Archiv der Kategorie: C128

Auspacken (aber bitte fix!)

Ich hatte mal wieder was zum Auspacken. Damit sich das nicht abermals ein halbes Jahr hinzieht, erfolgt die Dokumentation jetzt im Schnellverfahren. Wobei die Erwähnung von „schnell“ im vorstehenden Satz reichlich irreführend ist, stand die Kiste doch schon seit ein paar Wochen unausgepackt im Wohnzimmer herum:

Große KisteVerpackungsmaterial
Wie der Paketaufkleber belegt, hat die Kiste in etwa die Maße  400 x 300 x 150 mm. Das ist ganz schon groß! Jedenfalls für den eigentlichen Inhalt. Die kleine Schachtel, die sich im großen Haufen Verpackungsmaterial kaum finden läßt, misst gerade mal 160 x 110 x 40 mm. Das dürfte allerdings auch die Größe sein, die jedem Paketdieb gut in die Tasche passt. Insofern ist die Umverpackung recht praktisch; selbst das Füllmaterial hatte einen gewissen Informationswert. Allerdings waren, da ich mit dem Auspacken so lange gewartet hatte, die Sonderangebote auf den zerknüllten Werbe­prospekten schon nicht mehr gültig.

Kleine SchachtelDer Inhalt der kleinen Schachtel „ist was elektronisches“. Das sieht man selbst durch die innen­liegende silberbedampfte Plastiktüte hindurch. Genauer gesagt ist die silberbedampfte Plastiktüte selbst der deutlichste Hinweis.

SuperCPU MMU-PlatineUnd hier ist das erworbene Dingsbums in voller Pracht zu sehen. Es stammt nicht vom Dach, sondern aus einem Online Auktionshaus und hat…, naja, darüber schweigen wir lieber. Ein Kenner wird es sofort als MMU-Platine für eine SuperCPU 128 erkennen. Bekanntlich wird dies Platine zusätzlich benötigt, um die SuperCPU auch im 128er-Modus eines C128 nutzen zu können. Da mir eine solche Platine „abgeraucht“ war, brauchte ich Ersatz. Und jetzt muss ich das Teil nur noch testen…

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Ein Gerät, drei Systeme

Während das Netz von Artikeln über den C64 überquillt, wird der Commodore 128 üblicherweise recht stiefmütterlich behandelt. Falls man dann doch mal etwas findet, freut man sich um so mehr, wenn das Geschriebene, und sei es noch so knapp gefasst, auch noch ordentlich recherchiert ist.

Icon C128 (150x150)Sicherlich inspiriert durch die Vorstellung des C128 vor 30 Jahren auf der CES, wurde im März auf der Webseite der ELEKTRONIKPRAXIS (Vogel Verlag) der kurze aber lesenswerter Beitrag: „Der Commodore 128 – ein Gerät, drei Systeme“ publiziert.

Der Artikel erschien in der Rubrik „Aufgemerkt“, in der regelmäßig über Meilensteine aus der Geschichte der Elektronik berichtet wird. Dass der Commodore 128, der beste 8-Bitter aller Zeiten, endlich als  „Meilenstein“ anerkannt wird, find ich natürlich gut!

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BASIC Tenliners Contest 2015

Nach der großen Aufmerksamkeit, die der letztjährige Tenliners-Wettbewerb nach sich gezogen hatte, haben sich die Organisatoren der NOMAM (Not Only Marvellous Atari Machines) entschlossen, ihn im Jahr  2015 erneut auszuschreiben. Neu ist, dass nun (wie im ABBUC-Forum und im Forum64 angekündigt) außer ATARI-Computern auch andere Rechner zugelassen sind.

