Monatsarchive: November 2007

H&E, der 4. Tag: Schlussakkord

Sonntag, 17.30 Uhr. Die Show neigt sich dem Ende entgegen und die Hallen leeren sich so langsam. Die Händler drehen nochmal die Boxen auf und ihre gebrüllten Angebote hallen an den Hallenwänden wieder, um sich mit dem allgemeinen „Bum, Bum“ aus diversen Musiklautsprechern zu einem wahrhaft höllischen Geräuschinferno zu vereinigen.

Am „Basteltisch“ sitzen Skern und NLQ und rätseln gemeinsam über die jeweiligen Fehler in ihrer IEC2ATA-Software. Mein Plotprogramm hat englisch gelernt und ja, die Mechanik des 1520 lebt noch.

Skern und NLQ HPGL-Grafik auf dem Graphic Booster 1520 Plotter Stapelrekord

Beim Gewinnspiel wurde gerade die letzte Commodore-Jubiläumstasche unters Volk gebracht und im Verlauf des Tages wurde – inoffiziell – ein neuer Weltrekord im Diskettenstapeln aufgestellt. Jogi schaffte vier Ebenen, was 53 cm entspricht, bevor das Kunstwerk (nach dem „Fototermin“) dann doch in sich zusammensackte.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, wenn man sich auch mehr Besuch aus der Szene erhofft hatte. Schade, denn eine Wiederholung des 25-jährigen Jubiläums wird es nicht geben und das 50-jährige werden die meisten wohl im Altersheim feiern müssen.

Links auf weitere Berichte:
1. Tag: Erster Tag der H&E 2007 | Das 25-Jahre-C64-Paket
2. Tag: H&E, der 2. Tag: Warmlaufphase
3. Tag: H&E, der 3. Tag: Messetrubel | Gelb und Grün

Nachtrag (22.11.2007):
Bilder von der Messe gibt es hier: http://sport-moeller.de/c64/HuE/HuE2007/
und natürlich auch auf C128.Net: http://www.c128.net/album/he2007/index.htm

Nachtrag (26.11.2007):
Weitere Bilder (von Dirk Ragoß): http://www.c128.net/album/he2007r/index.htm

Nachtrag (12.12.2007):
Und noch mehr Bilder (von Oliver): http://www.c64page.de/DATEN/HE07/H&E-2007.html

Nachtrag (09.11.2008):
Messebericht (sollte in die cevi-aktuell): http://www.c128.net/articles/he2007.htm

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H&E, der 3. Tag: Messetrubel

Nach überstandenem Bahnstreik fanden heute die Massen den Weg zur Messe vor den Toren Stuttgarts. Teilweise war in den Gängen kein Durchkommen mehr. Auch am Stand der CCL war der Andrang beachtlich.

Gedränge vor dem Stand der CCL

Dirk (Skern) bastelt immer noch an einem Betriebssystem für das IEC2ATA. Im Augenblick zerlegt er gerade mal wieder das Filesystem, um es kompatibler zu gestalten. Prof. PI² sitzt zudem an der Anleitung zum Flaschen des IEC2ATA und plant dieses „Was ich schon immer über das Flaschen wissen wollte, aber nie zu fragen wagte“ schon bald ins Netz zu stellen.

Derweil habe ich einen halbwegs funktionsfähigen Commodore 1520 Printer Plotter aktiviert und erweitere mein C128-Programm zur Anzeige von HPGL-Daten mit dem Graphic-Booster um eine neue Funktion zur Ausgabe der Daten auf den Commodore 1520. Ich hoffe nur, die Mechanik hält den Dauerstress durch…

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Gelb und Grün

Wenn einer eine Reise tut, … Die „Nebenwirkungen“ einer Computermesse sind vielfältiger Natur. Die CCL-Crew übernachtet in der Jugendherberge (JuHe) Tübingen (nein, wir schlafen nicht unter den Tischen in der Messehalle) und fahren daher über die B27 zur Messe und zurück und abends geht’s dann gepflegt zum Essen in ein Restaurant. Was das mit der Überschrift zu tun hat? Lesen Sie einfach weiter…

Gelbe Zitronen

Donnerstag beim Mexikaner: Warum wird hier Cola mit einer halben Zitronenscheibe im Glas serviert? Wenn ich Zitronenlimo gewollt hätte, hätte ich welche bestellt. Während S.B. seinem Laster fröhnt und im Räucherabteil der Gaststätte verschwindet, versuchen wir das Zitronenproblem zu lösen. Mit der Gabel rausfischen und mittels Hebelkatapult aus Gabel und Glasrand quer durch den Raum schießen? Einem anderen Gast in die Jackentasche stecken? Ist hier kein Blumentopf? Aber da steht ja auch noch das Bier von S.B. – Bier mit Zitrone? Wer hätte gedacht, dass das allgemeinen Rauchverbot in Gaststätten so schwerwiegende Probleme mit sich bringen könnte? Die früher stets verwendete Beseitigungsmethode steht nicht länger zur Verfügung: es gibt keine Aschenbecher mehr.

