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HobbyTronic 2007

HT2007Schon in vier Tagen ist es wieder soweit: vom 18.4. bis zum 22.4.2007 findet in der Westfalenhalle Dortmund die HobbyTronic 2007 statt. Wer die Messe noch aus den Tagen kennt, als sie im eisigen Februar lief, wird diesmal wohl einen Hitzekoller bekommen…

Wie in den Jahren zuvor, so gibt es auch 2007 wieder einen C64-Stand. Zum zweiten Mal nach 2006 wollen die Leute vom Dienstagstreff die Sache in eigener Organisation durchführen. Mal sehen was Skern, Suschmann und Co. so einfällt. Bisher waren die Präsentationen des Dienstagstreffs auf der HobbyTronic immer ein besonderer Leckerbissen für C64-Fans. Beispiele vergangener Jahre sind das Dosen-DFÜ (siehe auch hier) oder die Bahnhofsanzeige. Aber der ungekrönte Knaller war, ist und bleibt „Der Unterwasser-C64 (U64)„.

Offizielle HobbyTronic Messeinfo: http://www.westfalenhallen.de/5129.php
Messeinfos auf C128.Net: http://www.c128.net/links/meetings.htm#messen

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Die 64’er? Gibt’s die noch?

Logo der 64erJa, die gibt es noch. Zweimal im Jahr kommt bei mir die PCgo mit einer 64’er-CD (alles eingeschweißt in eine Plastikhülle). Und heute war es wieder so weit. Die 64’er-CD-ROM 1/2007 bietet 600 MB Futter. Aufgeteilt in die Bereiche Demos (etwas mehr als zwei Dutzend), Videos, Musik, Info (verschiedene Disk- und PDF-Magazine), Games (mehr als 50) und PC-Tools. Mit dabei natürlich (!) auch wieder die aktuelle ConGo-Version.

Der Begrüßungstext beginnt mit den Worten: „Wieder einmal präsentieren wir ihnen eine voll gepackte CD mit Commodore-Software. Momentan scheint’s, als müssten wir auch nicht so bald damit aufhören. Es klingt vielleicht wie eine Durchhalteparole, aber die C64-Szene ist tatsächlich lebendig wie nie. Wussten Sie, dass es mittlerweile gelungen ist, Geos auf der Nintendo-Taschenkonsole DS ablaufen zu lassen? Oder dass eine neue Datassette in Entwicklung ist, die Daten statt auf Kassetten auf SD-Speicherkarten ablegt? Oder …“

Besonders interessant an der CD sind Ausschnitte (PDF) aus dem deutschsprachigen Buch „Die Commodore-Story“ und ein 273 MB umfassendes Promovideo, das Commodore früher den Besuchern des Werkes in Braunschweig vorgeführt hat. Übrigens findet man im gleichen Verzeichnis wie die Commodore-Story noch den Spieleteil der Retro #2 als PDF („sponsered“ by Enno).

Promovideo

Bei einem File auf der CD muss man aufpassen. Im Verzeichnis music gibt es die Datei Electric_Jesus.sid. Bei mir stürzt Winamp beim Versuch des Abspielens regelmäßig ab. Ein himmlischer Fingezeig? Offenbar gefällt es dem Herrn nicht, dass er hier in profaner und binärer Art auf eine Scheibe gepresst wurde.

Ich bin gespannt, wie lange es diese CD noch geben wird, schließlich dürfte die Anzahl der alten 64’er Abonnenten im Laufe der Zeit ganz schön geschrumpft sein und für eine Handvoll Freax würde sich der Aufwand nicht lohnen (es scheint aber außer mir noch ein paar ganz hartnäckige zu geben). Es ist mir auch schleierhaft, wie man als Einsteiger heutzutage noch zu einem solchen Spezialabo kommen kann, beworben wird es jedenfalls nicht. Wer sich für die CD interessiert, kann es ja mal versuchen.

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Wii 64

Nintendo hat am vergangenen Freitag angekündigt, die Möglichkeiten der Virtal Console noch in diesem Jahr um einem C64-Emulator zu erweitern. Damit soll der Nutzerkreis der neuen Spielekonsole Wii um „Retrofreaks“ erweitert werden.

