Monatsarchive: März 2011

Lesefutter zum Dritten

Nicht mehr ganz so frisch ist die aktuelle Ausgabe der englischsprachigen Commodore Free. Das neueste Heft (Februar 2011) trägt die Nummer 48 und erschien Anfang März (Infomail). Wenn der Herausgeber, Nigel Parker, seinen bisherigen Erscheinungsrhythmus beibehält, darf man aber schon in Kürze mit einer neuen Ausgabe rechnen.

Commodore Free (neues Logo)

Aus dem Inhalt von Heft 48:

* Editorial
* Readers Comments
* NEWS
  - PET+C64 in 25 Most Important PCs
  - Amiga Programmer for PageStream 5
  - Sideways SEUCK Compo 2011
  - Commodore Server Update
  - Fantasia's Return BBS Test Run.
  - Plus/4 / C16 Technical Documents
  - Arcade Retro Gaming Newsletter
  - Tiger-Disk #171 available
  - PixelJam Demoparty at Notacon 8
  - Aros Broadway 0.0.2R11
  - HVMEC 1.0 Released
  - The C64 - Archiv Updated
  - AmigaOS 4.1 Classic Promo Video
  - Contiki 2.5rc1 Released
* Interview With MIRKOSOFT
* Where Are They Now
* Multimedia With The CDTV
* C16 Programming
* Back to the Past: Issue 9, Jun 2007
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Lesefutter zum Zweiten

Retro #19Nur einen Tag nach der Digital Talk lag die aktuelle Retro im Kasten. Die Retro #19 heißt bei mir immer noch GO64! und eigentlich stand sie schon auf meiner „Abschußliste“. Mir enthält sie einfach zu wenig „Commodore“! Jetzt bin ich aber doch ganz zufrieden damit, das Abo verlängert zu haben.

In einem Bericht mit dem Titel „The Ultimate Challenge“ geht es auf vier Seiten um C64-Hardwareerweiterungen und auch ein umfangreicher Bericht über die Entwicklung von der Hacker- zur Demoszene verspricht langen Lesegenuss.

Die C64-Retro-Game-Show findet mit Teil 23 ihren (vorläufigen) Abschluss. Es werden die Jahre 2005 bis 2011 behandelt. Der lange Zeitabschnitt zeigt: es gibt leider nicht mehr viel Neues im Spielesektor.

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Lesefutter zum Ersten

Digital Talk #91Der März verabschiedet sich mit viel Lesefutter. Am Dienstag war die neueste Ausgabe der Digital Talk im Briefkasten. Nach langem Hin und Her, frustrierten Redakteuren, Problemen mit dem Magsystem und anderen Schwierigkeiten (alles nachzulesen im Forum64) hat es DJ Sid zusammen mit Nyquist doch noch erreicht, dass es eine Ausgabe #91 gibt. Ein ordentliches Booklett und ein hübsch gruseliges Diskettencover runden den Spaß ab. Für nicht-Abonnenten gibt es die DT hier zum Download. Sehr erfreulich, dass es mit dem DiskMag weitergeht.

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Die Qual der Wahl

Am kommenden Wochenende hat man die Qual der Wahl. Gleich zwei mehrtägige Veranstaltungen locken den Retro-Computer-Fan. Am Samstag und Sonntag gibt es in Hessen die HomeCon XI (Anmeldung hier); die erste zweitägige HomeCon wird sicher ein riesen Spaß.

Schon am Freitag startet in Thüringen das 14. Computertreffen in Suhl (Info hier). Bis zum Sonntag wird in gepflegter Atmosphäre gespielt, geschaut, probiert und gefachsimpelt. Ich selber werde am Samstag dort auftauchen und entweder ein bisschen mit Elektronik basteln oder an einem meiner vielen Programmierprojekte weiterarbeiten.

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GET mit blinkendem Cursor

Heute hatte ich im Forum64 ein Déjà-vu-Erlebnis. Ein Forumsteilnehmer fragte nach einem „Cursor bei GET Abfragen„. Benötigt wurde eine Lösung für einen CBM 8032. Das erinnerte mich gleich an meine eigenen Probleme mit der Implementierung des GET-Befehls bei CBM-Rechnern … vor über 25 Jahren!

