HomeCon Nachlese

Vier Tage nach der HomeCon XV habe ich endlich ein paar Bilder online. Wer sich also einen kleinen Eindruck vom „wilden Treiben“ verschaffen will, kann das hier tun. Auf YouTube gibt es zudem noch ein hübsches HomeCon-Video von Ebster.

Eisig wehte der Wind
Während draußen bei stahlendem Sonnenschein ein eisiger Wind blies, war es im Saal warm und dunkel. Denn wegen der starken Sonneneinstrahlung musten, um auf den Monitoren überhaupt etwas erkennen zu können, alle Fenster zugezogen werden. Aufgrund dieser Düsternis sind auch meine Photos alle etwas verwackelt (zu lange Belichtungszeiten). Trotz des eisigen Wetters wurde auch bei dieser HomeCon wieder gegrillt. Man könnte denken: „Würstchen Eis & Heiß“ – oben Rauhreif, unten Kohle. Stimmt aber nicht, denn gegen den neuen Gasgrill hatte die Kälte keine Chance!

Gut besucht!
Schon im Vorfeld der HomeCon deutete sich ein neuer Besucherrekord an. Tatsächlich füllten sich rasch die Reihen. Die Orgas trugen noch ein paar zusätzliche Tische herein und so fand jeder seinen Platz. Wenn man alles zusammenzählt, Gäste mit Computern, sonstige Besucher, Kinder & Babys, so waren zeitweise um die 50 Leute anwesend. Trotzdem gab es keine Engpässe bei Kaffe, Limo und Kuchen. Danke Leute, gut gemacht!

Dracos Wunderwelt der Technik
Natürlich gab es auch wieder das eine oder andere hübsche Stück Hardware zu begutachten. Eine unter Plexiglas verbaute 1541 Ultimate-I zum Beispiel. Und fast schon Stammgast: ein Vectrex. Bei Draco gab es wieder ein paar seiner famosen Bastelarbeiten zu sehen. Besonders auffällig sein „Micro64“: ein SD2IEC mit LCD-Display zusammen mit einem DTV64 in einem kleinen Metallgehäuse und oben drauf ein winziger Monitor. Da kann dann keiner mehr behaupten, er hätte neben seinem Intel-PC für einen C64 keinen Platz mehr auf dem Schreibtisch.

Micro64

EasyFlash – easy living
Das EasyFlash, als Standardversion oder auch als EasyFlash 3, war fast bei jedem C64-User auf der HomeCon zu finden. Und wer kein „echtes“ hatte, hatte wenigstens eine 1541 Ultimate, um ein EasyFlash zu emulieren. Dieses Modul ist halt einfach zu schön, um es nicht zu haben. Anders als zuerst befürchtet, funktioniert das EasyFlash 3 doch am C128, wenn auch etwas eingeschränkt. Flashen und Starten von „normalen“ Modulen oder mittels Draco Cart Maker (DCM) zusammengestellter Multicarts funktioniert in der Regel. Prince of Persia hingegen, verweigert – wie bereits beschrieben – den Dienst.

Very Simple SID Player 128
Auf der letzten Hobby & Elektronik (siehe hier) hatte ich mit diversen Problemen bei der Umsetzung eines SID-Players auf dem C128 zu kämpfen. Was auf einem Emulator funktionierte, wollte auf einem echten Gerät partout nicht laufen. Dank eines Hinweises von sauhund aus dem Forum64, dank einer Info aus dem Forum auf Commodore128.org und dank eigener Forschung auf der HomeCon habe ich nun die tieferen Ursachen identifiziert und kann endlich (fast) ungetrübten SID-Sound im C128-Modus genießen. Da hat sich der Besuch der HomeCon mal wieder gelohnt.

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HomeCon XV

Am 4. Februar, also in knapp 2 Wochen, findet wieder eine HomeCon statt. Die erste in diesem Jahr.

HomeCon-Logo Halloween

Anmeldung wie immer unter: http://www.homecon.net/index.php/anmeldung.html

Termin:
Samstag, den 04.02.2012 ab 10:00 Uhr
Alte Schule Grossauheim
Taubengasse 3 (Eingang Haggasse)
63457 Hanau-Grossauheim

Weitere geplante (!) Termine sind: 31. März und 1. April, 26. Mai, 25. August, 03. November 2012.