Nach Aussage der Pressesprecherin von Nintendo Europe, Orima Prila, will man auf die beste verfügbare Emulation zurückgreifen: VICE. Die Probleme mit der GNU-Lizenz, die letztlich auf eine Offenlegung der Spezifikationen der Wii-Konsole hinauslaufen würde, will man geschickt umschiffen: „Wir werden in der Virtual Console ein Linux-System emulieren. In dieser Linux-Box läuft dann VICE ohne weitere Anpassungen.“ Um Lizenzzahlungen oder andere rechtliche Probleme mit den VICE-Entwicklern zu vermeiden, greift man zudem zu einen weiteren Trick. VICE wird nicht von Nintendo bereitgestellt, sondern nur „vermittelt“. Nintendo liefert nur die proprietäre Linux-Box und Links auf den Emulator. Welche Maßnahmen getroffen wurden, um die Linux-Box nicht zum Einfallstor für Mods werden zu lassen, wurde nicht publiziert.

Quelle: Nintendo-News

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Sie sind unter uns – They!

They! Logo

Sie sind unter uns! Eway 10 Softwares neuestes Produkt besticht durch Witz und gute Grafik. Der Titel „They“ ist kurz und vielversprechend. Wie immer gibt es das Programm nur als Tape zu kaufen. Neu ist diesmal, dass das Spiel mit englischen Texten arbeitet. Die ersten drei Produktionen aus dem Hause Eway 10 Software waren noch deutschsprachige Grafik-Adventures. Inzwischen lagen aber viele Anfragen aus dem Ausland vor und so entschied sich der Autor für eine internationale Version.

Spielszene Tape Cover

Wer noch eine Datasette sein eigen nennt, sollte sofort bestellen, um sich dieses Sammlerstück zu sichern. Allen anderen bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann mal auch dieses Spiel zum Download als D64-Image bereitgestellt wird, denn die drei Vorgängerproduktionen, „Die Höhle“, „Astrolab“ und „Der Seelenlose“ gibt es jetzt auf der Hompage von Eway 10 Software zum freien Download.

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GO Retro!

Schon seit einigen Tagen lag die neue GO64! Heft 01-03/07 – auch als Retro#3 bekannt – neben meinem C128 und wartete auf eine Begutachtung. Nach den eher enttäuschenden Erlebnissen mit der Retro #1 und #2 hatte ich eigentlich keine rechte Lust, mich überhaupt mit dem dritten Heft zu befassen. Immerhin lagen diesmal drei 5,25″ Disketten in der Versandtüte, die hatten ja viele bei den letzten Ausgaben der GO64! vermisst.

Retro#3 Der Inhalt des Hefts wird dem Titel „Von Hackern und Helden“ gerecht. In mehrseitigen Beiträgen wird detailverliebt über Szenen aus dem Leben von Wau Holland, Mitbegründer des Chaos Computer Clubs, über die Anfänge der Hackerkultur und Cracker-Philosophien berichtet. Die Beiträge sind interessant und auch humorvoll verfasst und doch vermisst man den in einem journalistischen Beitrag erwarteten Bezug zu aktuellen Themen wie z.B. den Versuchen der Bundesregierung, Staatstrojaner zur Ausspähung der Bürger zu etablieren.

Der eher dokumentarische Schreibstil findet dann seinen Ursprung (und seine Berechtigung) in der Quelle der Texte. Sind doch zwei der drei Beträge Auszüge aus Büchern und der dritte scheint den Angaben im Heft nach ein Reprint aus der 64’er zu sein. Trotzdem bleiben die Beiträge lesenswert und liefern einen interessanten Einblick in eine Zeit, als die Bürger noch nicht alles schluckten, was ihre persönlichen Freiheitsrechte einschränkte.

Etwa ein Drittel des Hefts widmet sich Spielen in Form von Specials und aktuellen Spieletests (mit Hinweisen auf die CD). Der interessante Einstiegsbeitrag in dieser Rubrik greift nochmals das Thema Hacker auf und liefert Beispiele für die Umsetzung dieses Themas in Computerspielen von den Anfängen bis in die Neuzeit. Der C64-User kann hier aber nur wenig Nektar saugen (und auch die CD ist für ihn weitgehend wertlos).
Im Rest der GO64/Retro kommt er besser weg. Neben dem obligatorischen (?) Longplay (Harak Iri) findet sich noch ein Bericht von der ComBär Berlin (beste Grüße an Malte) und ein Interview mit Eckhard Borkiet (Eway 10 Software), der im 21. Jahrundert noch Datasettengames für den C64 erstellt und vertreibt.

