Canyon Bomber 65%

Cracker sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Ein für mich vollkommen neues Erlebnis haben mir die zwei Lahmer von Really Proud Lamers beschert. Immerhin benennen Sie sich passend. Mein Beitrag zur C64 Mixed-Compo der Bunkerparty, Canyon Bomber 65%, wurde binnen kürzester Zeit „gecrackt“!

Canyon Bomber 65% als ‘gecrackte’ Version

Die „Leistung“ der Cracker bestand darin, die deutschen Texte irgendwie ins Englische zu übersetzen und das ganze zu einem One-Filer zu verbinden. Großartig. Ich weiß jetzt nur noch nicht so recht, ob ich mich beleidigt oder geehrt fühlen soll. Beleidigt, weil sowas als „Crack“ bezeichnet wird (seit wann kann man freie Software cracken?) und geehrt, weil jemand das Spiel für Wert hält, übersetzt zu werden.

Wie auch immer, vielleicht kann ich sogar ein paar Worte dieses Machwerks für meine eigene Übersetzung verwenden. Schließlich soll ja auch dieses Spiel irgendwann als zweisprachige Multiplattform-Version (CBM, C64, C128, Plus4) veröffentlicht werden.

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Wargames im Bunker

Nachher ist man immer schlauer. Die seltsame Tic Tac Toe-Grafik, die das Team vom Dienstagstreff als Logo der diesjährigen Bunkerparty verwendet hatte, war letztlich ein deutlicher Hinweis auf das Party-Thema: WarGames! Nicht dass der Bunker in Werne einem thermonuklearen Krieg heile überstehen würde, aber irgendwie ist er schon ein perfekt zum Thema passendes Gemäuer.

Im Partyraum war eine (C64-gesteuerte) DefCon-Anzeige und ein passendes Rednerpult installiert. Zudem konnte man dort einen Nachbau des NORAD-Rechners WOPR (War Operation Plan Response) bewundern. Im zweiten Stockwerk gab es auch noch eine Atomrakete, jedenfalls ein Teil davon. Den dazugehörigen Atomsprengkopf hatte man wohl aus Sicherheitsgründen, für neugierige Partygäste unzugänglich, hinter verschlossenen Türen aufbewahrt.

NORAD-Rechners WOPR (War Operation Plan Response)
War der WOPR die Ursache für diverse Hardwareprobleme auf der Bunkerparty?

Doch das alles wußte ich noch nicht, als ich am Freitag Abend gegen halb Sieben mit leicht staubedingter Verspätung den Bunker betrat und schwitzend mein Equipment drei Stockwerke hoch bis unter das Dach schleppte. Unglücklicherweise wurden nach oben hin nicht nur die Kisten (gefühlt) schwerer, sondern auch die Temperaturwerte deutlich höher. Leider war nach dem Schleppen immer noch nicht an’s Vergnügen zu denken.

Aus Zeitmangel war der vorgesehene Schlafraum nur ausgefegt worden. Eine kurze Überprüfung zeigte, dass der Drecklevel eindeutig inakzeptabel war. Die Suche nach einem Staubsauger ergab dann allerdings, dass das offenbar letzte im Bunker verfügbare funktionierende Exemplar von jemandem, den wir hier nicht namentlich nennen wollen, in einen Antriebsmotor für einen Seilzug umgebaut worden war, um damit Dachlatten für die Renovierung des Bunkerdachs hochzuziehen. (Dass die keiner hochtragen wollte, kann ich nach der eigenen Kistenschlepperei nur zu gut verstehen.) Leider hatte man vergessen, diesen behelfsmäßigen Umbau wieder Rückgängig zu machen. Ich habe dann gefühlte zwei Stunden den Boden gewischt. Erst einmal, dann noch einmal und ein drittes Mal. Bis zuletzt rann beim Auswringen schwarze Brühe aus dem Wischlappen. Trotzdem ist zu vermuten, dass der Raum seit 1945 nicht mehr einen so sauberen Fußboden hatte. Weiterhin „gefährlich“ waren jedoch die vollgestaubten Wände. Wer denen zu nahe kam, wurde gründlich eingepudert.

