Crowdfunding: Digital Retro Park

Es ist kein normales Crowdfunding, was Roman Kessler auf Startnext gestartet hat. Die Kampagne ist für ein in Planung befindliches Computertechnologie Museum in der Rhein-Main-Region, den Digital Retro Park (DRP, so lautet auch der Name des dahinter stehenden Vereins, dessen Mitglieder man regelmäßig auf der HomeCon trifft). Wobei das Wort „Museum“ einen falschen Eindruck vermitteln könnte, geht es ja gerade nicht darum alte Computer hinter Glas zu präsentieren, sondern von den Besuchern benutzbare Geräte vorzustellen. Der Verein verfügt über eine umfangreiche Sammlung und hat auch bereits mehrere Ausstellungen organisiert (eine davon über Digitale RETROkultur im Technikmuseum Großauheim).

Digital Retro Park

Obwohl der Zielwert bei 25.000 Euro liegt, ist es keineswegs erforderlich diese Summe zu erreichen, da es sich um ein Kulturprojekt im Rahmen der KulturMut-Initiative der Aventis-Stiftung handelt [Startnext]. Bei ausreichender Unterstützung durch die „Crowd“ (da zählt eher die Anzahl der Unterstützer als der gesammelte Betrag) werden für die bestunterstützten Projekte von der Stiftung bis zu 200.000 Euro ausgeschüttet, um den „Fehlbetrag“ auszugleichen. Um eine Chance auf die Stiftungsgelder zu haben, werden bis zum 11. November mindestens 100 Unterstützer gesucht!

Wie ich in einem Artikel über den Digital Retro Park auf techfieber lesen (und in einem einminütigen Video sehen) konnte, ist selbst unser C64Doc vom Forum64 ein Förderer des Projekts. Wie sollte man da zögern es ihm gleichzutun?

Nachtrag (06.11.2014):
Einen Artikel über das Crowdfunding gab es auch auf ITespresso. Neu hinzugekommen ist jetzt Die Welt (Online). Selbst in den Printmedien Frankfurter Rundschau und Die Welt kompakt wird, wie der Digital Retro Park e.V. per Mail verlauten ließ, inzwischen (wohlwollend, wenn auch leider nicht ganz fehlerfrei) berichtet.
Erste Auswirkungen sind bereits spürbar. Waren bis zur Erstellung dieses Blogeintrags knapp 2.500 Euro (90 Unterstützer) zusammengekommen, sind es jetzt schon über 4.000 (110 Unterstützer). Das anvisierte finanzielle Ziel scheint nun zum Greifen nahe. Doch fehlen weitere Unterstützer (ein Euro reicht!), denn auf deren Anzahl kommt es letztlich an und auch die konkurrierenden Projekte sind diesbezüglich rege.

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Herokon Online

Da gibt es seit über einer Woche die neue RETRO, die RETURN folgte vor dem Wochenende – über beide sollte ich hier ein paar Zeilen verlieren – und ganz dringend müsste auch ein Artikelchen zum Crowdfunding beim Digital Retro Park erstellt werden und was ist passiert: nix!

Schuld ist ein Beitrag in der letzten RETRO, wo (auf Seite 46) über ein (kostenloses) Browserspiel berichtet wurde. Nun gibt es viele Browserspiele und ich kann nicht behaupten, dass mich je eines interessiert hätte. Allerdings bin ich auch DSA-Spieler und ein Spiel namens „Das schwarze Auge – Herokon Online“ musste ich mir einfach mal ansehen.

pic_herokon_art (c) Silver Style Studios
Bildquelle: Silver Style Studios (Media Kit)

Tja, und jetzt verbringe ich nahezu meine gesamte karge Freizeit in Aventurien. Ein absolut haltloser Zustand, dem ich baldmöglichst ein Ende setzen muss. Nur leider hat das Spiel einen hohen Suchtfaktor! Trotz einiger Hakler in der Spielsteuerung kann ich einfach nicht aufhören. Daher warne ich ausdrücklich davor überhaupt damit anzufangen. So und damit will ich es hier auch belassen, ich muss dringend noch ein paar virtuelle Orks verdreschen…

PS: Die Retro-Alternative zu Flash-Spielen dieser Art wäre wohl ein textbasiertes Browserspiel wie „The Legend of the Green Dragon“ (LotGD). Wer sowas (auf Deutsch) ausprobieren will, kann dazu ja mal das Dorf Ithil besuchen.