Lustigerweise kamen im Forum gleich ein paar hilfreiche Tipps für die Nachbildung eines Cursors auf einem C64. Nur war danach nicht gefragt. Die beste BASIC-Lösung für den 8032 kam vom User Paradroid:

10 poke 167,0:rem cursor ein
20 get a$:if a$=""then 20
30 wait 170,1:poke 167,1:rem warte auf cursor aus (170,1), dann cursor ausschalten (167,1)
40 if a$=chr$(13) then end
50 print a$:goto 10

Die Idee mit dem WAIT-Befehl ist ganz nett, führt aber zu einer hakeligen Eingabe, da immer erst das Ende der Blinkphase abgewartet werden muss. Das hat mir vor einem viertel Jahrhundert schon nicht gefallen. Daher habe ich mir damals eine Assembler-Lösung gebastelt (anders geht’s halt nicht). Das war dann auch meine erste Veröffentlichung in einer Computer-Zeitung (und es gab sogar Geld dafür … was für Zeiten!):

GET mit blinkendem Cursor (auch als PDF)

Manche Lösungen sind halt seeehr, seeehr alt.

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Internationales Jahr der Chemie 2011 (2)

Die Vereinten Nationen (UN) haben für 2011 das „Internationale Jahr der Chemie“ ausgerufen. Wenn sich schon die ganze Welt so intensiv mit Chemie beschäftigt, dann ist das Grund genug mal zu rekapitulieren und recherchieren, was denn das Retro-Computer-Hobby mit Chemie verbindet.

Im ersten Teil habe ich daher über eigene Erfahrungen mit Computern im Chemiestudium berichtet. Dass ich für meinen C128 eigens ein Textverarbeitungsprogramm geschrieben habe (schreiben musste, um mit einem strunzdummen, aber dafür billigen Typenraddrucker spezielle Symbole wie ein Alpha darstellen bzw. automatisch ein Inhalts- und ein Stichwortverzeichnis für meine Dissertation erzeugen zu können), sei hier nur eine Randnotiz wert. Der zweite Teil soll sich mit Lern-, Demonstrations- und Rechenprogrammen zum Thema Chemie befassen.

Teil 2: Die Chemie, Commodore und die Nachwelt

Allgemein zugängliche Chemierechen und -lernprogramme, bzw. das was man damals dafür hielt, gab es schon – wenn auch in kleiner Zahl – in den frühen CBM-Tagen. In Softwaresammlungen der ICPUG und TPUG (heute erhältlich auf CD) finden sich zumindest einzelne mehr oder weniger sinnvolle Beispiele. Obwohl ich die entsprechende ICPUG Disk leider nicht testen konnte, klingen die Programmbeschreibungen vergleichbar zu denen auf den TPUG Educational-Disks und deren Qualität ist, nach einer ersten Sichtung, leider nicht gerade berauschend.

Dabei gab es in Programmzeitschriften wie der Chip und speziell der CAL (Computer-Anwendung im Labor, 1983 – 1985) durchaus sinnvolle und nützliche Programme für angehende und gestandene Chemiker, die auch auf einem Commodorerechner lauffähig waren (und sind). Im Internet sucht man diese allerdings vergeblich, sie sind für die moderne Nachwelt, die nur noch elektronisch recherchiert und das Betreten von echten Bibliotheken für Papierliteratur für einen Anachronismus hält, schlichtweg verloren. Google jedenfalls liefert zu den entsprechenden Stichworten allenfalls ein paar inhaltlich wertlose Hinweise auf Literaturzitate.

Ernsthafte Computeranwendungen im Bereich der Chemie gibt es natürlich auch in der Erfassung und Auswertung von Messdaten. Dafür den weitverbreiteten und relativ preisgünstigen C64 zu nutzen, bot sich da auch wegen seines frei programmierbaren USER-Ports geradezu an. Zu diesem Thema gibt es einige interessant klingende Bücher (mehrbändig):

Falls man heute überhaupt noch einer dieser Schriften in gebrauchter Form habhaft werden kann, dann zu horrenden Preisen. Die Basis der Preisbildung erscheint allerdings recht fragwürdig, zumal eine praktische Nutzung im Unterricht heutzutage ausgeschlossen werden kann. [Falls jemand, der das hier liest, diese Bücher besitzt und nicht mehr benötigt, kann er mir ja mal ein vernünftiges Angebot unterbreiten.]

ChemLab Screenschots (tn)

Wenn also im Bereich der sinnvollen Anwendungen nichts den weiten Weg bis in die Moderne überlebt hat, bleibt immer noch ein Gebiet, in dem der C64 unübertroffen ist: Spiele. Trotz intensiver Suche habe ich nur ein Beispiel finden können: Chem Lab von Simon & Schuster Computer Software ist eine Art Simulation Chemischer Laborversuche (Bericht in der Compute; Info in der Gamebase64). Die Palette der animierten Experimente reicht dabei von Farbspielereien bis Explosionen.

Falls irgendjemand weitere Infos zu Spielen oder Anwendungsprogrammen für Commodore-Rechner mit Chemiebezug kennt oder hat, würde ich mich über eine kurze Mitteilung freuen.

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