Nach der wilden Putzorgie begann dann endlich auch für mich die Bunkerparty 2012. Mein diesjähriger Partybeitrag sollte ein keines Spielchen werden, eine C64-Umsetzung meines CBM-Spiels Canyon Bomber. Ziel war ein Reengineering des Assemblercodes und Anpassung des BASIC-Hauptprogramms, Erstellung eines passenden Zeichensatzes, Erweiterung des Codes zur ruckelfreien Darstellung sowie Hinzufügen von Farbe und Geräuscheffekten.

Um es vorweg zu verraten: Trotz wenig Schlaf und konzentrierter Arbeit, ist es gerade mal gelungen das Ding irgendwie zum Laufen zu bekommen. An Funktionserweiterungen war nicht zu denken. Eine Teilschuld trägt dabei auch mein (jetzt: ehemaliger) Lieblingsrechner, der sich, kaum aufgebaut, in einem Dauerreset festgefraß. Zum Glück hatte ich noch einen Ersatzrechner dabei. Allerdings war das nur ein „nackter“ C128-Türkeil und ohne meinen C128 D stand ich plötzlich auch ohne echte Floppy da.

Der Samstag drehte sich nicht nur um die Fertigstellung der Beiträge für die Mixed-Compo, sondern auch um die Lösung des Bunkerrätsels. Um das Lösungswort zu ermitteln, mussten nicht nur bestimmte Orte und Objekte im Bunker gefunden und Buchstaben ermittelt werden, nein, es galt zudem – passend zum Party-Thema -, eine geheimnisvolle BBS zu knachen und ihr eine wichtige Zahlenkombination zu entreißen.

Aufgrund technischer Probleme, die auch mindestens einen defekten C64 verursachten, verschob sich die Präsentation der Compo-Beiträge von geplant 22.30h auf halb Eins. Immer live dabei waren auch bis zu 46 Höhrer aus 16 Nationen vom Internetradiosender SceneSat. Toby44 moderierte live von der Bunkerparty, kommentierte die Einreichungen und führte ein Interview mit Dead Packman. Den Stream kann man sich jederzeit über die reLive-Funktion anhören. Später wird es das ganze noch auch als Download-Datei im Archiv geben. Nach einem zweiten Durchlauf der insgesamt sieben Releases ging es dann an die Bewertung. Es galt, jeweils zwischen ein und acht Bits respektive Punkte zu vergeben. Damit wurde das Problem umgangen eine absolute persönliche Rangfolge festlegen zu müssen, denn es ist nunmal schwer möglich eine Demo mit einer Grafik oder Musiksammlung zu vergleichen.

Mixed-Compo: Preisverleihung
So sehen Sieger aus! Für jeden Teilnehmer gab es einen Preis.

Noch in der Nacht wurde eine erste Auswertung durchgeführt. Das zum Teil knappe Ergebnis wurde jedoch erst nach nochmaliger Prüfung am nächsten Tag verkündet. Als es am Sonntag zur Preisvergabe kam, es gab Gutscheine für Produkte von Protovision zu gewinnen (der Internet-Shop öffnet demnächst wieder), war letztlich der erste Platz keine große Überraschung. Mit großem Punkteabstand gewann Spider Jerusalem mit der Demo „Love Hate Haselnuß“. Nachdem meine Grusel-Grafik bei der Bunkerparty 2010 verdient nur den letzten Rang belegt hatte, war mein diesjähriges kleines Spielchen deutlich erfolgreicher. Mit Platz vier von sieben immerhin eine gute Mittelfeldplazierung.

Die Compo-Beiträge sind auch schon, Dank geht hier an TheRyk, in der CSDB zu finden.

