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Mai 2012
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PET Tube

Durch Zufall hatte ich vor einigen Tagen auf YouTube das Video eines PET-Spiels entdeckt. Doch es gab nicht nur dieses eine - es war eine komplette Serie! Die Quelle dieser Schmuckstückchen liegt auf der Homepage von Kim Moser aus N.Y., der, wie der Nachname erahnen läßt, deutsche Vorfahren hat.

Fire! Bild 1 Fire! Bild 2
Fire! [Download als prg-File] - Lodernde Glut auf dem PET. - Wer will da noch Choplifter spielen…?

Kim Moser hat verschiedene PET-Games vornehmlich (aber nicht nur) aus dem CURSOR Magazine (englischsprachiges Kasetten-Magazin mit kurzen Programmbeschreibungen auf Papier) [Wikipedia] als Livemitschnitt “verfilmt”. Das Magazin erschien in den späten 70ern und frühen 80ern und die Programme sind für den PET mit 8 K RAM ausgelegt. Die Aufnahmen entstanden wohl mit Hilfe eines Emulators und geben einen guten Überblick über den Spielverlauf.

Faszinierend auch die Cover und Animationsprogramme des CURSOR Magazines, die jedes für sich ein kleines PET-Demo sind und die graphischen Möglichkeiten des PETSCII-Zeichensatzes voll zum Einsatz kommen lassen (ein schönes Beispiel ist: Cover 18; witzig: Dance).

Kim Mosers Homepage verbirgt noch manch anderes (Commodore)Schätzchen - ein Besuch lohnt sich!

[Eine Zusammenstellung der Programme der Ausgaben #1 bis #28 des CURSOR Magazines auf sechs D64-Images gibt es hier: http://www.jammingsignal.com/c64/d64/cursordisks.zip (Info von comp.sys.cbm, Leif Bloomquist).]

Feuerwerk

Passend zum Jahresende hier eine “Demo” für PET und CBM. Sie läuft auf allen Systemen mit 40-Zeichen-Bildschirm (PET 2001, CBM 3001, 4001). Bei einem RAM-Ausbau mit 32 K wird der Variablenspeicher für Strings zerschossen, das sollte jedoch keine Rolle spielen. Feuerwerk ist identisch mit dem hier genannten Programm “Sternenexplosion”. Programme dieser Art waren die üblichen ersten Gehversuche auf einem PET/CBM vor über 25 Jahren.

Feuerwerk v1

Folgende Funktionen sind implementiert:
[c] = Bildschirm Löschen
[d] = Wechsel des Löschmodes
[f] = Wechsel der Symbolauswahl : alle / ausgesuchte Symbole
[x] = Ende

Basic 8

Vor einiger Zeit hatte ich hier schon mal über verschiedene Grafikerweiterungen für den VDC (80-Zeichen-Hires-Grafik) des Commodore 128 geschrieben. Eine Frage bleib damals offen, Ist Basic 8 identisch mit UltraHires? Nun diese Frage kann mit Fug und Recht mit Nein beantwortet werden. UltraHires kommt zwar von den gleichen Programmierern und dem selben Softwareunternehmen wie Basic 8, aber es handelt sich entweder um eine frühe Version des Programms oder um eine abgespeckte Version, mit einem reduzierten Befehlsumfang. Vielleicht war es sogar ein Appetithäppchen, um einen Teil der Möglichkeiten von Basic 8 einer breiten Käuferschicht bekannt zu machen. In den USA hat das sicherlich funktioniert, denn dort gehört Basic 8 zu den bekanntesten und verbreitesten BASIC-Erweiterungen für den C128. In Europa war hingegen der Graphic Booster 128 bekannter.

Von Basic 8 gibt es auch eine ROM-Version. Sie war für den internen freien ROM-Sockel, dem vieldiskutierten U36 bestimmt. U36 entspricht der als “internal Function ROM” bezeichneten Speicherkonfiguration der MMU und kann von $8000 bis $FFFF als ROM eingeblendet werden (es ist auch möglich, nur die untere oder nur die obere Hälfte des Speicherbereichs einzublenden). Im Basic 7.0 oder im Monitor des C128 findet man die Daten des ROMs in der Bank 4. (Mit “D 48000″ kann man den Beginn des ROMs disassemblieren.).

