Monatsarchive: November 2015

HE2015: Eisige Zeiten

09.15 Uhr: Wir sind gerade in der Halle 5 angekommen und bereiten alles vor. Um 10 Uhr kommen gleich die Besucher, heute Nacht kam der Schnee. Etwas ungewohnt nach den doch recht milden Temperaturen der letzten Tage, aber eine HE im Schnee ist ja nichts was wir nicht kennen.

11.00 Uhr: Nach zögerlichem Beginn füllen sich langsam Hallen und Stände. Möglicherweise eine Nebenwirkung der weißen Pracht, die langsam hinwegschmilzt.

11.45 Uhr: Zur Abwechselung versuche ich mich mal wieder an einem meiner Dauerprojekte. Leider hatte ich schon bei der Bunkerparty feststellen müssen, dass der echte 40-Zeichen-Modus des VDC mehr Bugs hat als man durch einfache Tuningtricks beheben kann. Zwar konnte ich die fehlende halbe Pixelspalte beim ersten Zeichen in jeder Zeile „umgehen“, indem ich den Zeichensatz ein Pixel nach Rechts verschoben habe doch die vier vom (nicht vorhandenen) 41. Zeichen hereinblutenden schwarzen Halbpixel beim letzten Zeichen jeder Zeile waren nicht wegzutricksen. Also musste ich mein Programm wieder vom echten auf den geschummelten 40-Zeichen-Modus umstellen. Der Zeilenversatz ist jetzt also nicht 40 sondern 80 Bytes, wenn man auch nur die ersten 40 davon als Zeichen sieht. Soweit war ich schon vor drei Jahren.

13.30 Uhr: Skern hat eine Erbschaft gemacht. Besucher haben einiges Gelumpe, äh, Elektronikschrott, äh, historische elektronische Gerätschaften abgeliefert und diese Erbschafft wurde – soweit ich das mitbekommen habe – zwischen Leuten vom VzEkC und Skern aufgeteilt. Alles was einen SCSI-Bus hatte ging an Skern, der Rest an die anderen. Jetzt experimentiert er mit den neu erworbenen Geräten und probiert dabei seine SCSI-Tool-Sammlung für den C64 durch.

14.00 Uhr: Seit einiger Zeit sitzt NLQ über Büchern und versucht die Burstload-Funktion des C128 zu analysieren. Er will diese in den zukünftigen Code für das IEC2ATA einbauen. Voraussetzung ist natürlich ein größerer ATMega. Auf das passende Upgradeboard warten wir jetzt schon seit drei Jahren. Problem ist, das niemand die erforderlichen SMD-Lötarbeiten durchführen will/kann. Falls also jemand jemanden kennt…

16.15 Uhr: Der c64Doc hat sich nicht Lumpen lassen und wird Brainstorm ein Ersatzgerätfür den abgerauchten Monitor stellen. „Zwanzig Jahre hat er funktionsfähig im Lager gestanden und kaum fällt er Euch in die Hände…“

17.00 Uhr: Es machen sich erste Auflösungserscheinungen bemerkbar. Die Besucherdichte hat deutlich abgenommen. Und an den Ramschständen purzeln die Preise. Hochsaison für Schnäppchenjäger. Wir bereiten uns auch so langsam für den Schlußgong vor. In zwei Stunden wird hier alles verschwunden sein.

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HE2015: Menschenmassen

Belagerung: Die Ruhe vor dem Sturm war gestern. Heute herrscht hier großer Trubel. Mit dem Wochenende kamen heute die gewohnten Menschenmassen und damit auch die übliche Belagerung unseres Standes, die sich erst am späten Nachmittag etwas abschwächte.

Basteleien: Heute hat uns wieder NLQ unterstützt. Oft in Fachsimpeleien verstickt, war er hauptsächlich mit Skern und dessen diversen Basteleien beschäftigt. Da wurde ein IEC2IEEE Interface fertiggestellt, ein 1520-Plotter auseeinandergenommen und ein AVR-Netzwerkadapter analysiert (soll mal am C64 laufen).

Besuch: Am Nachmttag schaute Steffen vorbei, der Entwickler von Race. Das Rennwagenspiel unterstützt das Inception-Board und ist daher für bis zu 8 Spieler geeignet. Die aktuelle Beta besitzt nun auch zwei computergesteuerte Wagen, so dass man als Einzelkämpfer nicht mehr allein auf der Piste ist. Die finale Version könnte vielleicht sogar noch dieses Jahr fertig werden.