Grüne Polizisten

Freitag, nach unserem (schon fast rituellen) Besuch beim Japanesen in Stuttgart – auch hier wieder: Zitrone in der Cola (es scheint eine regionale Unsitte zu sein) – ging es zurück nach Tübingen. Doch dann: Blaulicht, Stau, Unfall (ein übler Unfall). Ausgerechnet direkt vor uns meinte die Polizei, dass jetzt eine Vollsperrung erforderlich sei. Dann konnte man effizientes Unfallmanagement erleben. Anstatt zum Besen zu greifen (es hätte da auch sicherlich einige Freiwillige aus der Schar der genervten Autofahrer gegeben), trafen erstmal weitere Polizeifahrzeuge ein. Deren Besatzung griff aber auch nicht zum Besen sondern diskutierte mit den anderen Polizisten den Unfallhergang oder saß im warmen Polizeifahrzeug herum. Nach etwa einer Stunde kam dann ein Abschleppwagen und damit auch ein armer Kerl mit ADAC-Glühwürmchenjacke, der dann den ganzen Kram wegfegen durfte, während ein knappes Dutzend Polizisten in der Gegend herumstand (na gut, einer hat aufgepasst, dass er auch alles restlos wegfegt). Nach eineinhalb Stunden, wir saßen schon auf heißen Kohlen, denn die JuHe schließt um 24:00 Uhr, ging es endlich weiter.

Aber das war’s noch nicht gewesen! Etwa einen Kilometer vor der JuHe: Polizeikontrolle! „Führerschein, Fahrzeugpapiere, …“, zum Glück alles kein Problem, „Sind das alles Ihre Vornamen?“ „Äh, ja, seit meiner Geburt.“ Leuchten die Lampen? Profil auf den Reifen? Da habe ich, nach über 25 Jahren Führerschein, ausgerechnet in dieser Nacht die erste Polizeikontrolle meines Lebens. Als wir an der JuHe ankommen, ist es genau fünf vor Zwölf und natürlich kein Parkplatz mehr frei. Aber immerhin, gerade noch geschafft und so müssen wir nicht draußen unter einer Brücke schlafen.

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H&E, der 2. Tag: Warmlaufphase

Nachdem gestern kaum was los war auf der H&E und die wenigen wirklichen Schnäppchen von den frühen Vögeln weggepickt wurden, kamen heute deutlich mehr Leute zur Messe. Doch letztlich ist auch das nur die Ruhe vor dem Sturm, denn die Besucherzahl sollte sich morgen und übermorgen noch deutlich steigern lassen.

Auf dem Stand der CCL stieg heute wieder jede Stunde ein Gewinnspiel. Der Hit ist und bleibt dabei das Diskettenstapeln. Wir haben inzwischen einen „Weltrekord“ von drei Etagen erreicht. Auch Enno (CoSoWi) von der Go64! hat sich bei diesem Spiel versucht und kam immerhin auf zwei Etagen. Die Gewinner konnten jeweils eine Commodoretasche einheimsen.

Weltrekord im Diskettenstapeln Enno versucht es auch …

Dirk (Skern) bastelt derweil fleißig an der Software zum IEC2ATA V2 und hat mal wieder so einige Bugs zerquetscht. Leider gibt es noch einen ganzen Haufen von diesen lästigen Viechern, so dass er auch die verbleibenden Tage gut zu tun haben wird.

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Das 25-Jahre-C64-Paket

Nur auf der Hobby & Elektronik: Das 25-Jahre-C64-Paket! Wer schnell genug ist, kann es abgreifen. Für nur 10 Euro und nur solange der Vorrat reicht, gibt es das 25-Jahre-C64-Jubiläumspaket bestehend aus: 25-Jahre-C64-Stofftasche, CCL-Jubiläums-CD und 25-Jahre-Jubiläumsaufkleber.

25-Jahre-C64-Paket

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Erster Tag der H&E 2007

Heute ist der erste Tag der Hobby & Elektronik in Stuttgart. Das Internet für die Computerclubs schneckt nur so vor sich hin, dass man kann den einzelnen Bits zusehen kann, wie sie durch die Kabel krabbeln. Ab und an fallen sie auch in irgendein Loch und verschwinden auf nimmerwiedersehen.