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Ein Tag auf der Classic Computing 2014

Wenn der Herbst ins Land einzieht, die Tage kürzer werden und es abends im Biergarten einfach zu kalt wird, ist das für viele der Zeitpunkt sich mal wieder mehr mit ihrem Computerhobby zu befassen. So kommt es sicher nicht von ungefähr dass auch die Classic Computing (CC) im Herbst und nicht im Hochsommer stattfindet. Dieses Jahr führte der Weg in die Stadthalle von Schönau im Odenwald, ein kleines Städtchen in der Nähe von Heidelberg.

Da ich mich erst kurzfristig entschieden hatte zur CC zu fahren, wollte ich diesmal nur genießen und hatte außer meinem Fotoapparat kein weiteres technisches Equipment dabei. So brauchte ich am Samstag (also gestern) auch nicht allzu früh aufzustehen, um rechtzeitig zum Aufbau vor Ort zu sein.

Irrungen und Wirrungen

Nachdem ich mich durch den Odenwald und um zwei Straßensperrungen herum gekämpft hatte, erreichte ich gegen Mittag die Stadthalle. Dort musste ich erfahren, dass der lauschige Satz auf der Anmeldeseite zur CC 2014: „Parken: Direkt hinter der Halle“ entweder mißverständlich formuliert oder einfach nur von der letztjährigen CC übriggeblieben war, denn hinter der Halle lagen zur einen Seite Privatgrundstücke, deren Eigentümer sicherlich keine Autos in ihren Vorgärten stehen haben wollten, und zur anderen Seite ein Edeka-Markt. Dieser hatte zwar einen großen Parkplatz aber auch ein Schild mit dem Hinweis, dass bei unberechtigtem Parken nach zwei Stunden abgeschleppt wird. Ich habe mir dann trotzdem einen Platz in der hintersten Ecke gesucht. No risk no fun!

Die üblichen Verdächtigen

Vor und in der Halle waren die üblichen Verdächtigen versammelt und dank der Namensschildchen auch prinzipiell identifizierbar, „kennt“ man sich doch oft nur aus dem Vereinsforum oder dem Forum64. Nach einem ersten Rundgang wurde deutlich, dass einfach zu wenige C128 vertreten waren. Ein Zustand dem zukünftig dringend abgeholfen werden sollte. Neben C64 waren vor allem Atari und Amiga stark vertreten.

Ein Walker, aber kein Johnnie

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Amiga-Prototyp von 1996, der Walker. Von diesem wurden nur zwei Exemplare angefertigt. Petro Tyschtschenko hatte seinen mitgebracht. Das Gerät, bis vor kurzem noch ein totes Anschauungsstück, war durch Reparaturen auf der letzten DoReCo und hier auf der CC wieder zur vollen Funktionsfähigkeit gebracht worden. Am frühen Nachmittag plauderte Petro vor vollbesetzten Stuhlreihen im Vortragsforum „Über meine Commodore, Amiga und EScom Zeit und danach von 1982 bis heute“ und hatte auch seine gedruckte AutobiographieMeine Erinnerungen an Commodore und den Amiga“ dabei, die man als handsigniertes Exemplar erwerben konnte.

Und noch mehr Vorträge…

Im Forum ging es dann Schlag auf Schlag weiter mit interessanten Vorträgen. Guy (ntrs_france) sprach über den Ort der kommenden Classic Computing 2015  „Thionville (Lothringen) und die französische Retroszene“. Dann erklärte theart01 „Warum der Apple III der bessere PC hätten werden können, trotzdem aber keine Chance gegen IBM hatte“ und Raphael Vogt stellte „No One’s Space – einen 2D-Science-Fiction-Shooter“ vor. Den Abschluss bildete Senil Data Systems mit einem Beitrag zu „Homebrew-Spiele für PET und NES“ (und er präsentierte auch das allerkleinste Pong-Spiel der Welt).

