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3.3.2011 von wte.
Die Vereinten Nationen (UN) haben für 2011 das “Internationale Jahr der Chemie” ausgerufen. Wenn sich schon die ganze Welt so intensiv mit Chemie beschäftigt, dann ist das Grund genug mal zu rekapitulieren und recherchieren, was denn das Retro-Computer-Hobby mit Chemie verbindet.
Im ersten Teil habe ich daher über eigene Erfahrungen mit Computern im Chemiestudium berichtet. Dass ich für meinen C128 eigens ein Textverarbeitungsprogramm geschrieben habe (schreiben musste, um mit einem strunzdummen, aber dafür billigen Typenraddrucker spezielle Symbole wie ein Alpha darstellen bzw. automatisch ein Inhalts- und ein Stichwortverzeichnis für meine Dissertation erzeugen zu können), sei hier nur eine Randnotiz wert. Der zweite Teil soll sich mit Lern-, Demonstrations- und Rechenprogrammen zum Thema Chemie befassen.
Teil 2: Die Chemie, Commodore und die Nachwelt
Allgemein zugängliche Chemierechen und -lernprogramme, bzw. das was man damals dafür hielt, gab es schon - wenn auch in kleiner Zahl - in den frühen CBM-Tagen. In Softwaresammlungen der ICPUG und TPUG (heute erhältlich auf CD) finden sich zumindest einzelne mehr oder weniger sinnvolle Beispiele. Obwohl ich die entsprechende ICPUG Disk leider nicht testen konnte, klingen die Programmbeschreibungen vergleichbar zu denen auf den TPUG Educational-Disks und deren Qualität ist, nach einer ersten Sichtung, leider nicht gerade berauschend.
Dabei gab es in Programmzeitschriften wie der Chip und speziell der CAL (Computer-Anwendung im Labor, 1983 - 1985) durchaus sinnvolle und nützliche Programme für angehende und gestandene Chemiker, die auch auf einem Commodorerechner lauffähig waren (und sind). Im Internet sucht man diese allerdings vergeblich, sie sind für die moderne Nachwelt, die nur noch elektronisch recherchiert und das Betreten von echten Bibliotheken für Papierliteratur für einen Anachronismus hält, schlichtweg verloren. Google jedenfalls liefert zu den entsprechenden Stichworten allenfalls ein paar inhaltlich wertlose Hinweise auf Literaturzitate.
Ernsthafte Computeranwendungen im Bereich der Chemie gibt es natürlich auch in der Erfassung und Auswertung von Messdaten. Dafür den weitverbreiteten und relativ preisgünstigen C64 zu nutzen, bot sich da auch wegen seines frei programmierbaren USER-Ports geradezu an. Zu diesem Thema gibt es einige interessant klingende Bücher (mehrbändig):
Falls man heute überhaupt noch einer dieser Schriften in gebrauchter Form habhaft werden kann, dann zu horrenden Preisen. Die Basis der Preisbildung erscheint allerdings recht fragwürdig, zumal eine praktische Nutzung im Unterricht heutzutage ausgeschlossen werden kann. [Falls jemand, der das hier liest, diese Bücher besitzt und nicht mehr benötigt, kann er mir ja mal ein vernünftiges Angebot unterbreiten.]
Wenn also im Bereich der sinnvollen Anwendungen nichts den weiten Weg bis in die Moderne überlebt hat, bleibt immer noch ein Gebiet, in dem der C64 unübertroffen ist: Spiele. Trotz intensiver Suche habe ich nur ein Beispiel finden können: Chem Lab von Simon & Schuster Computer Software ist eine Art Simulation Chemischer Laborversuche (Bericht in der Compute; Info in der Gamebase64). Die Palette der animierten Experimente reicht dabei von Farbspielereien bis Explosionen.
Falls irgendjemand weitere Infos zu Spielen oder Anwendungsprogrammen für Commodore-Rechner mit Chemiebezug kennt oder hat, würde ich mich über eine kurze Mitteilung freuen.
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27.2.2011 von wte.
Die Vereinten Nationen (UN) haben für 2011 das “Internationale Jahr der Chemie” ausgerufen. Es soll an die Errungenschaften der Chemie und ihre Beiträge zum menschlichen Wohlstand erinnern [1]. Die Eröffnungsrede auf der deutschen Auftaktveranstaltung am 9. Februar wurde von unserer Bundeskanzlerin gehalten.
Wenn sich schon die hohe Politik so intensiv mit Chemie beschäftigt, dann ist das Grund genug mal zu rekapitulieren und recherchieren, was denn das Retro-Computer-Hobby mit Chemie verbindet und damit meine ich nicht die diversen Rezepturen zum Bleichen vergilbter Computergehäuse.
Teil 1: Die Chemie, der Computer und Ich
Als ich Anfang der 80er des letzten Jahrhunderts mein Chemiestudium begann, konnte man durch die Fenster des Instituts für Technische Chemie mehrere CBM-Rechner erkennen, die dort vermutlich für Steuerungsaufgaben benutzt wurden. Meine Hoffnung, im Studium recht bald mit diesen oder anderen Rechnern in Kontakt zu kommen, erwies sich jedoch als trügerisch.
Statt dessen wurde den Studenten ein Informatikkurs zum Erlernen der Programmiersprache FORTRAN 77 angeboten. Die Programme wurden mit Hilfe von Lochkartenstanzern auf Lochkarten (Bild) übertragen. Der fertige Programmkartenstapel wurde dann im Rechenzentrum abgegeben und verarbeitet. Erst am nächsten Tag holte man sich einen dicken Stapel Computerpapier aus dem Drucker und konnte dann sehen, ob das Programm etwas sinnvolles oder - was viel öfter der Fall war - eine Fehlermeldung als Ergebnis zeigte. Ein Computerterminal bekamen wir nicht zu Gesicht. Mit meinem CBM 4008 war ich daher zuhause informationstechnisch weitaus fortschrittlicher ausgerüstet als an der UNI.
Einen direkten Draht zum Zentralrechner erhielten wir erst später, als wir im Rahmen eines Organik Seminars HMO-Gleichungen lösen sollten (semiempirische Quantenchemie klingt gruselig, ist aber nur halb so komplex wie es sich anhört). Die Ergebnisse der Berechnungen, wer hätte es gedacht, waren wieder Stapel an bedrucktem Endlospapier. Die Programmlogik war aber keine Hexerei und so habe ich mir eine einfache Version für meinen CBM erstellt und konnte zuhause rechnen.
In der Folgezeit habe ich noch manches von meinem CBM berechnen und drucken lassen, womit ich bei einigen Praktikumsassistenten durchaus Eindruck schinden konnte. Besonders die hochauflösenden Grafiken (Anm: nach den Maßstäben der damaligen Zeit!), erzeugt mittels eines eigentlich nicht grafikfähigen Computers und eines ebenfalls eigentlich nicht grafikfähigen Druckers (CBM 4022) konnten überzeugen. Erst mit dem massenhaften Auftauchen des Commodore C64 begann der Stern meines CBMs zu sinken. Doch da lagen die besagten Praktika schon hinter mir.
Fortsetzung folgt mit Teil 2: Die Chemie, Commodore und die Nachwelt
[1] Quelle: http://www.unesco.de/chemiejahr_2011.html
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24.12.2010 von wte.
In den letzten Tagen gab es zweimal Lesefutter für die Feiertage. Erst kam die die Retro #18 (bei mir als: Go64! 10-12/2010) und gestern dann auch die aktuelle Lotek als Doppelnummer 34/35. Da kann es bis zur nächsten RETURN ja nicht mehr lange dauern. Die Jungs haben sich dann heute per eMail auch schon mal in Erinnerung gebracht (siehe unten). Diesen Grüßen kann ich mich nur anschließen.

