Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Hard.
23.2.2007 von wte.
Schon seit geraumer Zeit habe ich mit einem Commodore 1520 Plotter geliebäugelt. Das niedliche Ding reizte mich bereits in den 80ern, doch hatte ich damals kein Geld und im Grunde auch keine Verwendung. Vor einigen Jahren ergab es sich dann, dass ich ein Exemplar bei einem bekannten Auktionshaus ersteigerte, doch leider war das Gerät sowohl mechanisch als auch elektronisch defekt. Am letzten Wochenende nun habe ich auf dem gleichen Wege einen zweiten erhalten und bei diesem funktioniert zumindest die Elektronik.

Jetzt muss ich mir nur noch einen Trick einfallen lassen, wie ich die kleinen Plastikzahnrädchen reparieren oder ersetzen kann, denn diese sind altersbedingt aufgerissen. Damit ist der Vertikaltransport nicht mehr möglich. Wenn alles klappt, kann ich ihn zur HobbyTronic (www.hobbytronic.de) in Dortmund vorführen, hatte ich doch schon seit langem die Absicht, einen C 1520 zusammen mit meinem HPGL-Interpreter für den Graphic Booster zu testen - was dann wohl noch ein paar zusätzliche Programmierabende kosten wird.
Geschrieben in Hard, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
3.5.2006 von wte.
Und hier die Fortsetzung… [siehe: Keyrah: C128D-Tastatur am PC Teil 1 und Teil 2]
3. Nutzung von Keyrah im VICE C128-Emulator
Verwendet man Keyrah im C128-Emulator von VICE, erlebt man leider eine herbe Enttäuschung. Das Produkt ist derzeit schlichtweg unbrauchbar, da es keine Funktionstasten bereitstellt. Die Anleitung spricht zwar davon, dass unter VICE einige Tasten (speziell Cursor und F-Tasten) nicht wie erwartet belegt sind, dass aber die F-Tasten überhaupt nicht verfügbar sind, schränkt die Nutzbarkeit doch erheblich ein. In der Anleitung wird erwähnt, dass es für dieses Problem in Kürze eine Lösung geben soll. Eine Modifikation an der Platine (ein Lötkolben wird benötigt) soll hier Abhilfe bringen. Für mich, als erklärten Nicht-Löter, ist das natürlich ein wenig hilfreicher Hinweis, zumal die angekündigte Modifikation bisher noch nicht veröffentlicht wurde.
Zur Ehrenrettung des Herstellers muss gesagt werden, dass die Probleme im C128-Modus sich direkt aus dem Komfort für die C64-Emulation ergeben. Weil im Emulator mit einer PC-Tastatur nur separate Cursortasten existieren, werden auch die separaten Tasten der C128D-Tastatur im C64-Emulator nutzbar gemacht. Anders als die C64-Emulation kann ein C128 die Cursortasten im separaten Cursorblock von den Cursortasten rechts neben SHIFT am Key-Scan-Code unterscheiden. Da für diese Tasten jedoch seitens Keyrah keine Hardwareunterstützung der SHIFT-Erkennung vorhanden ist, können diese Tasten nur wie im PC-Modus als RIGHT und DOWN genutzt werden. Das ist hochgradig nervtötend! Wenn man auf die Unterscheidbarkeit der Cursortasten verzichten kann (ich kenne kaum Software, die hiervon gebrauch macht), dann kann man die VICE-C128-Tastaturbelegung editieren und den separaten Cursortasten UP und LEFT den passenden Scan-Code (analog zur VICE-C64-Tastaturbelegung) zuordnen. Danach funktionieren die Tasten zumindest im Emulator wie gewünscht (und erwartet).
Leider gibt es keine vergleichbare Lösung für das F-Tasten-Problem. Es entsteht daraus, dass Keyrah im Emulatormodus die F-Tasten, die im PC-Mode den PC-Funktionstasten F9 bis F12 entsprechen sollten, auf die PC-Funktionstasten F1 bis F8 “spiegelt”. Im C64-Emulator, der die den PC-Funktionstasten F1 bis F8 entsprechenden C128-Tasten [ESC] bis [No Scroll] nicht benötigt, ist das zusätzlicher Komfort, denn man kann die “richtigen” Tasten verwenden. Im C128-Emulator ist es eine Katastrophe, denn die F-Tasten entsprechen nun den Sondertasten und [F1] ist jetzt identisch zu [ESC] und da die PC-Funktionstasten F9 bis F12 somit “verschwunden” sind, gibt es keine Möglichkeit im C128-Emulator mit Funktionstasten zu arbeiten. Benötigt wird eine Möglichkeit, diese Spiegelung gezielt zu unterbinden. Besser wäre es gewesen, diese Speigelung von vornherein zu unterlassen, denn sie ist unnötig und der gleiche Effekt hätte leichter mit einer auf Keyrah abgestimmten VICE-Tastaturbelegung bewerkstelligt werden können.