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EasyFlash 3

Es hatte über zwei Jahre gebraucht, bis ich mein „altes“ EasyFlash [C64-Wiki] endlich in sein Gehäuse eingepasst hatte. Möglicherweise wird es mir mit dem nigelnagelneuen EasyFlash 3 genauso gehen. Dieses feine Stück Hardware habe ich vor nicht allzulanger Zeit von Retro Donald erstanden, der das von Skoe entwickelte Multi-Modul-Modul in seinem Shop anbietet.

EsayFlash 3

Das EasyFlash 3 bietet Platz für 8 Kernals sowie 7 EasyFlash Slots (ersetzt also 7 EasyFlash) und ein Firmware-Update ist einfach per USB möglich doch leider hat es einen kleinen Haken: während mein „altes“ Easyflash problemlos am C128 werkelt, zickt das Nachfolgeprodukt rum. Dass das EasyFlash 3, wegen des komplexeren Timings, eher selten an einem C128 richtig funktioniert (eher an keinem), war allerdings bekannt. Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Zwar meldet sich auch am C128 das Startmenü, doch das von Donald mitgelieferte Prince of Persia stürzt nach dem Laden mit einem grauen Bildschirm ab. Es sieht so aus, als ob ich mir auf meine alten Tage doch noch einen C64 zulegen muss. Wer hätte das gedacht.

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GO64! fast ohne CeVi

Retro #22Schon Anfang Januar lag sie im Briefkasten, die erste GO64! (Retro #22) im Jahr 2012. Wow, pünktlich wie nie! Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich begriffen habe, dass es das Heft 10-12/2011, also die vierte Ausgabe des letzten Jahres war.

Das Titelbild hat mir gut gefallen. Der Inhalt allerdings, war mal wieder weitgehend CeVi-frei. Ein neuer Negativ-Rekord. Der Untertitel meiner GO64!-Ausgabe: Das Commodore64-Magazin klingt da wie eine Verhöhnung der alten treuen Leser.

Am interessantesten, aus meiner Sicht, war ein mehrseitiger Bericht über Andrew Braybrook und Jeff Minter zum Thema Spieleprogrammierung Anno dazumal. Da ich Spiele eigentlich als ein ziemlich langweiliges Thema ansehe, soll das was bedeuten. Der restliche Informationsgehalt des Hefts war für meine Bedürfnisse dürftig (ich gehöre eindeutig nicht mehr zur Zielgruppe) und der Space-Rat-Comic kam mir auch irgendwie bekannt vor. Alles in allem ein buntes, dickes Heft in dem der C64 kaum noch als Fußnote vorkommt. Wieso ich mein Abo doch nochmal verlängert habe? Keine Ahnung! Masochismus? Nostalgie? Hoffnung? Wahnsinn?

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NUN-Joy: jetzt C64 kompatibel

Vor etwa einem Jahr berichtete ich hier über den NUN-Joy Adapter, der es erlaubt einen Wii™ Nunchuk® als Joystick zu nutzen. Leider erwies sich im Praxistest auf der HomeCon X, dass der Port#1 am C64 nicht genutzt werden kann, da sich die Elektronik aktiv verhält. Inzwischen gibt es beim HardwareDoc eine überarbeitete Version, die ich mir vor ein paar Tagen bestellt und nun erhalten habe.

Vergleich der NUN-Joy-Versionen

Der C64-kompatible NUN-Joy unterscheidet sich von der ursprünglichen Version in zweierlei Hinsicht: einmal durch 5 Euro (Aufpreis) und zweitens durch 5 Dioden, die jetzt die Plätze der 5 Widerstände belegen (siehe Photo). Wer sehr geschickt ist, mit dem Lötkolben (ich also nicht), kann die alte Version sicher auch selbst umrüsten. Wie aus den bereits angesprochenen Tests hervorgeht, ist diese Spezialversion jedoch nur für Port#1 erforderlich, am Port#2 genügt auch die ursprüngliche Variante.

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Weihnachts Lotek64

Lotek64 Ausgabe #39Druckfrisch und rechtzeitig zum Weihnachtsfest kam gestern die aktuelle Lotek64 (Ausgabe #39) ins Haus geschneit. Mit Marleens Infos zu „Schmuckes für den Weihnachtsbaum“ wird das Tentakel zur Bescherung. Wir warten jetzt, nach dieser Anregung, auf die ersten Bilder vom Commodore-Chickenhead als Christbaumschmuck.

Ich wünsche allen Lesern

eine Frohe Weihnacht!

Nachtrag:
Gerade habe ich im Forum64 einen Link auf folgenden empfehlenswerten Telepolis-Artikel gefunden: LOAD „XMAS“,8 – Weihnachten auf dem Commodore 64. Eine wirklich gelungene Zusammenstellung!