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22.11.2010 von wte.
Während wir auf der der Hobby & Elektronik (H&E) in Stuttgart waren, haben sich an anderen Orten wahre Dramen abgespielt. Die Warsteiner Brauerei hatte in einer “Social-Media-Kampagne” (so nennt man das heute auf Neudeutsch) “das einzig wahre Museum” gesucht. Teilgenommen hatte auch das von Thiemo Eddiks gegründete Oldenburger Computer-Museum (OCM), in dem Home-Computer und Konsolen aus den 70er und 80er Jahren ausgestellt werden. Wer in diesem oder vor einem Jahr auf der H&E in Stuttgart war, erinnert sich vielleicht noch, dass Thiemo das Museum und seine Entstehung dort in einem Vortrag in Forum der Computerclubs vorgestellt hatte.
Thiemo Eddiks, der Gründer des Oldenburger Computer-Museums
Quelle des Fotos: Das einzig wahre Blog, Warsteiner Brauerei
In einem spannenden Showdown (schon wieder so ein Anglizismus) konnte sich das OCM schließlich knapp durchsetzen und am 19. November das ausgelobte Preisgeld einheimsen. Eine Zusammenfassung und das Ergebnis des Wettbewerbs findet sich hier. Da kann man nur sagen: Glückwunsch!
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18.10.2010 von wte.
Benoît Mandelbrot (Homepage. Wikipedia), Herr der Apfelmännchen und Seepferdchen, ist, wie heute [z.B hier: Chip, Zeit] berichtet wurde, bereits Ende letzter Woche im Alter von 85 Jahren, verstorben. Mandelbrots faszinierendes Buch über die fraktale Geometrie (1982) hat die Welt der Mathematik verändert und die Grafikfähigkeiten der (damals verfügbaren) Computer herausgefordert.