Bilder und Bücher

Nachdem ich die interessantesten Rechner von allen Seiten abgelichtet (die Bilder sind hier zu finden), die Kollegen von der PET-Reparaturfraktion mit neugierigen Blicken beäugt und Peter Sieg zu seinen mitgebrachten Publikationen mit Fragen gelöchert hatte (den Klassiker Commodore-Hardware-Retrocomputing gibt’s jetzt in bunt und Retro-Computing Simulation – Emulation – Projekte ist relativ neu), war es Zeit für die Jahreshauptversammlung (JHV) des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. (VzEkC).

Classic Computing 2015 und 2016

Die JHV, womöglich die bestbesuchte aller Zeiten, verlief kurz und schmerzlos. Wichtigste Punkte waren die Veranstaltungsorte und Termine der kommenden Classic Computing Veranstaltungen. Durch die Zusammenarbeit mit französischen Retrofreunden wird die CC 2015 am 3. und 4. Oktober in Thionville (s.o.) stattfinden. Auch für das darauffolgende Jahr stehen Zeit und Ort bereits fest. Zehn Jahre nach der legendären Veranstaltung in Nordhorn will man dort am 17 und 18 September 2016 in der alten Weberei ein richtig großes Event aufziehen. Hardwarehändler aus ganz Europa und hoffentlich viele Aussteller und Besucher werden erwartet.

Computerschrott und Kostbarkeiten

Der Höhepunkt des Tages war nach der Sitzung die Versteigerung von Sachspenden (Computer, Peripheriegeräte, Zeitungen, Bücher und Zubehör), die dem Verein zugegangen waren und nun neue Besitzer suchten. Da der Erlös dem Verein zugute kommt waren die Bieter nicht knickerich. Doch während ein großer Stapel Atari Trak-Balls (originalverpackt) schnell an viele neue Liebhaber abgegeben werden konnte und sich um einige schöne Stücke mehrere Bieter stritten, gab es auch das eine oder andere weniger begehrte Objekte wie PC-Röhrenmonitore und Nadeldrucker. So kam es, dass die gesuchteste Rarität an diesem Abend, ein SX64, in einem alles-oder-nichts-Paket zusammen mit einem PC samt Zubehör versteigert wurde.

Da mein Keller schon sehr voll ist, habe ich der Versuchung, mich um den SX64 zu bemühen, widerstanden und mich mit Atari Trak-Balls (fünf Kartons, man weiß ja nie…) und einer großen Schatzkiste (?) mit C64-Zubehör begnügt. All das schleppte ich nachts zu meinem Auto, das (Danke Edeka!) noch immer an seinem Platz stand und machte mich durch die kühle Herbstnacht auf den Heimweg.

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Classic Computing 2014

Nachdem es mir in den letzten Jahren mit großer Regelmäßigkeit gelungen ist, die Classic Computing (CC) zu verpassen, besteht diesmal eine reelle Chance, zumindest als Besucher teilzunehmen. Das hatte ich zwar schon einmal behauptet, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Damit jeder weiß, worum es sich bei der CC handelt und der Einfachheit halber, füge ich unten einfach das offizielle Einladungsschreiben des Vereins zum Erhalt klassischer Computer (der die CC veranstaltet) an. Da muss ich mir nicht selber einen Text aus den Fingern saugen…

Classic-Computing Homepage-Banner

Classic Computing 2014
04.10. und  05.10. in der Stadthalle Schönau

Eine der größten Ausstellungen von historischen Computern und Spielekonsolen in Deutschland öffnet am 04. und 05. Oktober in der Stadthalle Schönau (Odenwald) ihre Pforten. Dabei können Videospiel-Systeme aus den 1970er, 1980er und 1990er Jahren genauso bewundert werden wie Home- und Personal Computer. Die Gerät sind nicht nur zu bestaunen, sondern teilweise auch zum selbst ausprobieren. Neben den klassischen Rechnern gibt es auch aktuell entwickelte Zusatzhardware zu sehen und sicher auch eines der klassischen Spiele wie z.B. Great Giana Sisters, Donkey Kong oder Arkanoid zu spielen.

