Gelb und Grün

Wenn einer eine Reise tut, … Die „Nebenwirkungen“ einer Computermesse sind vielfältiger Natur. Die CCL-Crew übernachtet in der Jugendherberge (JuHe) Tübingen (nein, wir schlafen nicht unter den Tischen in der Messehalle) und fahren daher über die B27 zur Messe und zurück und abends geht’s dann gepflegt zum Essen in ein Restaurant. Was das mit der Überschrift zu tun hat? Lesen Sie einfach weiter…

Gelbe Zitronen

Donnerstag beim Mexikaner: Warum wird hier Cola mit einer halben Zitronenscheibe im Glas serviert? Wenn ich Zitronenlimo gewollt hätte, hätte ich welche bestellt. Während S.B. seinem Laster fröhnt und im Räucherabteil der Gaststätte verschwindet, versuchen wir das Zitronenproblem zu lösen. Mit der Gabel rausfischen und mittels Hebelkatapult aus Gabel und Glasrand quer durch den Raum schießen? Einem anderen Gast in die Jackentasche stecken? Ist hier kein Blumentopf? Aber da steht ja auch noch das Bier von S.B. – Bier mit Zitrone? Wer hätte gedacht, dass das allgemeinen Rauchverbot in Gaststätten so schwerwiegende Probleme mit sich bringen könnte? Die früher stets verwendete Beseitigungsmethode steht nicht länger zur Verfügung: es gibt keine Aschenbecher mehr.

Grüne Polizisten

Freitag, nach unserem (schon fast rituellen) Besuch beim Japanesen in Stuttgart – auch hier wieder: Zitrone in der Cola (es scheint eine regionale Unsitte zu sein) – ging es zurück nach Tübingen. Doch dann: Blaulicht, Stau, Unfall (ein übler Unfall). Ausgerechnet direkt vor uns meinte die Polizei, dass jetzt eine Vollsperrung erforderlich sei. Dann konnte man effizientes Unfallmanagement erleben. Anstatt zum Besen zu greifen (es hätte da auch sicherlich einige Freiwillige aus der Schar der genervten Autofahrer gegeben), trafen erstmal weitere Polizeifahrzeuge ein. Deren Besatzung griff aber auch nicht zum Besen sondern diskutierte mit den anderen Polizisten den Unfallhergang oder saß im warmen Polizeifahrzeug herum. Nach etwa einer Stunde kam dann ein Abschleppwagen und damit auch ein armer Kerl mit ADAC-Glühwürmchenjacke, der dann den ganzen Kram wegfegen durfte, während ein knappes Dutzend Polizisten in der Gegend herumstand (na gut, einer hat aufgepasst, dass er auch alles restlos wegfegt). Nach eineinhalb Stunden, wir saßen schon auf heißen Kohlen, denn die JuHe schließt um 24:00 Uhr, ging es endlich weiter.

Aber das war’s noch nicht gewesen! Etwa einen Kilometer vor der JuHe: Polizeikontrolle! „Führerschein, Fahrzeugpapiere, …“, zum Glück alles kein Problem, „Sind das alles Ihre Vornamen?“ „Äh, ja, seit meiner Geburt.“ Leuchten die Lampen? Profil auf den Reifen? Da habe ich, nach über 25 Jahren Führerschein, ausgerechnet in dieser Nacht die erste Polizeikontrolle meines Lebens. Als wir an der JuHe ankommen, ist es genau fünf vor Zwölf und natürlich kein Parkplatz mehr frei. Aber immerhin, gerade noch geschafft und so müssen wir nicht draußen unter einer Brücke schlafen.

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