Chase

Beitrag/Entry #1: Chase; Platform: Atari; Language: Turbo BASIC XL; Author: Rockford; Category: PUR

Zugelassene Systeme:

  • Atari 8-Bit
  • Commodore 64
  • Commodore 128
  • Schneider CPC

Zugelassene BASIC-Dialekte:

  • Atari BASIC,  Turbo BASIC XL, Altirra BASIC, OSS BASIC XE, OSS BASIC XL (A8)
  • Commodore BASIC V2, Simons‘ BASIC (C64)
  • Commodore BASIC 7.0 (C128)
  • Locomotive BASIC 1.0, Locomotive BASIC 1.1 (Schneider CPC)

Wettbewerbskategorien:

  • Kategorie „PUR“: Programmiere ein Spiel in 10 Zeilen (max. 120 Zeichen je logischer Zeile, Abkürzungen sind erlaubt)
  • Kategorie „EXTREM“: Programmiere ein Spiel in 10 Zeilen (max. 256 Zeichen je logischer Zeile, Abkürzungen sind erlaubt)

Einsendeschluss ist Samstag, 11. April, 21.00 Uhr direkt auf der Veranstaltung oder für Fernbeiträge Mittwoch, 8. April, 21.00 Uhr. Weitere Details zum Wettbewerb finden sich in den oben verlinkten Wettbewerbs-Ankündigungen. Der NOMAM 2015 Retrotreff findet statt vom 10.4.2015 bis 12.4.2015 im Gemeindesaal der Dreifaltigkeitsgemeinde in 23569 Lübeck, Schlesienring 3.

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30 Jahre Commodore 128

Passend zum gestrigen Blog-Beitrag wurde bereits vor ein paar Tagen ein Video im Forum64 verlinkt, dort allerdings mit einem anderen Fokus. Das Video ist der Mitschnitt einer in den USA ausgestrahl­ten TV-Sendung, The Computer Chronicles, vom 8. April 1985:

C128 (The Computer Chronicles)

Nach einem Interview mit Jack Tramiel folgt ab Minute 14 ein kurzer Bericht über den Commodore 128. Danach gibt es eine Reportage über „User Groups“. Dort äußert sich ab Minute 18:20 ein Users Group Mitglied mit einem bemerkenswerten Satz: „Apple products are low powered and very highly priced and that’s true of all Apple products.“ Manche Wahrheiten haben auch nach 30 Jahren noch uneingeschränkte Gültigkeit.

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Happy Birthday C128!

Vor 30 Jahren, genau am 5. Januar 1985, wurde der Commodore 128 auf der International Winter Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas der Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund der kurzen Entwicklungszeit von fünf Monaten und diverser interner Kommunikationsprobleme während der Entwicklung war der vorgestellte Prototyp nur bedingt Einsatzbereit und musste mit diversen Kniffen am Laufen gehalten werden. Trotzdem wurde ein wunderbarer Computer daraus. Danke Bil Herd! Danke Commodore!  [Presseecho zur CES 1985: COMPUTE!’s Gazette, Happy Computer]

30 Jahre Commodore 128

Happy Birthday C128!
by WTE. Das Original des C128 Photos ist von Evan-Amos

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C128 Handbuch: Korrekturliste

Anfang Dezember veröffentlichte Mac Bacon im Forum64 seine Korrekturen zum deutschen Handbuch für den C128. Ein kleiner Teil der Korrekturen aus einer älteren Liste war bereits in die iDoc-Version des Handbuchs eingeflossen, die auch Grundlage für meine (leider immer noch nicht vollständige) HTML-Version ist.

Bedienungshandbuch zum C128 (zwei Versionen)

Was zuerst aussah wie eine kleine Korrekturliste, entpuppte sich schnell als ein umfangreiches, sauber ausgearbeitetes Korrekturhandbuch zum Handbuch. Die aktuelle PDF-Version, in die auch noch zusätzliche Korrekturen aus dem C64-Wiki aufgenommen wurden, hat über 40 Seiten.

Meine erste Idee, die neuen Korrekturen „mal so nebenbei“ darauf abzuprüfen, ob die in meiner HTML-Version, in die ich ja auch noch meine eigenen Korrekturen hatte einfließen lassen, bereits berücksichtigt waren oder nicht, musste ich bei diesem Umfang schnell aufgeben. Bisher bin ich über Stichprobenprüfungen nicht hinaus gekommen. Vor allem reine Tipfehler waren bereits korrigiert. Komplexere Dinge oftmals nicht. Da wartet noch viel Arbeit.

Fazit: Das C128-Handbuch ist und bleibt eine schöne Hilfe für den Einsteiger und ein wertvolles Nachschlagewerk für den Fortgeschrittenen, aber man sollte zur Sicherheit auch immer Mac Bacons Korrekturbuch zu Rate ziehen.