Es gibt wohl keine Homecomputerzeitung, die in diesen Zeiten nicht wenigestens einmal im Jahr ein neues Programm zur Berechnung und Darstellung von Mandelbrot- oder Julia-Mengen veröffentlichte. Bessere Auflösung, mehr Farben, 3D-Effekte oder die Floppy als Co-Prozessor, immer gab es was Neues aus der Welt der Fraktale, das in Bits und Bytes umgesetzt wurde.
Ein paar Beispiele für Fraktalberechnungen auf C64 und C128 finden sich hier:
- M.C.S. (Mandelbrot-Konstruktions-Set, Kurt Zimmermann, 64′er 10/91)
- Apfelmaennchen (de)
- Mandelbrot Generator V1.0 [1997]
- Mandelbrot Madness [2010]
- Mandelzoom128 v4.1 (C128) [1990/1991]
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6.9.2010 von wte.
Nein ich nicht! Aber die Freunde vom Berlin C64 Club, die haben es geschafft. Am heutigen Montag lief um 19:10 Uhr auf Pro7 die Sendung “Galileo” und dort wurde unter dem Stichwort “Deutschlands verschwundene Dinge” eine 5,25″-Floppy (Schlabberdisk) am Beispiel der Nutzung am C64 erklärt (in gut 2 Minuten). Die Vorgeschichte und das Video (nur für angemeldete Nutzer) findet man im Forum64.

Das Fazit des Films ist ein Vergleich der Speichermedien damals (Floppy-Disk: 172 kB) und heute (Blu-ray Disk: 25 GB). Doch zum Schluß mangelt es an Sachkenntnis. Der Schlabberdisk wird eine geringere Haltbarkeit attestiert als der Blu-ray. Dabei sind gerade 5,25″-Disks besonders robust und - bei ordentlicher Lagerung - nach 25 Jahren noch gut lesbar. Bei CDs und DVDs wird heute das Umkopieren nach 2 Jahren empfohlen und zur tatsächlichen Haltbarkeit von Blu-ray Disks liegen bisher auch nur Labortests vor…
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4.2.2010 von wte.
Nach langer Pause folgt heute mal wieder ein Beitrag aus der Reihe über Commodore-Fans. Als Ende 2009 das folgende Photo entstand, war noch nicht abzusehen, dass dieser Winter “ewig” dauert. Inzwischen hätte man mannshohe Commodore-Logos aus Schnee bauen oder aus Eis aussägen können.

Doch während draußen die Globale Erwärmung herrscht und statt Hitze nur große Kälte bringt, sitzt der wahre Fan im warmen Zimmerchen und arbeitet mit seinen geliebten Commodore-Rechner.
(wird fortgesetzt)
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11.1.2010 von wte.
Acht lange Jahre und zahlreichen Beta Versionen hat es gebraucht, doch jetzt ist er da, der neue Star Commander. Heute wurde von Joe Forster die Version 0.83 veröffentlicht (die letzte nicht-Beta-Version 0.82 stammte vom März 2002).
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11.12.2009 von wte.
Die HomeCon entwickelt sich offenbar zu einem Renner. Nicht nur, dass die Macher mit ihrer HomeCon inzwischen zweimal im Radio zu hören waren [Interview und Bericht von der HomeCon IV], nein, jetzt haben sie auch schon das Bürgerhaus in Froschhausen konfisziert. Zumindest haben sie ihm einen virtuellen Stempel aufgedrückt (Bildkomposition: Hessi):

Für alle, die die HomeCon IV im November nicht besuchen konnten, gibt es einen reichlich bebilderten Bericht auf der Homepage. Hessi schreibt dazu in seinem HomeCon-Newsletter: “Der Bericht erzählt von netten Vormietern, fehlendem Strom, freilaufenden PackMan-Keksen, Leuten mit Weihnachtsmützen, bis auf’s Messer geführten Turnieren, Grillen im Regen und Kuchen, so groß wie ein IBM PC-Gehäuse. Ihr könnt den Bericht auf www.homecon.net oder aber in der kommenden Digitaltalk [www.digitaltalk.de] lesen.”
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10.12.2009 von wte.
Am letzten Tag der Hobby & Elektronik 2009 kam für unseren Prof PI^2 die große Stunde. Wurde er doch von radio sunshine live zu einem Interview über Computernostalgie im Allgemeinen und den Commodore 64 im Speziellen gebeten.
Wir haben das natürlich dokumentiert. Und wer interesse hat, kann sich das kanpp viereinhalbminütige Interview als Minivideo (160 x 120) [AVI 7,5 MB] oder etwas größere Version (320 x 240) [AVI 29 MB] herunterladen.
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