ROM in VICE

Dieses ROM kann man alsROM- Image auch in einem Emulator (hier VICE) einbinden. Über das Menü kommt man mit “Settings”, “C128 settings…” zum oben abgebildeten Parametermenü. Hier wird der Hacken beim “internal Function ROM” gesetzt und dann der Pfad eingetragen, in dem das ROM-Image abgelegt ist. [Ich hatte den Originaldateinamen des ROMs abgeändert und die Datei ins C128-Verzeichnis von VICE kopiert.] Um diese Einstellung zu bewahren, sollte man diese Konfiguration mit “Save current settings” speichern.

Nun kann man den C128-Emu resetten und… es passiert nichts! Das interne Function ROM aktiviert das Basic 8 nur dann, wenn während des Resets [ CONTROL] (auf der PC-Tastatur ist das in der Regel [TAB]) gedrückt wird. Das soll verhindern, dass immer Basic 8 startet. Bei meinem Rechner stürzt Basic 8 regelmäßig nach dem Intro-Bildschirm ab. Ob das an VICE, meinem PC oder an anderen Seltsamkeiten liegt, weiß ich noch nicht. Trotzdem kann man mit Basic 8 arbeiten. Mit [RUN]/[Restore] löst man einen NMI aus und gelangt wieder ins Basic. Die Erweiterung übersteht diese Prozedur unbeschadet und ist voll funktionsfähig.

Links:
Download Basic 8 ROM (ROM-Image für U36, Quelle: commodore128.org)
Download Basic 8 Disk 1 und Basic 8 Disk 2 (Diskversion von Basic 8 als D64, Quelle: commodore128.org)
Download Basic 8 Manual von Walrusoft (ASCII Text-Datei, 269 KB, Quelle: Project64)
Download Buch: How To Get The Most Out Of BASIC8 (Scann, PDF, 8925 KB, Quelle: commodore128.org)
Download diverser Programme und Grafiken ür Basic 8: http://commodore128.org/down24.html

Sie sind unter uns - They!

They! Logo

Sie sind unter uns! Eway 10 Softwares neuestes Produkt besticht durch Witz und gute Grafik. Der Titel “They” ist kurz und vielversprechend. Wie immer gibt es das Programm nur als Tape zu kaufen. Neu ist diesmal, dass das Spiel mit englischen Texten arbeitet. Die ersten drei Produktionen aus dem Hause Eway 10 Software waren noch deutschsprachige Grafik-Adventures. Inzwischen lagen aber viele Anfragen aus dem Ausland vor und so entschied sich der Autor für eine internationale Version.

Spielszene Tape Cover

Wer noch eine Datasette sein eigen nennt, sollte sofort bestellen, um sich dieses Sammlerstück zu sichern. Allen anderen bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal auch dieses Spiel zum Download als D64-Image bereitgestellt wird, denn die drei Vorgängerproduktionen, “Die Höhle”, “Astrolab” und “Der Seelenlose” gibt es jetzt auf der Hompage von Eway 10 Software zum freien Download.

Doku zum Graphic Booster

[GB Box]Vor kurzem habe ich von Nicolas Welte Photos und Scanns von Originalmaterialien zum Graphic Booster 128 erhalten. Der Graphic Booster ist, wie bereits vor gut zwei Monaten hier im Blog berichtet wurde, eine der mächtigsten Basicerweiterungen, die für die 80-Zeichen-Grafik des VDCs (Videochips) im C128 verfügbar ist.

Fast gleichzeitig hat mir Thunder.bird eine englische Übersetzung des Handbuchs (Manual) zum Graphic Booster zur Verfügung gestellt. Damit konnte die einzige öffentliche Informations- und Datensammlung über den Graphic Booster um wertvolle Originale und Dokumente erweitert werden.