Bruch: So wie es aussieht, verlangt der Zahn der Zeit regelmäßig seine Opfer. Skern bekam heute sein Turbo232 nicht mehr zum Laufen und bei mir ist mal wieder ein C128 D abgängig. Zuerst hoffte ich noch auf ein defektes Netzteil doch es war (mal wieder) der MMU-Adapter für die Super-CPU. Damit ist der Rechner selbst noch zu retten, man muss ja nur die MMU aus dem Adapter rausklauben und direkt einstecken, aber diese Adapter sind eigentlich unersetzlich und ich hatte ihn ja auch erst kürzlich für teuer Geld erworben. So langsam gehen – nicht nur mir – die Adapter aus und damit ist der schöne SuperCPU-Spaß dann wohl bald endgültig vorbei.

Beat: Nachdem unser erster Versuch im allgemeinen Geräuschinferno kläglich gescheitert war und wir letztes Jahr, bei milderer Geräuschkulisse, die Tanzmatte nicht dabei hatten, konnte dieses Jahr endlich mit Hardsync abgerockt werden. Überrasched war allerdings, dass sich nicht nur junge Mädels sondern auch ältere Semester daran versuchten. Tanzen verbindet die Generationen.

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HE2015: Make or Break

10.15 Uhr: So wie schon gestern, stehen auch heute wieder  in den Bereichen „Lust auf Technik“ und „Maker Space“ vielfältige Angebote zum Löten, Basteln und Experimentieren für die Jugend bereit. Dies soll das Interesse an Technik und technischen Berufen fördern. Die ersten Kids strömen schon in die Halle.

11.00 Uhr: „Make“ scheint eine beliebte Modeworthülse zu sein. „Make:“ heißt auch ein Magazin aus dem Heise-Verlag, das letztes Jahr noch „c’t Hacks“ hieß. Der Doppelpunkt gehört zum Namen dazu und nein, BIF ist kein Mitglied der Redaktion. Diese ist allerdings mit einem Stand und auf der Messe vertreten. Und ein Blick in das Magazin erinnert ein bisschen an die gute alte Elektor, deren Name noch aus der Zeit stammt, als es noch „Hobbyelektroniker“ gab und keine „Maker-Scene“.

12.45 Uhr: Wir „maken“ hier auch so das eine oder andere. Nachdem Skern jetzt da ist, wird auch wieder gelötet. Als erstes wurden zwei C128D-Tastaturen flot gemacht und dann ein Video-SCART-Kabel zusammengefrickelt. Der Monitor von gestern hat aber wohl einen Totalschaden, der zuckt nicht mehr. Also die Einschaltleuchte leuchtet noch, aber das war’s dann auch schon. Nun sucht Skern ein sinnvolleres Projekt für seinen Lötkolben.

13.15 Uhr: Wie schon am Donnerstag, hat Compinixe wieder ein Mittagessen für die Kollegen vom VzEkC (uns uns) gekocht. Heute war es ein heißes Würstchen, gestern ein köstliches Chilli mit Peperoni aus dem eigenen Garten. Vom Chilli habe ich eindeutig zu viel verschlungen, es schmeckte aber auch zu gut. Danke Nixe!

14.30 Uhr: Bisher bin ich noch nicht aus der Halle 5 herausgekommen. Zu wenig Personal, zu viel Besucher. Immerhin habe ich mich hier etwas umgeschaut und ja, es gibt noch Computerkrempel (alte Rechner und Monitore, Zubehör aller Art, Kabel und Speichemedien) zu erwerben. Der Autowischer-Trend vom letzten Jahr wurde zum Glück gestoppt. Nach der Handyschaleninvasion vor einigen Jahren und der nachfolgenden Hubschrauberflut war das der absolute Niedergang. Ein Stand mit Autowischern hat allerdings überlebt. Neu im Chor der überflüssigen Angebote sind jetzt E-Zigaretten und deren Zubehör. Doch nicht alles was elektrisch betrieben wird gehört auf eine Hobby & Elektronik.

Brainstorm geht fremdBrainstorm programmiert einen Rechner am Stand des VzEkC und es ist kein C64!

16.30 h: Nachdem der Besucherandrang ab 15.00 Uhr deutlich nachgelassen hat, bin ich doch noch dazu gekommen, einen Rundgang durch die anderen Hallen anzutreten. Da ich – im Gegensatz zu anderen hier – kein neues Sofa benötige, konnte mir die „Familie und Heim“ wenig bieten, wenn man mal vom sehr verführerischen „Naschmarkt“ in Halle 8 absieht. In Halle 1 bei den Spielen fand ich einen alten Bekannten. Whacky Wit! Nach einem kurzen Plausch mit Norman bin ich dann über die Modellbauhalle (Halle 3) wieder zurück zu unserem Refugium gepilgert. Dabei entdeckte ich einen Conrad-Stand allerdings nicht hier in Halle 5 sondern eben nebenan bei den Modellbauern. Immerhin bekommt man dort noch einen Lötkolben, sowas kann man ja hier wie dort gebrauchen.

