Archiv der Kategorie: Allgemein

Die 64’er? Gibt’s die noch?

Logo der 64erJa, die gibt es noch. Zweimal im Jahr kommt bei mir die PCgo mit einer 64’er-CD (alles eingeschweißt in eine Plastikhülle). Und heute war es wieder so weit. Die 64’er-CD-ROM 1/2007 bietet 600 MB Futter. Aufgeteilt in die Bereiche Demos (etwas mehr als zwei Dutzend), Videos, Musik, Info (verschiedene Disk- und PDF-Magazine), Games (mehr als 50) und PC-Tools. Mit dabei natürlich (!) auch wieder die aktuelle ConGo-Version.

Der Begrüßungstext beginnt mit den Worten: „Wieder einmal präsentieren wir ihnen eine voll gepackte CD mit Commodore-Software. Momentan scheint’s, als müssten wir auch nicht so bald damit aufhören. Es klingt vielleicht wie eine Durchhalteparole, aber die C64-Szene ist tatsächlich lebendig wie nie. Wussten Sie, dass es mittlerweile gelungen ist, Geos auf der Nintendo-Taschenkonsole DS ablaufen zu lassen? Oder dass eine neue Datassette in Entwicklung ist, die Daten statt auf Kassetten auf SD-Speicherkarten ablegt? Oder …“

Besonders interessant an der CD sind Ausschnitte (PDF) aus dem deutschsprachigen Buch „Die Commodore-Story“ und ein 273 MB umfassendes Promovideo, das Commodore früher den Besuchern des Werkes in Braunschweig vorgeführt hat. Übrigens findet man im gleichen Verzeichnis wie die Commodore-Story noch den Spieleteil der Retro #2 als PDF („sponsered“ by Enno).

Promovideo

Bei einem File auf der CD muss man aufpassen. Im Verzeichnis music gibt es die Datei Electric_Jesus.sid. Bei mir stürzt Winamp beim Versuch des Abspielens regelmäßig ab. Ein himmlischer Fingezeig? Offenbar gefällt es dem Herrn nicht, dass er hier in profaner und binärer Art auf eine Scheibe gepresst wurde.

Ich bin gespannt, wie lange es diese CD noch geben wird, schließlich dürfte die Anzahl der alten 64’er Abonnenten im Laufe der Zeit ganz schön geschrumpft sein und für eine Handvoll Freax würde sich der Aufwand nicht lohnen (es scheint aber außer mir noch ein paar ganz hartnäckige zu geben). Es ist mir auch schleierhaft, wie man als Einsteiger heutzutage noch zu einem solchen Spezialabo kommen kann, beworben wird es jedenfalls nicht. Wer sich für die CD interessiert, kann es ja mal versuchen.

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Wii 64

Nintendo hat am vergangenen Freitag angekündigt, die Möglichkeiten der Virtal Console noch in diesem Jahr um einem C64-Emulator zu erweitern. Damit soll der Nutzerkreis der neuen Spielekonsole Wii um „Retrofreaks“ erweitert werden.

Nach Aussage der Pressesprecherin von Nintendo Europe, Orima Prila, will man auf die beste verfügbare Emulation zurückgreifen: VICE. Die Probleme mit der GNU-Lizenz, die letztlich auf eine Offenlegung der Spezifikationen der Wii-Konsole hinauslaufen würde, will man geschickt umschiffen: „Wir werden in der Virtual Console ein Linux-System emulieren. In dieser Linux-Box läuft dann VICE ohne weitere Anpassungen.“ Um Lizenzzahlungen oder andere rechtliche Probleme mit den VICE-Entwicklern zu vermeiden, greift man zudem zu einen weiteren Trick. VICE wird nicht von Nintendo bereitgestellt, sondern nur „vermittelt“. Nintendo liefert nur die proprietäre Linux-Box und Links auf den Emulator. Welche Maßnahmen getroffen wurden, um die Linux-Box nicht zum Einfallstor für Mods werden zu lassen, wurde nicht publiziert.

Quelle: Nintendo-News

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Commodore is back

„Alle Jahre wieder“ ist nicht nur der Titel eines allseits bekannten Weihnachtsliedes, sondern scheint jetzt auch das Motto von Commodore International (ehemals: Yeahronimo Media Ventures) zu sein. 2005: C64 DTV in Europa – 2006: Commodore Handheld – 2007: Commodore Gaming-PC.