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Bilder von der H&E 2011

Was lange währt … Hier sind nun endlich meine Bilder von der Hobby & Elektronik 2011 in Stuttgart.

Blau beleuchtetes C64-Logo

Weitere Photos gibt es hier:
von unserem “Boss” Brainstorm:
www.c64page.de/DATEN/HE-2011/HE-2011.html
und von Schlonkel:
www.lust-auf-nostalgie.de/computer/03_events/hobbyundelektronik/hunde_2011_1920112011.htm

Die Tagesberichte zur H&E 2011 finden sich unter folgenden Links:
Kurze Vorankündigung der Hobby & Elektronik 2011 (mit Link auf Blog zur Vorjahresveranstaltung)
1. Tag: Schock lass nach
2. Tag: Messetelegramm
3. Tag: Der ganz normale Wahnisnn
4. Tag: Finale!

Natürlich gibt es auch wieder eine offizielle Presseinformation der Messe zur H&E 2011. Der Termin der nächsten Hobby & Elektronik steht auch schon fest. Man trifft sich wieder vom 22.11. – 25.11.2012.

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Partybericht: BP 2011

Seit dem 23. November ist die Digital Talk #93 für Nicht-Abonnenten via Download verfügbar. Meine auf der aktuellen Ausgabe der DT enschienene Story über die letzte Bunkerparty kann man daher jetzt auch hier in meinem Artikel-Archiv in einer HTML-Version nachlesen.

Commodore-Adler am Bunker [Link zum Partybericht]

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HE2011: Finale!

Vielleicht sollten wir T-Shirts bedrucken lassen: „Ich überlebte die HE 2011“. Dazu stelle ich mir folgenden Dialog vor: „Was soll das bedeuten?“ – „Hä?“ – „Was soll das T-Shirt bedeuten?“ – „Wie bitte?“ – „WAS SOLL DAS T-SHIRT BEDEUTEN?“ – „Was ist mit den Leuten?“ …

Der Geräuschpegel auf der HE erreichte am gestrigen Tag sein Maximum mit gemessenen > 100 dB(A) (Dezibel). Heute hatten wir im Schallschatten bei gefühlt gemäßigten Lärmpegel noch 80 bis 90 dB(A). Ab 85 dB(A) ist im gewerblichen Arbeitsbereich Gehörschutz vorgeschrieben. Ein solcher Lärm, zehn Stunden am Tag, bleibt nicht ohne Wirkung. Einige (potentielle) Besucher machten ob des akustischen Infernos schon am Halleneingang kehrt und dabei war dort der Lärm deutlich „milder“. Beratungsgespräche und Fachsimpeleien am Stand waren ebenfalls stark beeinträchtigt. Es wird daher darüber nachgedacht, die Computerclubs etwas lärmferner zu plazieren. Hoffen wir mal das Beste.

Trotz allem war der Stand der CCL (links im Bild) wieder ein Publikumsmagnet und alle Rechner stets dicht umlagert. Alt und Jung spielten Bombmania, Space-Taxi oder Frogger um nur einige Beispiele zu nennen. Nicht jeder Computerclub (rechts im Bild) konnte sich über soviel Zuspruch freuen.

Computerclubs

Heute war auch wieder NLQ am Stand, um an der Firmware für das IEC2ATA zu arbeiten. Skern hatte einige Sonderwünsche angemeldet, die es umzusetzen galt. Die Firmwareentwicklung für den ATmega 162 nähert sich damit dem Ende und die nächsten Hauptversionen werden den größeren ATmega 128 voraussetzen. Leider ist, wie bei fast allen Hobbyprojekten, mit langen Entwicklungszeiten zu rechnen.

Meine eigenen Programmierversuche scheitern immer noch an der Original-Hardware. So wie bei meinem Game-Projekt die Farben im 40-Zeichen-Modus des VDC auf einem 1901-Monitor nicht korrekt angezeigt werden, so zickt die MMU bei der Umsetzung meines SID-Players für den C128. Was im Emulator sauber funktioniert, zeigt manchmal seltsame Effekte auf einem echten Rechner. Ursache? – Unklar! Die aktuelle Version (V 0.01) hat daher noch ein paar Macken, aber das Grundprinzip funktioniert. Die Abbildung zeigt links den „Very Simple SID Player“ auf einem Emulator im 40-Zeichen-Modus (VIC) und daneben einen Ausschnitt von einem Bildschirmfoto der Alpha-Version im 80-Zeichen-Modus (VDC).