Anmerkung: Da es mehrere Versionen des C128-Handbuchs gibt, kann es sein, dass der ein oder andere Tipfehler in einer späteren Auflage bereits berichtigt wurde. Die wirklichen „Klopfer“ wurden jedoch nie bereinigt. Insofern ist diese Korrekturliste ein unverzichtbarer Helfer im Fehlerdschungel.

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Forum 128

Lange Jahre war für Freunde des C128 das Commodore 128 Alive-Forum auf commodore.org der zentrale Anlaufpunkt. Seit dem Frühjahr ist dieses Forum verschwunden und keiner kennt die Hintergründe. Mit diesem Forum ging auch ein ungeheuerer Wissenschatz (vermutlich unrettbar) verloren, der sich dort im Laufe der Jahre angesammelt hatte.

Forum Commodore 128

Einige Getreue aus diesem Forum haben nun ein neues Commodore 128-Forum als zentralen Anlaufpunkt für alle Fans des C128 gegründet und tragen dort „die Trümmer“ zusammen.

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30 Jahre BTX

Am 1. September feierte BTX 30. Geburtstag. Besser gesagt, hätte es gefeiert, wenn es BTX noch gäbe. Doch der Onlinedienst der Deutschen Bundespost ist schon viele Jahre Vergangenheit und hat nie die Popularität erreicht, wie etwa das französische Pendant Minitel. Dabei war man bei Unter­zeichnung der erforderlichen Staatsverträge noch recht zuversichtlich (YouTube: Bericht über den Bildschirmtext (BTX) in der Tagesschau vom 18.03.1983).

Anders als Minitel in Frankreich scheiterte BTX (finanziell, nicht technisch) an den Postbürokraten, die die Nutzer mit horrenden Gebühren überzogen. Das hielt die Nutzerzahlen niedrig und die Kosten für den einzelnen hoch. Teure Endgeräte und spezifische (langsame) Modems (DBT-03) taten ihr übriges. Auch für den C64/C128 gab es erst nur eine (teure) Steckmodullösung, wie sie hier in den zwei nachfolgend verlinkten YouTube-Videos gezeigt wird.

BTX Werbung mit einem Alien

BTX Werbung von 1987 Erst in den Neunzigern lockerten sich die Zulassungsanforde­rungen. Mit dem Drews Interface und Softwaredecoder und einem C64/C128 war nun ein günstiger Zugang (wenn auch mit Abstrichen bei der Qualität der Darstellung) möglich. Später folgten Software­kennung und Modembetrieb mit höheren Datendurchsätzen (und aus BTX wurde Datex-J).

Bis Mitte der Neunziger gab es auch interessante Angebote für die Freunde des C64 und C128 im BTX. Man traf sich in der Brotkastencorner (BKC) z.B. unter *Matting# zum Austausch von Neuigkeiten (sozusagen die BTX-Variante des Forum64) oder beim C64-Club. Bei der 64er oder beim WDR Computer Club konnte man Telesoftware herunterladen (das war immerhin billiger als die sündhaft teuren 64er Heft-Disketten; jedenfalls solange, bis die 64er plötzlich nur noch aus einer Diskette bestand). Und Chats gab es ebenfalls! Im *Traumschiff#, der *Oase# oder im *Strandhotel#  traf sich jeden Mittwoch ein illustrer Kreis und dikutierte über Gott und die Welt. Ein großer Vorteil von BTX-Chats war die Möglichkeit weit zurück­zublättern. Ohne diese Option macht mir chatten keinen Spaß.

Technisch war BTX – für die damalige Zeit – eine gutes Onlinesystem. Der klar definierte Zugang machte das System auch relativ sicher. Jedenfalls sicherer als das Internet, wenn auch der CCC mit dem „Haspa-Hack“ für Furore sorgte. Die höhere Sicherheit war auch der Grund, warum trotz des Endes von BTX im Jahr 2001 die Online-Banking-Funktionen noch bis 2007 verfügbar waren.