Links:
Download Graphic Booster 128
Infos mit Zeitungsberichten und dem Manual in deutsch und englisch
Dokumente zum Graphic Booster (Photos und Scans)

Konfetti 64

C128.Net proudly presents: Konfetti 64! Machen Sie sich für diesen Rosemmontag Ihr eigenes elektronisches Konfetti. Werfen Sie Luftschlangen und lassen Sie die Welt ständig in einem neuen Licht erscheinen. Die erste Version dieses Machwerks (links) erblickte Freitag Nacht zwischen halb eins und halb vier das Licht der Welt. Mein erstes “Demo” (SubNanoDemo) auf einem C64! Die weiterentwickelte Kombiversion, die auch auf einem C128 läuft (rechts), entstand dann am Sonntag bei Tageslicht!
Konfetti!

Das Programm auf dem D64-Image muss mit LOAD”KONFETTI.BAS”,8 oder LOAD”*”,8 geladen werden (nicht mit “,8,1″), da C64 und C128 unterschiedliche Startadressen für Basicprogramme haben. Mit [SPACE] wird der Farbwechsel des Hintergrunds aktiviert bzw. deaktiviert. Über die Taste [L] wird gesteuert, ob auch noch Luftschlangen fliegen. Jede andere Taste stoppt die “Demo”. Helau!

PS: Um das Programm für C64 und C128 lauffähig zu machen, wurde es in BASIC 2.0 programmiert. Dabei musste ich feststellen, dass der LOAD-Befehl im C128 nicht auf die gleiche Weise funktioniert wie im 64er. Wer sich das Programm anschaut, wird das Problem - und seine Lösung - sicher schnell finden.

Basic 7.0 für den Plus/4

cbm264 Banner

Manchmal kann ein Tellerrand recht hoch sein, so dass der Blick nie, oder zumindest fast nie, darüber hinausreicht. Der Plus/4 (und der C16) haben im Kreis der Commodore-Fans immer ein Schattendasein geführt. Die Inkompatibilität zum C64, der “kastrierte” Speicher beim C16 und das seltsame Design inklusive der Pfeiltasten beim Plus/4 (PluVi) haben sicher genauso ihren Teil dazu beigetragen wie das Fehlen der beliebten Sprites. Da halfen auch nicht die hervorragenden Farbgrafikfähigkeiten des TED oder das verbesserte Basic 3.5.

Trotzdem - oder gerade deshalb? - gab und gibt es eine treue Fangemeinde für diese Computer. Und so bleibt es nicht aus, dass man ab und an über interessante Entwicklungen stolpert, die es lohnen genauer untersucht zu werden. Eine dieser Entwicklungen ist das vom C128 bekannte Basic 7.0 für den Plus/4. Es erweitert das Basic 3.5 um die fehlenden Kommandos und fügt noch einige weitere hinzu. Wie man auf cbm264.com nachlesen kann, ist das Programm schon seit 1988 existent und seit November 2003 im Netz verfügbar. Man muss es dem oben zitierten Tellerrand zuschreiben, dass es mir erst jetzt bekannt wurde (die PluVi-Gemeinde möge das verzeihen).

VICE emuliert Plus/4 Basic 7.0

Basic 7.0 für den Plus/4 gibt es auch als ROM-File zur Benutzung in einem Emulator (Download über cbm264.com). Die Anleitung auf cbm264.com ist für den Yape-Emulator verfasst (der vermutlich die beste Plus/4-Emulation bietet). Bei der Plus/4-Emulation im VICE-Emu muss man etwas anders vorgehen: Das ROM wird hier über die Menübefehlfolge File / Attach Cartridge Image… / C2 low image… eingebunden. Nach dem Speichern der neuen Konfiguration und einem Neustart erscheint dann der oben angezeigte Startbildschirm und über [F2] kann Basic 7.0 gestartet werden. Ein Hinweis sei hier noch gestattet: es handelt sich um eine Befehlserweiterung mit den Basicbefehlen des Commodore 128, nicht um eine Emulation! C128-Programme müssen also immer noch an die spezifische Hardware angepasst werden.