Very Simple SID Player for the Commodore 128

Gegen Ende der Messe hatte ich das Vergnügen, zusammen mit einem Kollegen von der LUGS (Linux User Group Stuttgart), Gespräche mit Mitarbeitern des BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) und der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) zu führen. Beide Organisationen haben eigene Stände auf der Messe. Themen des Gesprächs waren Filme und Spiele auf Webseiten (dort ist eine Gesetzesänderung geplant) und Spiele für Retro-Computer. Wie sich im Gespräch herausstellte, so äußerte sich zumindest der Mitarbeiter der USK vor Ort, sollte für Spiele ohne gewaltverherrlichenden oder sonstwie jugendgefährdenden Charakter eine Vorführung auf der Messe auch ohne offizielle USK-Einstufung eigentlich kein Problem darstellen. Auf jeden Fall wurde Gesprächsbereitschaft signalisiert und es erscheint sinnvoll, dieses Angebot vor der nächsten Hobby und Elektronik zu nutzen.

Stände von BPjM und USK auf der Messe

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HE2011: Der ganz normale Wahnsinn

9:37 h

Die Geräte werden eingeschaltet und Programme geladen. Beim C128 mit Wumpus 2.0 habe ich mich vertippt und muss resetten. Der Platz ist eng, da fällt mir mein Joystick vom Tisch. Splatter! Der glasklare Competition Pro zersplittert an der Aufschlagstelle. Kleine Plastikteile fliegen in alle Richtungen. Die Elektronik liegt frei. Autsch!

ehemals ein Competition Pro

10.03 h

Menschenmassen haben sich den Weg bis in die Halle 4 gebahnt. Heute sind deutlich mehr Besucher auf der Messe. Am Stand der CCL herrscht Gedrängel. Ansonsten ist es nicht übermäßig voll. Dafür laut! Dabei sollte das dieses Jahr anders sein. Pustekuchen. In den anderen Hallen ist noch mehr los. In Halle 6 (Modellbau) ist zeitweise kein Durchkommen. Dafür deutlich mehr Ruhe.

14:22 h

Die Programmierung des VDC in 40-Zeichen-Auflösung gerät zu einem Mysterium. Ich hatte schon mehrere Stunden der Codeanalyse darauf verschwendet herauszufinden, warum ich in meinem Programm immer dunkelgrau als Hintergrundfarbe habe. Dann entdeckte ich, dass mein Monitor (1901) in der VDC-40-Zeichen-Auflösung gar keine andere Farbe darstellen kann. Auch ein zweiter 1901 zeigte das selbe Ergebnis. Besser noch: wechselte man mit dem Color-Befehl (COLOR6,x) die Hintergrundfarbe, zeigten sich seltsame Effekte bei der Textfarbe. Man erhielt rote, blaue oder grüne Farbpaletten mit noch nie gesehenen Farbtönen. Die 16 Originalfarben waren nur bei der Hintergrundfarbe Schwarz sichtbar.

Seltsamer VDC
Schwarz (COLOR6,1) zeigt die original Farben; COLO6,9 eine grüne Palette

Wie sich später herausstellte, zeigt ein andere RGB-Monitor (von Profex) jeweils das, was angezeigt werden sollte: ein andersfarbiger Hintergrund bei korrekter Farbpalette. Warum der 1901 beim VDC mit 40-Zeichen pro Zeile derart „spinnt“ (im 80-Zeichen-Modus arbeitet er ja einwandfrei) muss vorerst ein ungelöstes Rätsel bleiben.

16:55 h

Der Lärm in Halle 4 schwillt auf einen unerträglichen Pegel an. Die Radaubuden am Hallenende haben das Fernsehen zu Gast und drehen auf was geht. Hier geht jedoch nichts mehr, jedenfalls keine Unterhaltung. Später wird es wieder etwas leiser, trotzdem bleibt es unangenehm und immer wieder meint jemand seine Boxen größer aufdrehen zu müssen als der Trottel von nebenan.

17:50 h

Die Messe geht dem Ende entgegen. Inzwischen wurde auch ein Commodore 1084 S bezüglich des VDC-40-Zeichen-Phänomens getestet. Auch dieser Monitor zeigt, wie der 1901, die seltsamen Farbpaletten anstatt unterschiedlich farbiger Hintergründe. Irgendwie finde ich das nicht wirklich beruhigend.

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