Abschließend einige Pressestimmen zu 30 Jahre BTX:

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Launcher: CBM FileBrowser 1.5

Anfang MärCommodore 128 (40 columns) [Bildquelle: NBLA000]z diesen Jahres hat NBLA000 die Version 1.5 von CBM FileBrowser fertiggestellt. Das Programm dient zum Suchen und Starten von Programmen von einem SD2IEC oder MMC2IEC, arbeitet aber auch mit echten Diskettenlaufwerken zusammen.

Weitergehende Dateimanagerfunktionen zum Kopieren oder Löschen von Dateien gibt es nicht. Dafür ist das Programm kompakt. Der Programmcode basiert auf sd2brwse, das von den Original-Autoren nicht mehr weiterentwickelt wird. Michael Kircher, bekannt u.a. durch Tool Basic, hat die Sortierroutine beigetragen und der C128-Code wurde von Hydrophilic erstellt.

Commodore 128 (80 columns) [Bildquelle: NBLA000]Damit ist auch die wesentlichste Neuerung gegenüber der Version 1.4 schon genannt: CBM FileBrowser  unterstützt jetzt nicht nur VC 20, C64, C64 DTV und C16/C116/Plus4 sondern auch den C128 mit 40- und 8o-Zeichen Bildschirm.

Das Tool verwendet Kernel-Routinen. Daher wird auf einem „nackten“ C128 ein SD2IEC mit der Geschwindigkeit einer 1541 angesprochen. Abhilfe schafft JiffyDOS, das vom SD2IEC unterstützt und daher dringend empfohlen wird. Alternativ kann man ein mit Hydrophilics Fast-Serial-Routinen gepatchtes SD2IEC verwenden oder SJLOAD128 (softwarebasiertes JiffyDOS) einsetzen.

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QR-Code

Vor längerer Zeit ist mir mal ein C64-Programm zum Erzeugen von QR-Codes über den Weg gelaufen [CSDb]. Im Zuge der One Liners Competition wollte ich dieses Thema aufgreifen. Natürlich ist es nicht möglich einen QR-Code-Generator in einem Einzeiler zu programmieren, aber das Wiedergeben von QR-Codes schon. Eine QR „Grafik“ kann man sich im Internet generieren lassen (siehe Linkliste). Sie benötigt im Format 24 x 24 Pixel 576 Bits also mindestens 72 Bytes. Innerhalb von BASIC kodiert man sowas am einfachstem in einer Zeichenkette (String), da ein DATA-Befehl und Zahlenwerte zuviel Speicherplatz benötigen. Allerdings führt die Verwendung aller 8 Bits eines String-Zeichens zu nicht-druckbaren Zeichen einschließlich Null-Bytes (die in BASIC-Programmen höchst unpraktisch sind). Daher entschloss ich mich einen 6-Bit-Code auf Basis „normaler“ ASCII-Zeichen zu erstellen, was zu einem String von 96 Zeichen (4 für jede der 24 Zeilen) führte.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich ein Tabellenkalkulationsprogramm verwendet habe, um die Originalbitmap des QR-Codes in den 6-Bit-codierten String umzurechnen. Da ich den Einzeiler letztlich aber sowieso mit einem Editor und PETCAT auf dem PC erstellt habe, war das kein Nachteil, konnte ich doch den „Bitmap String“ mit Copy & Paste einfügen.

QR-Code
Der QR-Code zeigt die URL meines Blogs

1 a$="_ybk_pkorawixj]wkkb]whtb]pjqra_zuk_@@ep@_owmjduaabx]mtkvuxeq_[h^w^bvajros^[
teftiqzu_t@bph\_[lj_phixywjx__wkwjwwjcqepjf]y_zua_":poke53280,1:poke53281,1:
print"{blk}{swuc}{clr}";
2 fori=0to24:printtab(14):forj=1to5:a=asc(mid$(a$,i*5+j,1)):b=16:fork=1to5:print
mid$("{rvon} {rvof}",2+((aandb)>0));:b=b/2:next:next:printleft$(chr$(13),1+(i=24));:
next:print"{home}blog.c128.net"

Der Quellcode des Zweizeilers für C128/C64 im PETCAT-Format

Links:
Basiswissen QR-Code: qrcode.wilkohartz.de
QR-Code Generatoren: qrcode-monkey.de qrcode-generator.de free-qr-code.net
Pixel-Art mit QR-Codes: qrpixel.com

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