Bilder von der Party finden sich im Album auf C128.Net

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Die Qual der Wahl

An diesem Wochenende hat man, was Veranstaltungen angeht, die Qual der Wahl. Zum einen gibt es in Hanau die HomeCon XVIII [25. Aug. 2012 ab 10:00 Uhr – Alte Schule, Taubengasse 3 (Eingang Haggasse), 63457 Hanau] und zum anderen die Bunkerparty 2012 in Bochum/Werne (siehe hier). Und obwohl ich mich gerne mal wieder für die HomeCon angemeldet hätte, ziehe ich die – ganz im Zeichen des C64 stehende – Bunkerparty vor, da man dieses Event nur einmal im Jahr genießen kann und das „Bunkerfeeling“ sich auch durch die schönste HomeCon nicht ersetzen läßt.

Bunkerparty 2012 - Logo
Bunkerparty-Logo 2012. Was wollen uns die Veranstalter damit sagen?

Meine Kisten stehen schon gepackt im Flur und spätestens in einer Stunde will ich auf der Autobahn sein. Mal sehen, was sich die Bunkerianer diesmal als Überraschung ausgedacht haben.

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LOAD-Magazin in elektronisch

Das lange Warten hat ein Ende, denn das LOAD-Magazin ist seit zwei Tagen als PDF erhältlich. Die Download-Links, für das in zwei Auflösungen vorliegende Magazin, findet man auf der LOAD-Homepage. Doch Vorsicht, die HQ-Version hat 90 MB!

Inzwischen ist es mir auch gelungen, zwei meiner überzähligen LOAD-Magazine unters Volk zu bringen. Eines liegt jetzt im Zeitungsregal der örtlichen Bibliothek (mal sehen, ob die das Kuckucksei überhaupt bemerken), das andere auf dem Lesetisch in der Jungendherberge auf Ameland.

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Distichon 2012 (Multiplattform Game)

In den letzten Wochen habe ich meinen Beitrag zur 4k BASIC Compo von 2009 übearbeitet und zudem eine Englische Version erstellt. Nach wie vor werden alle Commodore-Rechner mit 40-Zeichen-Darstellung vom PET über CBM 3/4/8001 Series, CBM 510, C16/C116/Plus4 und C64 bis zum C128 unterstützt. Zur Auswahl der gewünschten Sprache wurde ein kleines Vorprogramm erstellt. Die einzelnen Sprachversionen sind aber auch eigenständig lauffähig.

Distichon Sprachauswahl
Das Vorprogramm zur Sprachauswahl, hier auf einem (emulierten) Plus4

Das aktuelle Update behebt auch die Probleme mit den vertauschten Gross- und Kleinbuchstaben im Textzeichensatz des PET 2001 und ermöglicht die Nutzung des Spiels auf einem CBM 8016/8032 durch Umschaltung auf 40-Zeichen-Darstellung. Das Programm kann man auf MySoft128.de als gezipptes D64 downloaden.

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Unnützes Wissen (1): LOAD & PEEK

Bei einem Programmierprojekt, das auf verschiedenen Commodore-Rechnern laufen soll, bin ich über ein Phänomen gestolpert, das man nicht wirklich kennen muss. Daher erklärt sich dann auch die Überschrift dieses Blogbeitrags. Die Numerierung ist dabei rein spekulativ; wer weiß schon, was die Zukunft bringt?

Commodore-BASIC erlaubt es, aus einem Programm heraus weitere Programmteile (z.B. Assembler-Code, Zeichensätze, oder Daten) nachladen zu können. Hier soll aber nicht auf die dazu erforderliche Technik eingegangen werden (das wäre ja auch kein unnützes Wissen), sondern auf einen kleinen Unterschied zwischen den Rechnern der CBM2-Reihe und dem Rest der Commodore-8-Bitter-Welt.

Um Programmteile erfolgreich nachladen zu können, ist es erforderlich, das zuvor benutzte Laufwerk (Device) identifizieren zu können. Wie oft hat man sich geärgert, dass ein Programm nur mit dem Laufwerk #8 zusammenarbeitet und stur immer nur von diesem seine Daten nachladen will! Dabei bieten Commodore-Rechner in der Zeropage eine Adresse an, in der die zuletzt genutzte Devicenummer (FA) abgelegt wird. Wird diese Möglichkeit richtig genutzt, kann das Programm von jedem beliebigen Gerät aus erfolgreich verwendet werden.