Sogar Hardwarethemen werden angesprochen. Neben Atari-Projekten gibt es einen Test zum Competition Pro (USB), eine Bauanleitung für einen C64-Kernal-ROM-Adapter und Beschaltungspläne für XX1541-Kabel. Für mich am interessantesten war eine kleine Einführung in die Programmiersprache C. Der erste Teil des Kurses „C am C64“ ist für jeden Anfänger verständlich aufgebaut (sonst hätt‘ ich ja nichts verstanden) und macht Appetit auf die Fortsetzung.

Im restlichen Heft findet man immer mal wieder verstreut auch nützliches für den C64-User. Leider gibt es (noch immer) keinerlei Informationen im Heft zur Heftdiskette. So wird zwar das Spiel Bomberman C64 vorgestellt, der Hinweis auf die Disks jedoch vergessen. Dabei sind die Disketten (sehr löblich!) auch als D64-Images auf der CD vorhanden!

Fazit: Für einen C64-Fan ist die Retro #3 ein Kauftip. Sie ist um Klassen besser, als die beiden Vorgängerhefte.

Und was ist mit GO64!-Abonennten? Für Sie gibt es im Editorial ein paar versöhnlich stimmende Worte von Wolfgang Meck. Von Enno lag zudem ein kleiner Zettel bei, der etwas ausführlicher hätte ausfallen dürfen, aber zumindest den Versuch einer Erklärung liefern will. Besonders interessant ist folgendes Zitat: „… Zudem sind zu den großen Kombiausgaben weitere Einzelausgaben der GO64! geplant. Die GO64! liegt mir persönlich sehr am Herzen und wird nicht aufgegeben. …“. Das stimmt hoffnungsfroher als die Aussage von Seba im Forum64, der ja mit Zeitproblemen beim Lay-Out der GO64! kämpft(e). Was Ennos Zettel allerdings ausklammert, ist die noch immer offene Frage, warum die Retro für 9,95 Euro verkauft wird und der GO64!-Abonnent dafür den Gegenwert von 3 Heften (14,91 Euro), also das Eineinhalbfache investieren muss?!

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Beitrag zur Game Compo: Star Cruiser

In den letzten Wochen habe ich mich mal wieder sehr intensiv mit 6502-Assembler befasst. Angeregt durch die für 2007 ausgeschriebenen Programmierwettbewerbe (siehe dazu: hier und dort) habe ich mir eins meiner alten Spielprogramme vorgenommen, das ich Anno 1984 (ja, da habe ich schon gelebt) auf einem CBM 4008 erstellt hatte.

Star Cruiser Logo

Nun habe ich das Programm reassembliert, bereinigt, die Texte (so la la) ins Englische übersetzt und an „modernere“ Commodorerechner angepasst. Dabei blieb das Ultra-Retro-Gameplay voll erhalten. Um die Bedingungen der Wettbewerbe (max. 4096 Bytes) zu erfüllen, musste ich dann noch eine Komprimier/Dekomprimierroutine für die umfangreichen Bildschirmdaten einbauen.

Gestern war es dann soweit. Die Version für den C128 habe ich an die Veranstalter der C128 4k Game Coding Competition 2007 (Commodore128 Alive) gesandt und die Version für den C16 / Plus 4 an MiniGame Compo. Die Plus 4-Version war eine echte Premiere, mein erstes Plus 4-Programm überhaupt! Bisher hatte ich noch nicht einmal 10 print „Hallo“ auf einem Plus 4 eingetippt. Was Emulatoren so alles möglich machen…

Screenshot Plus 4 Version

Die Programme sind vorerst nur über die Internetseiten der Wettbewerbsveranstalter zugänglich. Später werde ich auch noch die Version für den C64 (sozusagen ein Abfallprodukt) veröffentlichen. Die Urversion für CBM 4001 Series gibt es schon jetzt auf MySoft128.de zum Download.

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Commodore is back

„Alle Jahre wieder“ ist nicht nur der Titel eines allseits bekannten Weihnachtsliedes, sondern scheint jetzt auch das Motto von Commodore International (ehemals: Yeahronimo Media Ventures) zu sein. 2005: C64 DTV in Europa – 2006: Commodore Handheld – 2007: Commodore Gaming-PC.