Die H&E findet dieses Jahr erstmals im neuen Messezentrum am Flughafen statt. Der alte stadtnahe Messestandort am Killesberg wurde aufgegeben. Die Messegebäude sind modern und zugig. Die Bürokratie hier auf der neuen Messe ist nervtötend. Das begann schon mit der Anmeldeprozedur am Messetag (im starken Schneetreiben). Da die Messegesellschaft nahezu jede Kleinigkeit an irgendwelche Firmen outgescourced und damit jede Improvisationsfähigkeit verloren hat, ergeben sich für die Computerclubs diverse Schwierigkeiten. Ein eigenes Festnetzwerk ist nicht mehr zulässig, der Ersatz, das WLAN, ist total überlastet. Das Aufhängen einer Fahne an der Decke kostet 145 Euro (nur dafür, dass sie dort hängen darf, ein Hubwagen zum montieren darf nochmal mit 300 Euro die Stunde bezahlt werden…). Der Irrsinn treibt seltsame urstände.

Mesehalle #6 - Hobby & Elektronik

Die H&E ist von letztjährig noch sechs (kleinen) Hallen auf eine (große) zusammengeschrumpft. Die Ausstellungsfläche dürfte also deutlich abgenommen haben. Die Clubs bieten ihr Programm wie in den Jahren zuvor an. Für die Commodorefans sind der Stand der GO64! und der Commodore Connection Line (CCL) intertessant. Zu Gast auf dem Stand der CCL ist der Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V., der wegen der in diesem Jahr knappen Ausstellungsfläche keinen eigenen Standplatz erhalten hatte.

Am Stand der CCL gibt es stündlich kleine Wettbewerbe im Diskettenstapeln, SID-Sound-Erkennen oder Tanzmattenhüpfen. Als Preise winken Commodore-Jubiläumstaschen und andere kleine Preise. Wer möchte kann auch die CCL-25Jahre-C64-Jubiläums-CD zum symbolischen Preis von 1 Euro erstehen (in 25Jahre-C64-Aufkleber ist inklusive).

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64er CD 2/2007

Die 64er, gibt’s die denn noch? Ja, nee, nicht wirklich, aber irgendwie doch. Auch nach sieben Jahren gibt es noch zweimal im Jahr für die alten 64er-Abonnenten zusammen mit der PCgo! eine 64er-CD. Was den Schluss zuläßt, dass es noch einige Dutzend (oder mehr?) davon geben muss, denn für eine Handvoll Leute lohnte sich der Aufwand nicht.

Logo der 64er Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Die Ausgabe 2/2007 lag zusammen mit der PCgo! im Briefkasten. Also habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und auf der CD herumgestöbert.

Leider sind die Erläuterungen zu den einzelnen Rubriken (demos / tools / games / info / pc / music) sehr knapp gehalten (sie sind schlichtweg nicht vorhanden) und folglich nicht sehr hilfreich. Die einzelnen D64-Files, ZIP-Archive oder EXE-Dateien wurden einfach in die passenden Verzeichnisse „geklatscht“ und fertig. Zu manchen Programmen und Dateien haben die jeweiligen Ersteller Infodokumente erstellt. Seitens des CD-Erstellers wurden keine Hinweise oder Erläuterungen beigefügt. So darf man sich also auf gut Glück durch die Archive und D64-Files hangeln und in Eigeninitiative herausfinden, ob was interessantes dabei ist. Bei soviel „Service“ kann man sich die Dinge gleich selbst aus dem Internet ziehen (denn nur von da stammen sie ja her). Das hätte zudem den Vorteil, dass man dort in der Regel auch noch ein paar erläuternde Worte der Programmierer findet.

Natürlich enthält die CD viele „Wiederholungen“, speziell was die PC-Tools betrifft. Und ja, auch diesmal wieder ist ConGo 5 auf der CD (viele Grüße an MM). Dann gibt es diverse Demos von den letzten Partys und eine Sammlung von Disk- und PDF-Magazinen (die man auch besser strukturieren könnte). Überhaupt ist die Sorgfalt bei der CD-Erstellung suboptimal. So gibt es ein File zweimal, jeweils unter anderem Namen.

Nach einigem Suchen habe ich aber doch etwas gefunden, was mir bisher entgangen war und das auch in der Anleitung zum Programm nicht erwähnt wurde (gut, wenn man die Change-History liest). 64copy kann in der neuesten Version 4.30b3 jetzt auch mit D2M-Images (für FD2000-Disks) umgehen – für mich ein lange gehegter Wunsch. Da hab ich das Programm doch gleich von der CD aus installiert.

Braucht man also diese CD? Wenn man über DSL verfügt: nein, zumal die Aktualität zu wünschen übrig läßt (auf der CD ist noch VICE 1.21 statt der aktuellen Version 1.22 enthalten). Wer nur ein Modem hat, spart sich den langen Download (insgesamt sind 330MB Daten auf der CD). Doch in jedem Fall bleibt einem, wegen der fehlenden Erläuterungen, die Suche nach den Quellen der Programme im Internet nicht erspart, will man mehr über deren Funktion erfahren.

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