Die Zeropage-Adresse (FA) ist natürlich Rechnerabhängig: PET 2001: 241 ($F1); CBM 3001/4001/8001: 212 ($D4); CBM2 (CBM 510/6X0/7X0): 159 ($9F); C16/C116/Plus4: 174 ($AE); C64/C128: 186 ($BA).

Um eine Datei vom selben Laufwerk (Device) wie das Programm nachzuladen, sollte also ein einfaches LOAD“DATEINAME„, PEEK(FA) genügen. Die folgende Abbildung zeigt, dass das manchmal, jedoch keineswegs immer der Fall ist:

LOAD-Phaenomen

Der Trick gelingt beim CBM 510 (links) problemlos. Das ist allerdings die Ausnahme und nicht die Regel. Wie der gleiche Versuch am C64 (rechts) zeigt, versuchen andere Commodore-Rechner auf das Tape (Device #1) zuzugreifen. Der C64 verhält sich hier wie alle PET und CBM-Rechner, wie Plus4 und C128.

Die Lösung ist ein zweistufiges Vorgehen: UN=PEEK(FA):LOAD“DATEINAME„, UN

Hintergrund des seltsamen „Vergessens“ der zuvor genutzten Devicenummer beim LOAD-Befehl ist der Befehl selber. Er setzt gleich beim Aufruf das Tape (Device #1) als Standarddevice, also das Gerät, dass bei Weglassen der Devicenummer verwendet wird (und ändert damit den Inhalt von FA). Dies erfolgt bevor der PEEK-Befehl ausgeführt wird, der daher nicht mehr das gewünschte Ergebnis liefern kann. Nur in der CBM2-Reihe wurde dieser Fehler behoben.

Nachtrag (08.10.2012):
Teil 2: DATA … Lost in Space

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Commodore 128 Dual Monitor Demo

Für das 10. Commodore-Treffen in Graz – man muss ja auch mal über die Grenze schauen – hat Martin Brunner eine Mini-BASIC-Demo für den C128 und zwei Monitore geschrieben. Das Projekt wurde innerhalb eines Tages programmiert und erhebt keinen Anspruch auf Perfektion.

Commodore C128 Dual Monitor Demo Video (Ausschnitt YouTube Video)

D64-Image zum selber testen und analysieren:
http://c64.tin.at/c128-dual-demo.zip

Youtube-Video:
http://www.youtube.com/watch?v=UDhFfSjvEvQ

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Chip64

Heute ist es endlich angekommen, das CHIP-Sonderheft zum Commodore 64; nachdem andere schon vor zwei Tagen ins Lesevergnügen starten konnten. Im Heft eine DVD mit C64-Spielen, Videos, Demos und alten CHIP-Sonderheften im PDF-Format.

Aufgeschlagenes CHIP-Sonderheft zum Commodore 64 mit DVD

Nach der ersten Durchsicht bin ich begeistert.Eine schöne Mischung aus Retrospektive und Infos zu aktuellen Entwicklungen. Definitiv ein „must have„!

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Bunkerparty 2012

Nur noch zwei Monate, dann ist es wieder soweit. Man trifft sich zur legendären Bunkerparty im Bunker des Dienstagstreffs. Die Anmeldung zu dieser C64-Party ist bereits seit geraumer Zeit möglich. Was sich diesmal hinter den meterdicken Wänden des Bunkers in Bochum-Werne abspielen wird, ist allerdings noch streng geheim. Wer jedoch die legendären Partys der letzen Jahre besucht (oder den einen oder anderen Partybericht gelesen) hat, weiß, dass es sich lohnt.

Bunkerparty 2012 (Text)

Die Party startet um 18.00 h am Freitag Abend und endet am Sonntag Vormittag (24. bis 26. August 2012). Pauschalpreis für alle drei Tage: 35 Euro (nur bei Voranmeldung ist die Verpflegung inklusive). Übernachten kann man im Bunker oder in Hotels in der Umgebung.

Diskussion zur Bunkerparty im Forum64: bunkerparty-2012-24-26-august

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Classic Computing Flyer

Flyer zur Classic Computing 2012 [Quelle: LOAD-Magazin]

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