MT2017: Hardwaretest C128D-Tastaturadapter

Brainstorm hat von der letzten Forever 8-Bit (März 2017) einen Tastaturadapter zum Anschluß von AT oder PS/2-Tastaturen an einen C128 mitgebracht. Der „AT-128 Keyboard Adapter for C128D V1.1“ wurde von CodeKiller designt und kann auch für 25 Euro über AmiBay bezogen werden. So ein Adapter kann ganz nützlich sein, um das Tastaturen-Chaos auf dem Schreibtisch zu reduzieren, wenn man PC und C128 nebeneinander aufgebaut hat.

Platzprobleme
Beim Test des Adapters an einem C128DCR (aka „Blechdiesel“) treten schon beim Einstecken in den Tastaturanschluss des Rechners erste Schwierigkeiten auf. Die Buchse für den PS/2-Stecker (Mini-DIN-Stecker) ist unter der Adapterplatine montiert und führt zu einer leichten Torsion derselben, da sie auf dem Tisch aufliegt und eine um zwei oder drei Millimeter zu hohe Bauhöhe hat. Bei einem C128D („aka „Platikbomber“) tritt dieses Problem nicht auf, da bei diesem der Tastaturanschluß einen guten Zentimeter höher liegt. Grundsätzlich ist dies aber kein ernstes Problem, da es die eigentliche Funktionsfähigkeit nicht beeinflußt.

Da hakt doch was
Der eigentliche Knackpunkt zeigt sich beim Ausprobieren einzelner Tasten. Während „B“, „H“ und „T“, getippt auf einer angeschlossenen PS/2-Tastatur, umgehend auf dem Bildschirm erscheinen, haken „C“ oder „W“ gewaltig. Das „Q“, „A“ oder „Y“ verweigert das System ganz, obwohl die kleine LED auf dem Adapter in allen Fällen das Ankommen des seriellen Tastatursignals anzeigt.

Auch die „2“ (und damit auch die Anführungszeichen) verweigert ihren Dienst, während „5“ und „6“ funktionieren. Ganz grob ergibt sich das Bild, dass nur die Tasten in der Mitte der Tastatur reagieren, die ganz Links jedoch nicht. An dieser Stelle haben wir, zumal ein zweiter C128DCR das gleiche Verhalten zeigte, den geplanten Test des Tastaturlayouts abgebrochen.

Und es geht doch
Unser Messestand verfügt natürlich noch über weitere Rechner und so testen wir den Adapter auch an Skerns C128-Tower (in dem eine „klassische“ C128-Platine steckt) und an einem C128D. In beiden Fällen funktionieren die Tasten, die beim C128DCR Schwierigkeiten machen, tadellos. Es muss also irgendeinen Unterschied zwischen den Rechnertypen geben, der sich bei Verwendung der original C128-Tastaturen (diese sind für C128D und C128DCR technisch identisch) nicht auswirkt, den Adapter jedoch beeinflußt.

Lesen erleichtert das Leben
Das Geheimnis liegt in einer Fußnote, die man auf der AmiBay-Seite findet. Der Adapter benötigt zusätzlich 5V auf Pin 4 der Tastaturbuchse, die sind beim C128DCR nicht angeschlossen und müssen im Rechner mit eine Drahtverbindung von C71 geholt werden. Da ich zum Löten keine Lust habe, war’s das für mich. Für andere mag es ein interessantes Gerät sein, solange man nicht einen der eher seltenen C128 mit starken Pull-Down-Widerständen am Tastaturanschluss hat, denn dann, so erklärt CopyKiller auf AmiBay, benötigt der Adapter einen Umbau.

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