18.00 Uhr: Gerade ertönt der Hallengong. Der zweite Tag ist geschafft. Halbzeit! Immer mal wieder hat man heute den Spruch gehört, „Schaut mal, diese Kisten sind älter als ich.“ Das zu hören tut schon weh, zumal wenn man selber noch älter als diese „Kisten“ ist… Kinder, wie die Zeit vergeht!

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HE2015: Überraschung

Ein Anflug von Panik: Eine Überraschung der weniger beliebten Sorte ereilte uns bereits gestern beim Aufbau. Wir waren nur zu zweit! Zum Glück stellt Brainstorm 90% unseres Equipments, so dass zumindest genügend Geräte vorhanden sind. Neben einigen bekannten „Ausfällen“ beim Standpersonal erschien auch unser dritter Mann nicht und das verhieß einige sehr anstrengende Messetage. Nach einigen Telefonaten dürfen wir Skern für heute Abend erwarten und da der erste Messetag erfahrungsgemäß eher ruhig verläuft, wurde die Panik wieder abgesagt.

Neues und Bewährtes: Auch unser Quartier, die Jugendherberge in Stuttgart bot eine Überrsachung für uns. Statt Pizza und Flammkuchen war die Liste der Snacks durch Burger und Sushi (letzteres in diversen Varianten) ersetzt worden. Auch das Frühstücksbuffet ist jetzt eher „dezentral“ aufgebaut und animiert schon während der ersten Mahlzeit die eine oder andere Kalorie abzubauen. Die Cocktails an der Bar sind jedoch lecker wie eh und je, was will man mehr?

Hauch der Geschichte: Kurz nach Messeeröffnung stürmten wieder die Schüler in Klassenstärke das Gelände. Und während einige die gestellten Aufgaben abarbeiteten, vergnügte sich der Rest bei uns mit Space Taxi, Giana Sisters und Bombmania. Mitten im Schülersturm, stand da plötzlich wie ein Fels in der Brandung, ein Commodore-Urgestein: Petro Tyschtschenko. Nach ausführlichen Fachsimpeleien und diversen Photos entschwand er wieder im Strom der Menschenmassen.
Petro Tyschtschenko und Brainstorm
Wo Rauch ist, ist auch Feuer: Nach dieser erfreulichen Überraschung traf uns wieder Ungemach. Einer von Brainstorms Monitoren, erst vor kurzem vom c64Doc aus dessen Scheunenbeständen für einige Euronen erworben, trat den Beweis dafür an, dass elektronische Geräte mit Rauch betrieben werden. Denn als der Rauch den Monitor in einer großen Qualmwolke verließ, war dieser hinüber. Durch beherztes Eingreifen unserer Standnachbarn wurde sofort der Stecker gezogen und ich habe das stinkende Etwas nach draußen geschleppt. Der geplagte Fachmann ahnt es schon. Das Übel hatte seinen Ursprung im Netzfilter. Ein durchaus bekanntes Problem, das wohl früher oder später jeden Monitor zerreißen wird, der nicht bereits einen anderen Tod storben ist.

Alltägliche Vergesslichkeit: Desweiteren haben wir noch ein paar weniger dramatische Überraschungen zu bieten. Brainstorm hatte sein SDS2IEC mitsamt SD-Karte mit dem Programm für die Steuerung der Lauflichter zu Hause vergessen. Ein Problem, das sich im Laufe des Tages durch ein paar schnell zusammengeschriebene Zeilen BASIC beheben ließ. Ich hingegen habe keine Lösung für das vergessene C128-Netzteil, das ich in einer der mitgeschleppten Kisten wähnte, das sich aber stattdessen irgendwo zu Hause in meinem Keller langweilt.

Da die Messe noch eine gute Stunde andauert, ist sicher noch für die eine oder andere Überraschung Zeit. Warten wir’s ab.

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Hobby & Elektronik 2015

Hobby und Elektronik 2015In wenigen Tagen öffnet die Hobby & Elektronik 2015 ihre Pforten. Vom 19. – 22. November geht in Stuttgart wieder die Post ab. VzEkC, RETRO (GO64) und CCL zeigen im Stuttgarter MesseHerbst was es Altbewährtes & Neues in der Commodore-Welt gibt.

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, was da so abgeht, sollte sich dazu meinen Beitrag Bilder von der HE 2014 anschauen, der weitere Links zu den jeweiligen Tagesberichten vom letzten Jahr enthält. Wer dann noch zu Hause bleibt und nicht nach Stuttgart kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. 😉

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