, aber die Entwicklung der entsprechenden Chips war damals technisch noch nicht möglich. Im Jahr 1991 hingegen gab es bereits leistungsfähigere Systeme (Amiga).
Zudem ist die Zielgruppe beider Rechner unterschiedlich. Das zu vergessen ist ein Fehler, der auch Häufig begangen wird, wenn der Erfolg des C128 im Vergleich zum C64 bemessen wird. Der C64 und sein (als konsequente Weiterentwicklung) potentieller Nachfolger der C65 waren als Spielecomputer konzipiert. Der C128 hingegen sollte den professionellen Markt bedienen (so war auch die Werbung ausgerichtet). Deshalb CP/M und deshalb ein 80-Zeichen-Modus. Dass beides etwas halbherzig umgesetzt wurde, ist dabei ein anderes Kapitel. Die C64-Kompatibilität war beim C128 “nur” eine (wichtige!) Dreingabe, um sofort auf einen großen Pool an Software zurückgreifen zu können. Der C128 hat, im Gegensatz zu vielen anderen Erzeugnissen aus dem Hause Commodore (264er Serie, CBM II, C65), seine Entwicklungs-, Herstell- und Vertriebskosten eingespielt und steht somit in einer Reihe mit dem PET, VC20, C64 und Amiga.
Natürlich ist es ein interessantes Gedankenexperiment, sich vorzustellen, was aus einem C128 geworden wäre, wenn man (a) um Komplexität zu vermeiden auf CP/M verzichtet, (b) einen (fiktiven) 8502 B mit 4 MHz und (c) einen VIC III (und sei es nur in einer Graphik-Auflösung von 640×200 in 256 Farben) für die 80-Zeichen-Darstellung eingesetzt hätte? Und das alles im Jahr 1985 … ein schöner Traum!
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11.4.2012 von wte.
Wenn der Postmann (endlich) zweimal klingelt, dann bringt er nicht nur das Heft #40 der Lotek64 (auch als Download erhältlich) sondern zusätzlich noch die neueste Digital Talk! Da ich soviel Retrofutter an einem Tag nicht bewältigen kann, muss ich die Ausgabe #94 der DT erstmal zurückstellen und mich mit der Lotek befassen.
Wenn man das Heft durchblättert, muss man zuerst einmal tief Luft holen. Und noch jetzt ringe ich nach passenden Worten. Huh! Wow! Yeah! Zugegeben, das klingt weder gewählt noch intellektuell, trifft aber genau den Kern.
Der C64 wird 30. Die Lotek hat darum herum nicht nur eine Titelstory sondern ein ganzes Heft aufgebaut. Das C64ste Heft seit langem (da habe ich wohl ein neues Adjektiv im Superlativ erfunden). So sollte ein CeVi-Magazin aussehen! Da verzeiht man auch, dass bei meiner Ausgabe eine Heftklammer fehlt ;-)
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