Bunkerparty 2013: Das Nichts

So, nachdem ich mich unter der Dusche ausgiebig entbunkert habe, schnell noch ein paar Zeilen für die, die es mal wieder verpasst haben. Diesmal war es nicht ganz so fulminant wie 2011 mit dem verrückten Alvin Atombender oder so richtig bombig wie letztes Jahr aber trotzdem erwartete die Gäste wieder ein unvergessliches Erlebnis!

Als ich am Freitag Nachmittag ankam, war natürlich mal wieder die Türklingelanlage am Bunker defekt. Nach dem Druck auf die Klingeltaste konnte man den Klingelton auf der Straße mithören. Erst nahm keiner ab, dann kam ein lauter Besetztton, der so langsam die Nachbarschaft an die Fenster trieb. Ich verzog mich vorsichtshalber wieder in mein Auto, wollte ich doch nicht als Verursacher des Dauernervlärms mit faulem Obst beworfen werden.

Nach einiger Zeit: Stille! Diese war allerdings komplett, denn erneute Klingelversuche führten zu nichts (nun war „Das Nichts“ Thema der Party, aber sooooo hatte ich mir das nicht vorgestellt), kein Ton kam aus der Anlage und niemand öffnete. Wie ich später erfuhr, benötigt die Telefonanlage nach einem „Absturz“ eine gefühlte Ewigkeit bis sie wieder hochfährt und in der Zeitspanne ist alles tot. Tja, das sind die Tücken der modernen Technik. Mit einem Ziegelstein als Türklopfer hätte man diese Probleme nicht. Irgendwann funktionierte die Anlage wieder und – oh Wunder – man erhörte mich und ließ mich ein.

Eingang zum Bunker in Bochum Werne Die goldene Tür Vergoldeter Treppenhandlauf

Der Bunker hatte seit dem letzten Jahr ein paar kosmetische Veränderungen erfahren. Das innere Sicherheitsschott war in Goldbronze gestrichen und auch das hinführende Treppengeländer passend verschönert. Die Schlafräume waren diesmal im ersten Stockwerk, das darüberhinaus jedoch noch nicht betretbar ist und teilweise einer Trümmerwüste gleicht. Die drei Schlafräume waren allerdings ordentlich hergerichtet und gesäubert. Ich habe mich gleich mal im Ersten eingerichtet. [Nachtrag: Aufgrund staatsforstabsägender Schnarchgenossen musste ich den Raum spät nachts verlassen und in Raum 3 umziehen. Mord wäre allerdings auch eine Alternative gewesen.]

Es gab aber noch mehr Überraschungen! Der kleine Küchenraum im zweiten Stock war von allem Gerümpel befreit worden und erstrahlte in neuem Glanz mit Einbauküche und Essecke. Im Flur davor fand sich ein immer gefüllter Kühlschrank, daneben ein Samowar für Teetrinker und ein Kaffeevollautomat der Luxusklasse. Die Küche wurde natürlich auch genutzt und lieferte eine schmackhafte Verpflegung.

Zur Party waren ca. 20 Gäste erschienen. Neben den üblichen Verdächtigen vom Dienstagstreff auch die Gruppe Mayday! und einige andere mehr oder weniger altbekannte Gesichter.

Dank Skern und Tixiv (und seiner Profi Lötstation) habe ich jetzt einen funktionsfähigen C64. Der CeVi fiel mir vor der Fahrt zum Bunker beim Wühlen in einer Kiste in die Hände. Nachdem mir ein Kellertreppenfunktionsschnelltest zeigte, dass er ein Bild auf einen Monitor zaubern kann und 10 print „Hallo!“ korrekt ausführte, entschloß ich mich erstmals einen C64 mitzunehmen. Im Bunker stellte sich dann allerdings heraus, dass der Rechner nur eine Textfarbe hatte: Gelb. Das mag für GEOS genügen wird aber sonst im Allgemeinen als unzureichend angesehen. Jetzt hat er ein neues Farbram und kann wieder bunt. Ganz nebenbei hat er jetzt auch noch ein JiffyDOS-Umschalt-Kernal. Diese ganze OPEN15,8,15-Tipperei ist mir nämlich ein Graus. Da ich noch genügend unverbaute original JiffyDOS-ROMs herumliegen habe, sollte auch die Lizenzfrage geklärt sein.

Reparaturwerkstatt Softwareentwicklung

Mac Bacon, für den es die erste Party war, hat die aktuelle Entwicklung eines Programm-Launchers vorgestellt. Das Programm soll sich auf einer 1571-Diskette auf (der bis auf einen BAM-Block freien) Spur 53 „verstecken“ und kann mit BOOT gestartet werden. Eine Verwendung als „normales“ Programm ist auch möglich, da das Programm dank eines Programmierttricks sowohl beim Aufruf als BASIC-Programm als auch (via BOOT) direkt als Maschinenroutine lauffähig ist. Das ganze kommt, wie der Autor selber anmerkt, 25 Jahre zu spät. Aber besser spät als nie.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen war es mir mal wieder nicht gelungen etwas sinnvolles für die Mixed Compo vorzubereiten. Irgendwie war mir die Zeit davongelaufen. Also musste ich mir während der Party etwas aus den Fingern saugen und es ist mit „Nichts“ eingefallen.

Nachdem ich meinen Compobeitrag, der später zurecht den letzten Platz belegte aber immerhin die meisten Lacher hatte, fertig hatte, kümmerte ich mich mal wieder um ein älteres Projekt. Aus unklaren Gründen wollte die Datenübertragung zum VDC nicht fehlerfrei gelingen solange die SuperCPU im 20 MHz-Modus war. Normalerweise funktioniert das einwandfrei. Inzwischen bin ich mir sicher, dass es an der Punktverdoppelung liegt, die einen 40-Zeichenmodus beim VDC ermöglicht. Irgendwie wird dadurch das Timing des VDCs so verändert, dass er mit den 20 MHz der SuperCPU nicht mehr zurecht kommt. Die genauen Gründe gilt es noch zu ermitteln. Vorerst muss ich jedoch den Prozessortakt bei allen I/O-Operationen mit dem VDC gezielt runterfahren. Das ist höchst suboptimal.

Compoergebnisse Der Sieger!

Neben der Mixed-Compo, die Spider-J knapp vor Groepaz für sich entscheiden konnte, wurden auch Game-Wettbewerbe ausgetragen. Alle Gewinner wurden am letzten Partytag mit Preisen geehrt und frenetisch bejubelt. Gegen 14 Uhr – und nachdem alle ausgelegten Exemplare der LOAD vergriffen waren – haben dann die letzten Gäste die Party verlassen. Nur für das Orgateam und seine Helfer war der „Spaß“ noch nicht vorbei. Ihnen gilt unser Dank für ihre Mühe und diese gelungene Party.

Mehr Bilder von der Bunkerparty gibt es auf C128.Net.

Aktualisiert und Ergänzt am 23.08.3013

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2 Kommentare zu Bunkerparty 2013: Das Nichts

  1. dirk sagt:

    Der Link ist von 2015 auf diese Seite verlinkt .

    Schau mal nach..

    grüße

    SKEN

  2. wte sagt:

    Hi Dirk!

    Klar habe ich von der Bunkerparty-Ankündigung hierher verlinkt. Das steht ja auch im Text davor, dass der Link zum „vorletztjährigen“ Partybericht führt. Der Partybericht 2015 ist ja noch gar nicht geschrieben (oh, ich fauler Hund)!

    Gruß WTE

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