Auf der CeBIT in Hannover (15.03. – 21.03.2007) stellt Commodore seine neuen PCs speziell für Spieler erstmals der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig wurde eine neue Homepage, Commodore Gaming, gestartet. Die PCs sind ziemlich bunt (oder schlicht schwarz) und haben Hardware vom Feinsten zu bieten. Ob es aber wirklich Zukunftsweisend ist, einen PC mit einem 1000 Watt Netzteil fürs Wohn(Spiel)zimmer anzubieten, muss kritisch hinterfragt werden. Viele Heizlüfter haben weniger Power. Immerhin, auf allen Rechnern ist ein C64-Emulator mit diversen Spielen vorinstalliert, aber der würde auch ohne Windows VISTA und 2GB Speicher ordentliche Resultate liefern.

Commodore Stand auf der CeBIT
Der Stand von Commodore Gaming auf der CeBIT (Foto: Dr. Zarkov. Weitere Bilder gibt es hier.)

Links:
CeBIT: Erste Bilder der neuen Commodore-PCs (golem.de)
Commodore Back From The Grave (Retro Fusion)
Spiele-Kult: Commodore kehrt zurück (OnlineKosten.de)
Diskussion zum Commodore Gaming PC im Forum 64 und Bilder von der CeBIT
Pressemitteilung von Commodore Gaming (Amiga News)

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Doku zum Graphic Booster

[GB Box]Vor kurzem habe ich von Nicolas Welte Photos und Scanns von Originalmaterialien zum Graphic Booster 128 erhalten. Der Graphic Booster ist, wie bereits vor gut zwei Monaten hier im Blog berichtet wurde, eine der mächtigsten Basicerweiterungen, die für die 80-Zeichen-Grafik des VDCs (Videochips) im C128 verfügbar ist.

Fast gleichzeitig hat mir Thunder.bird eine englische Übersetzung des Handbuchs (Manual) zum Graphic Booster zur Verfügung gestellt. Damit konnte die einzige öffentliche Informations- und Datensammlung über den Graphic Booster um wertvolle Originale und Dokumente erweitert werden.

Links:
Download Graphic Booster 128
Infos mit Zeitungsberichten und dem Manual in deutsch und englisch
Dokumente zum Graphic Booster (Photos und Scans)

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10. Computertreffen Suhl

[Logo der GIG Süd] Ende März 2007 ergibt sich wieder die Möglichkeit, in Nostalgie zu schwelgen und zum 10. Computertreffen nach Suhl zu reisen. Veranstalter ist die GIG Süd. Wer wissen will, wie es da zugeht, kann ja meinen Beitrag vom März über das 8. Computertreffen im Frühjahr 2006 lesen. Kontaktadresse und Veranstaltungsort haben sich nicht verändert. Der Termin natürlich schon!

Das Treffen findet vom 23.03.2007 bis zum 25.03.2007 fast schon traditionsgemäß im Hotel „Thüringen“ in Suhl statt. Der 24.03.2007 (ab ca. 9.00 h) ist aber der wichtigste Tag, da hier die Aktionen laufen (z.B.: Präsentation des RETRO-Magazins, von C64 D2TV und MP3 auf C64/C128). Wer also mal wieder „richtige“ Computer in Aktion erleben will, sollte sich das nicht entgehen lassen.

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Commodore 1520 Plotter

Schon seit geraumer Zeit habe ich mit einem Commodore 1520 Plotter geliebäugelt. Das niedliche Ding reizte mich bereits in den 80ern, doch hatte ich damals kein Geld und im Grunde auch keine Verwendung. Vor einigen Jahren ergab es sich dann, dass ich ein Exemplar bei einem bekannten Auktionshaus ersteigerte, doch leider war das Gerät sowohl mechanisch als auch elektronisch defekt. Am letzten Wochenende nun habe ich auf dem gleichen Wege einen zweiten erhalten und bei diesem funktioniert zumindest die Elektronik.
Commodore 1520

Jetzt muss ich mir nur noch einen Trick einfallen lassen, wie ich die kleinen Plastikzahnrädchen reparieren oder ersetzen kann, denn diese sind altersbedingt aufgerissen. Damit ist der Vertikaltransport nicht mehr möglich. Wenn alles klappt, kann ich ihn zur HobbyTronic (www.hobbytronic.de) in Dortmund vorführen, hatte ich doch schon seit langem die Absicht, einen C 1520 zusammen mit meinem HPGL-Interpreter für den Graphic Booster zu testen – was dann wohl noch ein paar zusätzliche Programmierabende kosten wird.

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