Auf der CeBIT in Hannover (15.03. – 21.03.2007) stellt Commodore seine neuen PCs speziell für Spieler erstmals der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig wurde eine neue Homepage, Commodore Gaming, gestartet. Die PCs sind ziemlich bunt (oder schlicht schwarz) und haben Hardware vom Feinsten zu bieten. Ob es aber wirklich Zukunftsweisend ist, einen PC mit einem 1000 Watt Netzteil fürs Wohn(Spiel)zimmer anzubieten, muss kritisch hinterfragt werden. Viele Heizlüfter haben weniger Power. Immerhin, auf allen Rechnern ist ein C64-Emulator mit diversen Spielen vorinstalliert, aber der würde auch ohne Windows VISTA und 2GB Speicher ordentliche Resultate liefern.

Commodore Stand auf der CeBIT
Der Stand von Commodore Gaming auf der CeBIT (Foto: Dr. Zarkov. Weitere Bilder gibt es hier.)

Links:
CeBIT: Erste Bilder der neuen Commodore-PCs (golem.de)
Commodore Back From The Grave (Retro Fusion)
Spiele-Kult: Commodore kehrt zurück (OnlineKosten.de)
Diskussion zum Commodore Gaming PC im Forum 64 und Bilder von der CeBIT
Pressemitteilung von Commodore Gaming (Amiga News)

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Commodore 1520 Plotter

Schon seit geraumer Zeit habe ich mit einem Commodore 1520 Plotter geliebäugelt. Das niedliche Ding reizte mich bereits in den 80ern, doch hatte ich damals kein Geld und im Grunde auch keine Verwendung. Vor einigen Jahren ergab es sich dann, dass ich ein Exemplar bei einem bekannten Auktionshaus ersteigerte, doch leider war das Gerät sowohl mechanisch als auch elektronisch defekt. Am letzten Wochenende nun habe ich auf dem gleichen Wege einen zweiten erhalten und bei diesem funktioniert zumindest die Elektronik.
Commodore 1520

Jetzt muss ich mir nur noch einen Trick einfallen lassen, wie ich die kleinen Plastikzahnrädchen reparieren oder ersetzen kann, denn diese sind altersbedingt aufgerissen. Damit ist der Vertikaltransport nicht mehr möglich. Wenn alles klappt, kann ich ihn zur HobbyTronic (www.hobbytronic.de) in Dortmund vorführen, hatte ich doch schon seit langem die Absicht, einen C 1520 zusammen mit meinem HPGL-Interpreter für den Graphic Booster zu testen – was dann wohl noch ein paar zusätzliche Programmierabende kosten wird.

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Video: Gates vs. Jobs

YouTube Video Gates vs. JobsAuf YouTube steht seit gestern ein Video (benötigt Java Script), das einen Streit zwischen Bill Gates und Steve Jobs um Vista und iPhone zeigt.

Der an dieser Stelle interessante Teil kommt im letzten Drittel des Videos zum tragen, wenn der gute alte C64, der meistverkaufte Computer der 80er – nein! der meistverkaufte Computer aller Zeiten -, auftritt. An dieser Stelle ist das Video nicht ganz jugendfrei, aber auf englisch fällt das nicht so auf.

Leider wird der CeVi etwas alterschwach dargestellt (siehe Bild), was ja, wie wir wissen, so nicht zutrifft. Auch hier gilt: totgesagte leben länger!

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Basic 7.0 für den Plus/4

cbm264 Banner

Manchmal kann ein Tellerrand recht hoch sein, so dass der Blick nie, oder zumindest fast nie, darüber hinausreicht. Der Plus/4 (und der C16) haben im Kreis der Commodore-Fans immer ein Schattendasein geführt. Die Inkompatibilität zum C64, der „kastrierte“ Speicher beim C16 und das seltsame Design inklusive der Pfeiltasten beim Plus/4 (PluVi) haben sicher genauso ihren Teil dazu beigetragen wie das Fehlen der beliebten Sprites. Da halfen auch nicht die hervorragenden Farbgrafikfähigkeiten des TED oder das verbesserte Basic 3.5.

