HE2011: Finale!

Vielleicht sollten wir T-Shirts bedrucken lassen: „Ich überlebte die HE 2011“. Dazu stelle ich mir folgenden Dialog vor: „Was soll das bedeuten?“ – „Hä?“ – „Was soll das T-Shirt bedeuten?“ – „Wie bitte?“ – „WAS SOLL DAS T-SHIRT BEDEUTEN?“ – „Was ist mit den Leuten?“ …

Der Geräuschpegel auf der HE erreichte am gestrigen Tag sein Maximum mit gemessenen > 100 dB(A) (Dezibel). Heute hatten wir im Schallschatten bei gefühlt gemäßigten Lärmpegel noch 80 bis 90 dB(A). Ab 85 dB(A) ist im gewerblichen Arbeitsbereich Gehörschutz vorgeschrieben. Ein solcher Lärm, zehn Stunden am Tag, bleibt nicht ohne Wirkung. Einige (potentielle) Besucher machten ob des akustischen Infernos schon am Halleneingang kehrt und dabei war dort der Lärm deutlich „milder“. Beratungsgespräche und Fachsimpeleien am Stand waren ebenfalls stark beeinträchtigt. Es wird daher darüber nachgedacht, die Computerclubs etwas lärmferner zu plazieren. Hoffen wir mal das Beste.

Trotz allem war der Stand der CCL (links im Bild) wieder ein Publikumsmagnet und alle Rechner stets dicht umlagert. Alt und Jung spielten Bombmania, Space-Taxi oder Frogger um nur einige Beispiele zu nennen. Nicht jeder Computerclub (rechts im Bild) konnte sich über soviel Zuspruch freuen.

Computerclubs

Heute war auch wieder NLQ am Stand, um an der Firmware für das IEC2ATA zu arbeiten. Skern hatte einige Sonderwünsche angemeldet, die es umzusetzen galt. Die Firmwareentwicklung für den ATmega 162 nähert sich damit dem Ende und die nächsten Hauptversionen werden den größeren ATmega 128 voraussetzen. Leider ist, wie bei fast allen Hobbyprojekten, mit langen Entwicklungszeiten zu rechnen.

Meine eigenen Programmierversuche scheitern immer noch an der Original-Hardware. So wie bei meinem Game-Projekt die Farben im 40-Zeichen-Modus des VDC auf einem 1901-Monitor nicht korrekt angezeigt werden, so zickt die MMU bei der Umsetzung meines SID-Players für den C128. Was im Emulator sauber funktioniert, zeigt manchmal seltsame Effekte auf einem echten Rechner. Ursache? – Unklar! Die aktuelle Version (V 0.01) hat daher noch ein paar Macken, aber das Grundprinzip funktioniert. Die Abbildung zeigt links den „Very Simple SID Player“ auf einem Emulator im 40-Zeichen-Modus (VIC) und daneben einen Ausschnitt von einem Bildschirmfoto der Alpha-Version im 80-Zeichen-Modus (VDC).

Very Simple SID Player for the Commodore 128

Gegen Ende der Messe hatte ich das Vergnügen, zusammen mit einem Kollegen von der LUGS (Linux User Group Stuttgart), Gespräche mit Mitarbeitern des BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) und der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) zu führen. Beide Organisationen haben eigene Stände auf der Messe. Themen des Gesprächs waren Filme und Spiele auf Webseiten (dort ist eine Gesetzesänderung geplant) und Spiele für Retro-Computer. Wie sich im Gespräch herausstellte, so äußerte sich zumindest der Mitarbeiter der USK vor Ort, sollte für Spiele ohne gewaltverherrlichenden oder sonstwie jugendgefährdenden Charakter eine Vorführung auf der Messe auch ohne offizielle USK-Einstufung eigentlich kein Problem darstellen. Auf jeden Fall wurde Gesprächsbereitschaft signalisiert und es erscheint sinnvoll, dieses Angebot vor der nächsten Hobby und Elektronik zu nutzen.

Stände von BPjM und USK auf der Messe

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