Es gibt in VICE, anders als bei Yape, derzeit keine Option, sich die eingebundenen Cartridges anzeigen zu lassen (oder sie wurde so gut versteckt, dass man sie nicht findet). Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Cartridges bereits eingebunden wurden, schaue man (unter Windows) in der VICE.ini nach. In der Sektion [Plus4] sollte sich im Falle von Basic 7.0 folgender Eintrag finden: c2loName=”C:\Pfad\Vice\PLUS4\basic7-0.rom”.

Feuer frei: Galaxians - Galaga - Galaxy

Galaga 4001Shoot ‘em up! - Damals
wie heute ein beliebtes
Genre.

Die Faszination der Weltraumballerspiele unter den Arcade Games zeigte sich nicht nur in der Vielfalt, sondern auch im Variantenreichtum. Kaum war Space Invaders (1978) auf dem Markt, kamen Galaxians (1979) und Galaga (1981) in die Spielhallen. Damit kam mehr Bewegung in die Alienhorde. Schon bald fanden sich Programmierer wie Henrik Wening, die diese Spiele auf Commodore Rechner portierten. Die Version für den CBM 3001 / 4001 hieß gleichfalls Galaga, entstand 1982 (also vor 25 Jahren) und kann auf der Homepage des Programmierers heruntergeladen werden. Wenn man die technischen Möglichkeiten (bzw. Einschränkungen) des CBM Rechners berücksichtigt, dann muss man dieser Umsetzung allen Respekt zollen. Der Spielspaß ist auch heute noch ungebrochen hoch.

Aus der CBM-Version wurde dann wenig später (1983) auch eine Version für den C64. Diese bekam, wohl auch aus Gründen des Markenrechts, den Namen Galaxy und wurde offiziell von Kingsoft vertrieben.

Space Invaders für PET und CBM

Space Invaders 4.0

Die Computerfreaks der “Frühzeit” warteten nicht auf Farbe und Hochauflösende Grafik (man lese dazu den gestrigen Beitrag zu Space Invaders auf VC 20 und C128), um sich die Arcade Games ins Wohn- oder Arbeitszimmer zu holen. Mit viel Phantasie und Kreativität konnte man auch aus den Grafikzeichen eines PET/CBM-Rechners etwas hübsch alienhaftes zaubern - wie man hier sehen kann.

Diese Umsetzung von Space Invaders stammt von A. Brzenska aus dem Jahre 1979. Sie wurde für den PET 2001 geschrieben und später an den CBM 3001 und CBM 4001 angepasst.

Download des Programms:
Für PET 2001 und CBM 3001 kann man es in der CBM Software Database finden.
Für den CBM 4001 im PET Files Archive auf der PET Games Disk 01 (”SPACE INV 4.0″).

Infos zum CBM 4001 Series Computer:
Auf Deutsch: MySoft-Homepage (inkl. einiger Spiele zum Download)
Auf Englisch: PET index (sehr technisch, detailliert und informativ!)

Space Invaders 128

VC20 Space InvadersWer sich das VIC 20 Werbefilmchen mit William Shatner (16. Januar) ganz genau angesehen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass dort auf dem VC 20 auch einer der Automatenpielklassiker der “Frühzeit” gezeigt wurde: Space Invaders (links als Standbild zu sehen).

Man kann sich das heute kaum mehr vorstellen, aber, um so ein Arcade Game zu zocken, musste man damals in eine Spielhalle oder Diskothek gehen. Dazu waren zwei Dinge erforderlich: ein entsprechendes Alter und ausreichend Bargeld, denn die Automaten waren nicht eben billig. Eine Deutsche Mark (gefühlter Wechselkurs: 1 Euro, inflationsbereinigter heutiger Gegenwert: ca. 2 Euro) kostete, wenn ich mich recht erinnere, die Runde Weltraumballern. Asteroids, Star Wars, Galaxians und eben Space Invaders waren die Renner in den späten 70ern und frühen 80ern.

Einstiegsbildschirm Alien Invaders 128

Alien Invaders 128

Von Darrell Spice Jr. wurde unter dem Namen Alien Invaders eine hervorragende Umsetzung für den 80-Zeichen-Modus des C128 programmiert (s.o.). Sie ist im Downloadbereich von commodore128.org verfügbar und muss im 80-Zeichen-Modus gestartet werden.