Trotzdem – oder gerade deshalb? – gab und gibt es eine treue Fangemeinde für diese Computer. Und so bleibt es nicht aus, dass man ab und an über interessante Entwicklungen stolpert, die es lohnen genauer untersucht zu werden. Eine dieser Entwicklungen ist das vom C128 bekannte Basic 7.0 für den Plus/4. Es erweitert das Basic 3.5 um die fehlenden Kommandos und fügt noch einige weitere hinzu. Wie man auf cbm264.com nachlesen kann, ist das Programm schon seit 1988 existent und seit November 2003 im Netz verfügbar. Man muss es dem oben zitierten Tellerrand zuschreiben, dass es mir erst jetzt bekannt wurde (die PluVi-Gemeinde möge das verzeihen).

VICE emuliert Plus/4 Basic 7.0

Basic 7.0 für den Plus/4 gibt es auch als ROM-File zur Benutzung in einem Emulator (Download über cbm264.com). Die Anleitung auf cbm264.com ist für den Yape-Emulator verfasst (der vermutlich die beste Plus/4-Emulation bietet). Bei der Plus/4-Emulation im VICE-Emu muss man etwas anders vorgehen: Das ROM wird hier über die Menübefehlfolge File / Attach Cartridge Image… / C2 low image… eingebunden. Nach dem Speichern der neuen Konfiguration und einem Neustart erscheint dann der oben angezeigte Startbildschirm und über [F2] kann Basic 7.0 gestartet werden. Ein Hinweis sei hier noch gestattet: es handelt sich um eine Befehlserweiterung mit den Basicbefehlen des Commodore 128, nicht um eine Emulation! C128-Programme müssen also immer noch an die spezifische Hardware angepasst werden.

Es gibt in VICE, anders als bei Yape, derzeit keine Option, sich die eingebundenen Cartridges anzeigen zu lassen (oder sie wurde so gut versteckt, dass man sie nicht findet). Um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Cartridges bereits eingebunden wurden, schaue man (unter Windows) in der VICE.ini nach. In der Sektion [Plus4] sollte sich im Falle von Basic 7.0 folgender Eintrag finden: c2loName=“C:\Pfad\Vice\PLUS4\basic7-0.rom“.

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Super Emu?!

Noch ist es dem VICE-Team nicht gelungen, den C128 im VICE-Emulator korrekt nachzubilden (der 2 MHz-Modus fehlt ganz und der VDC wird nur rudimentär unterstützt) und doch gab es gestern im Forum64 eine Ankündigung, die weit über dieses Vorhaben hinausgeht und nun heiß diskutiert wird:

SuperCPU 128

Bastet Furry hat vor, eine Emulation der SuperCPU für VICE zu programmieren (oder notfalls einen eigenen Emu zu stricken). Verschiedene „Bausteine“ wie den 65816 Core sowie einen ROM-Dump der SuperCPU hat er schon zusammengetragen. Dass das SuperCPU-ROM auch das ROM der RAM-Link und JiffyDOS enthält, macht die Sache sicher nicht einfacher aber umso interessanter. Hoffen wir, dass es nicht bei einer Ankündigung bleibt, ein leichtes Unterfangen ist es in jedem Fall nicht und so hat der Initiator auch gleich verkündet: „Ach ja, kann (sehr) lange dauern bis was passiert, aber irgendwann passiert’s“. Wer helfen will und kann, sollte sich im Forum64 bei Bastet Furry melden, vielleicht geht’s dann ja schneller voran…

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Hasst da la Vista?

Die Frage des Tages für PC-Junkies lautet „Hast da la Vista“ (Hast Du das „Vista“) oder auch „Hasst da la Vista“ (Hasst Du das „Vista“). Für Linux-User ist das längst entschieden: Brauch‘ ich nicht – will ich nicht. Und was für einen Nutzen hat Otto Normaluser vom neuen Windows Vista? – vorerst keinen!

Das neue Windows glänzt erstmal durch Inkompatibilität. Die Hardwareanforderungen werden derzeit nur durch neue Hochleistungs-PCs abgedeckt. Alte Rechner sind zu lahm (ein 1,5 GHz Pentium wird auf die Rechenleistung eines C64 reduziert, was nicht etwa gegen den Pentium sondern für den C64 sprechen soll), die alte Hardware wird mangels Treiberunterstützung nicht akzeptiert. Ohne nagelneuen Rechner lohnt sich die Anschaffung in keinem Fall. Bei der Software sieht es nicht anders aus. Das neue Sicherheitskonzept bringt diverse Software aus dem Tritt. Auch hier heißt es: Updaten und Neukaufen. Die Vista-Mania wird so schnell ein teures Vergnügen. Share- und Freeware? Vielfach Fehlanzeige! Vielleicht ist, wenn es schon ein neues Betriebssystem sein soll, jetzt der passende Augenblick gekommen, um auf Linux umzusteigen?