Ausrichter der in diesem Jahr zum zwölften Mal stattfindenden „Classic Computing“ ist der bundesweit tätige Verein zum Erhalt klassischer Computer (VzEkC) e.V. Beginn ist an beiden Veranstaltungstagen um 10 Uhr, neben Retrocomputer-Klassikern „zum Anfassen und Mitmachen“ wird ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Demonstrationen angeboten. Der Eintritt ist frei.

Treffen sie Gleichgesinnte und Interessierte zum Gedankenaustausch, Fachsimpeln und einfach zum Spaß an der Sache. Zeigen sie ihren Kindern, wie ihre ‚Playstation‘ damals aussah und wieviel Spaß man damit hatte.

Wo

Stadthalle Schönau
Weinheimer Strasse 4
69250 Schönau

Mehr Infos finden Sie auf der Website

http://www.classic-computing.org/page/pages/classic-computing-2014/wissenswertes.php

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Bilder von der Retrolution (HomeCon XXX)

Wie immer viel zu spät aber besser als gar nicht, habe ich heute meine Bilder von der Retrolution in Steinheim hochgeladen. Über dieses „Megatreffen“ von DoReCo, [connected] und HomeCon wurde ja im Forum64 ausführlich berichtet, also spar ich mir weitere Worte.

Retrolution Sound Collection (Vorderseite) Retrolution Sound Collection (Rueckseite) Für alle Besucher gab es von SID Spieler und der etwas fotoscheuen daimansion (Cover Art) eine „Retrolution Sound Collection“-CD zum Geschenk. Wie das Cover verrät, enthält die CD zehn Amiga Sounds und fünf Stereo SID Tunes.

Wie im letzte Jahr auf der HomeConnected wurde auch diesmal wieder ein kleiner C64-Partyscroller geschrieben. Bedauerlicherweise habe ich, schon an den Tasten sitzend, mir noch eine Denkpause für einen schöneren Text gegönnt, andere vorgelassen und letztlich die Deadline verpasst. Ohne meine Grüße, aber trotzdem schön, findet man „Retrolutionary“ auf der CSDb zum Download.

Weitere Bilder gibt es übrigens hier (ritti) und da (Draco) und dort (Mugg)

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Auspacken (3)

Nach langer Pause hier nun zwei weitere Bilder zum Inhalt meines Pakets aus UK. Nur ein hübsches weißes Netbook … von Commodore? Wer es im Original sehen möchte, kann dazu morgen nach Hanau zur Retrolution! kommen. Das ist zugegebenermaßen etwas kurzfristig, aber es gibt ja auch noch die Hobby & Elektronik im November in Stuttgart.

Ein Netbook von Commodore (in Styropor) Ein Netbook von Commodore (ausgepackt)

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Retrolution!

Jetzt sind es nur noch drei Wochen bis zur „Retrolution! – HomeConnected feat. DoReCo“ aka HomeCon XXX. Da wird es langsam Zeit sich anzumelden! Wer bereits die HomeConnected im letzten Jahr genießen konnte (Bilder, Info) wird dieses Ereignis sicher nicht missen wollen. Die Sause steigt …

Am: 20. und 21. September 2014
Ab: 10.00 Uhr (Samstag), 9.00 Uhr (Sonntag)
Ort: Kulturhalle Hanau-Steinheim, Ludwigstr. 67, 63456 Hanau (OT: Steinheim)

Retrolution 2014

Weitere Infos findet man über die Homepage der Retrolution, im Retrolution-Thread im Forum64 und natürlich auf der HomeCon-Homepage. Dort findet man auch die Anmeldeliste. Von der Gruppe Laxity wurde zudem ein C64 Invitation-Demo erstellt, das über die CSDb heruntergeladen und zusätzlich über YouTube betrachtet werden kann.

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Weltmeister 2014!

WeltmeisterkuchenZur Feier des Tages mal was vollkommen unelektronisches.

Da es offenbar (noch) kein C64-Release zum Ereignis des Jahres gibt, hier ein Bild des von mir inzwischen mit viel Genuss verspeisten „Deutschland-ist-Weltmeister-Kuchens“.