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie der Performancegewinn, der mit verbesserter Hardware erreicht wird, mit immer langsamerer Software zunichte gemacht werden kann. Für diejenigen, die ihre „Retro-Software“ (Emulatoren, Star-Commander u.s.w.) weiterbenutzen wollen, war schon der Umstieg von Win98/ME zu XP eine große Hürde. Vista durfte eine noch größere sein.

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Commodore Free: Nur eine kurze Pause?!

Eine kleine Schrecksekunde gab es vor kurzem für alle Freunde des englischsprachigen PDF-Magazins Commodore Free. Die Commodore Free wird von Nigel Parker herausgegeben und versteht sich als inoffizieller Nachfolger der Commodore Scene, die – nach einjähriger Unterbrechung im Jahr 2005 und nur einem Heft in 2006 – ihr Erscheinen im letzten Jahr endgültig einstellte.

Die Commodore Free wurde erstmals Ende Oktober 2006 publiziert und die dritte Ausgabe wurde Anfang Januar zum Download ins Netz gestellt. Das besondere an diesem Magazin ist, dass es nicht nur als PDF, sondern auch als ASCII-Text und (!) Diskettenmagazin (D64-File) verfügbar ist – bzw. bis Mitte Januar 2007 war, denn danach…

Bis gestern, den 22. Januar, las man folgendes auf www.commodorefree.com: „Web site Down! I have been contacted ref the use of some Brand names and images in the magazine without permission / I cant see how I can print a magazine on a computer without Showing a picture or writing about it or naming such a machine / I am thinking what to do next, as the magazine was free I dont have any legal support.“

Heute, am 23. Januar, sieht es zum Glück schon erfreulicher aus: „Having one or two problems – Hoping to return soon!“. Wie es scheint, gibt es Hoffnung, das Copyrightproblem zu klären. Andernfalls könnte man die Commodore Free nur noch als HTML-Kopie der PDF-Dateien (ohne Bilder) über den Google Cache lesen.

Nachtrag (31.1.2007):
Commodore Free ist wieder online. Inzwischen ist Ausgabe #4 erschienen. Aus Copyrightgründen wurden jedoch die Ausgaben #1 bis #3 dauerhaft vom Server gelöscht (Zitat: „Issues 1 to 3 had to be removed due to copyright problems“ ).

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VC 20 trifft StarTrek

Wie schon am 11. Januar angekündigt, hier der Hinweis auf ein weiteres altes Commodore Werbefilmchen, das ebenfalls noch auf dem Commodore Billboard fehlt!

Computer und SiFi, dass passte schon immer gut. Gab es doch an Bord von Raumschiffen stets irre oder besonders schlaue Bordcomputer, die mit vielen bunten Lichtern blinken konnten. Computerprogramme mit Namen wie Luna Lander, StarWars, oder Enterprise bzw. StarTrek waren folgerichtig mit das Erste was auf den 8-Bit Rechnern der späten 70er und frühen 80er lief. Lunar Lander oder Mondlandung gab es sogar schon für die ersten programmierbaren Taschenrechner.

Was nimmt es da Wunder, dass man sich bei Commodore eines echten Raumschiffkapitäns als Werbefigur für den VC 20 (VIC 20) bediente? Wer konnte das beginnende Zeitalter der Computertechnik für Otto Normalverbraucher besser verkörpern als James T. Kirk? Und so machte William Shatner (er war jung und brauchte das Geld) Werbung für den „Wundercomputer der 80er“. Nun, der wahre „Wundercomputer der 80er“ wurde der C64, aber das konnte selbst Shatner damals noch nicht ahnen.

[Download AVI] [YouTube]
[GoogleVideo]

Da die Anzeigequalität der Flash-Filme bei YouTube und GoogleVideo eher mäßig ist, halte ich das Video auch als AVI-Datei verfügbar. Suchen Sie sich also ihre Lieblingsversion aus: Flash von YouTube oder Google [dazu muss JavaScript aktiviert sein] oder Download des AVI-Files vom C128.Net-Server [dazu das kleine Vorschaubild anklicken].

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