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Lotek64 zum Neunundvierzigsten!

Anfang der Woche erreichte mich die Papierversion der neuen Lotek64. Das PDF der Ausgabe 49 gab es zwar schon letzte Woche zum Download, ich bevorzuge bei Magazinen jedoch was zum Anfassen. Das kann man entspannt auf dem Sofa lesen und es zerbröselt nicht gleich zu teurem Elektronikschrott, wenn es mal runterfällt.

Das aktuelle Heft enthält wenig C64-spezifisches jedoch immer noch mehr als die letzte RETRO ;) Wie immer fand ich viele interessante Hinweise im Newsticker und zweimal konnte ich mich fast vor Lachen nicht auf dem Sofa halten. Der Bericht über den 3D-Drucker aus der DDR war erste Sahne und wurde doch locker vom Lo*bert-Comic auf Seite 2 getoppt.

Lotek49: Lo*bert (c) martinland [mit freundlicher Genehmigung von martinland]

Dieser mit humorvollem Blick auf aktuelle Trends erstellte Comic (wer doch den Holzhammer braucht: Flappy Bird und Canabalt lassen grüßen) stammt von Martin „Martinland“ Schemitsch, der seine Kreativität (außer in der Lotek64) im Martinland auslebt. Dort findet man in der Gruft (Cartoon Vault) auch jede Menge alte Ausgaben des Lo*bert-Comics.

Da nach der 49 die 50 kommt, steht der Lotek64 ein goldenes Jubiläum bevor. Ich vermute, dass die Redaktion schon hart daran arbeitet, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Man darf schon jetzt auf die nächste Ausgabe gespannt sein.

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Was ist RETRO?

RETRO Sonderheft BASICVor dem Wochenende fand wieder eine RETRO, das Heft #31, ihren Weg in meinen Briefkasten. Das erinnerte mich daran, dass ich hier schon vor Wochen das RETRO Sonderheft BASIC vorstellen wollte.

Zudem gab es eine weitere Erinnerung: Ich hatte mal wieder irgendwie die Jahresrechnung übersehen. Sie ist wohl zusammen mit dem vorhergehenden Heft unrettbar in irgendeinem Papierstapel versunken. Sowas passiert mir sonst nur bei der Steuererklärung.

Das erste RETRO-Sonderheft zum Thema BASIC kam nicht von ungefähr im Wonnemonat Mai auf den Markt. Das Thema 50 Jahre BASIC beherrschte schließlich zum Monatsbegin den elektronischen Blätterwald.

Dieses Heft muss man einfach haben und das nicht nur weil auch ein BASIC-Einzeiler (bzw. Zweizeiler) von mir drin steht. Die ganze Aufmachung in Satz, Druck und Inhalt, mit BASIC-Listings und Tipps & Tricks, alten Anzeigen und Buchbesprechungen induziert umgehend derart starke nostalgische Gefühle, dass man sich um Jahrzehnte zurückversetzt fühlt. Oder kurz: Es macht glücklich!

Retro #31Die aktuelle Ausgabe greift, kein Wunder bei dem Titelthema: Was ist RETRO?, in einem Artikel das Thema BASIC noch einmal auf und berichtet statt über Einzeiler über Zehnzeiler, die in großer Zahl bei einem Atari-Programmierwettbewerb eingereicht wurden.

Mehr über Hard- als Software geht es in zwei Artikeln zum 15. Vintage Computer Festival Europe (VCFe) und in einem Werkstattbericht. Eingeleitet wird das Heft jedoch von kurzen Auslassungen der Redakteure darüber, was sie unter „RETRO“ vestehen. Da gibt es ja durchaus unterschiedliche Sichtweisen. Beiträge zur Computerarchäologie und diverse andere, verschiedene Aspekte der mikroelektronischen Vergangenheit beleuchtende Texte, runden das Titelthema ab.

So, und jetzt werde ich mal sehen, wo ich ein Überweisungs­formular finde. Eins aus Papier. Was das angeht, bin ich bin nämlich auch irgendwie: voll retro.

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