Auch das Umschalten auf den PC-Mode der Tastatur und das Erstellen einer speziellen Keyrah-Tastaturbelegung unter VICE liefert keine Lösung. Da im PC-Mode die Tasten [TAB] und [RUN/STOP] bzw. [ESC] und [<-] jeweils den gleichen Scan-Code haben (bezogen auf die C128D-Tastatur ist das ein Anachronismus, der sich aber aus der C64-Tastatur ableitet, die kein [TAB] oder [ESC] hat), fehlen durch diese Doppelverwendung genau diese Tasten. Und ein Commodore-Rechner ohne [RUN/STOP], wie soll das gehen?
Fazit: Keyrah ist (mit C128D-Tastatur) ein nettes Tool für die Nutzung eines C64-Emulators. Für einen C128-Emulator ist diese Kombination derzeit jedoch vollkommen unbrauchbar. Die Doppelbelegung von Tasten (im PC-Mode), die fehlende Unterstützung von geSHIFTeten Cursortasten (kein wirklich gravierendes Problem) aber vor allem die gut gemeinte, letztlich jedoch “tödliche” Scan-Code-Spiegelung der F-Tasten ist dafür verantwortlich. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mich das schwer frustriert hat?
Geschrieben in Hard, C128 | Drucken | 1 Kommentar »
2.5.2006 von wte.
Und hier die Fortsetzung… [siehe: Keyrah: C128D-Tastatur am PC]
Wie die Anleitung schreibt, soll man Keyrah nicht ohne Gehäuse verwenden. Das ergibt sich von selbst, wenn man die Platine in einen Computer (C64 oder C16) einbaut. Im Falle einer C128D-Tastatur ergibt sich hingegen nur ein Problem. Das haben auch die Hersteller gewußt und regen an, im Falle einer C128D-Tastatur ein wenig kreativ zu werden und auf jeden Fall die Lötseite von Keyrah vor Kurzschlüssen zu schützen.
Da die Plastiktüte, in der sich die Platine befand, nur so groß ist wie das Bauteil selbst, wurde meine Kreativität auf eine harte Probe gestellt (ich hätte sonst einfach alles eingetütet und fertig!). Das nächstliegende (im wahrsten Sinne des Wortes) war dann der Karton in dem die Tüte mit der Platine geliefert wurde. Und oh Wunder, bei eingestecktem Tastaturstecker passte die Breite geradezu perfekt. Schwups noch ein paar Löcher in den Karton gebohrt (für USB-Anschluss und Kippschalter) und fertig war mein Gehäuse. Hübsch bedruckt ist es auch (wer braucht da noch “Modding”?).
![[KeyrahBoxClose]](http://www.c128.net/album/photos/tn_KeyrahBoxClose.jpg)
![[KeyrahBoxOpen] [KeyrahBoxOpen]](http://www.c128.net/album/photos/tn_KeyrahBoxOpen.jpg)
2. Nutzung von Keyrah im VICE C64-Emulator
Wird die Tastatur im VICE-Emulator benutzt, stellt man den Umschalter am Interface um und erhält so in Vice64 eine geradezu perfekte Lösung aller “ja wo ist denn nun die richtige Taste”-Probleme. Wer etwas weniger Perfektion, aber dafür mehr Komfort wünscht, sollte sich dann noch die VICE-Tastaturbelegung vornehmen und ein bisschen darin herumeditieren. Durch Ändern einiger Zeilen kann man dann auch die Tasten des Numblock nutzen. Für mich als C128-Benutzer war es schon immer ein Problem, dass im C64-Modus meine Eingaben im Numblock ignoriert wurden.
Demnächst: Funktion von Keyrah im C128-Emulator
Geschrieben in Hard, C128 | Drucken | 1 Kommentar »
30.4.2006 von wte.
Seit einigen Monaten ist bei Indivdual Computers ein USB-Tastaturinterface (Keyrah) erhältlich, mit dem man eine C64-, Amiga- oder auch C128D-Tastatur an einen PC anschließen kann. Über einen Umschalter kann man entweder eine Standard-PC-Tastaturemulation oder eine an den VICE-Emulator angepasste Tastaturbelegung selektieren.
1. Nutzung am PC unter Win98
Unter Win98 wird das USB-Interface mit Hilfe der Treiber auf der Installations-CD eingebunden. Natürlich hat eine C128D-Tastatur, und um die geht es jetzt im Folgenden, nicht den Umfang einer PC-Tastatur. So kommt es z.B. dazu, dass die Zeichen “<” und “>” über [Restore] erreicht werden. Auch einige andere Tasten sind zu Beginn (zwangsläufig) gewöhnungsbedürftig. Die vierseitige Anleitung zum Interface erklärt das jedoch ausreichend genau.
Ein hardwarebedingtes (geringfügiges) Problem (es wird in der Anleitung offen angesprochen) sind die Tasten [ASC/DIN] und [40/80 Display]. Diese rasten beim C128-Keyboard ein, was zu einer Dauerfunktion führt. Doch mit etwas Fingerspitzengefühl ist es kein Problem diese Tasten stets nur leicht anzutippen, was das Einrasten verhindert, aber die gewünschte Funktion korrekt auslöst.
Leider werden im PC-Modus die Cursortasten (neben der rechten SHIFT-Taste) nur in ihrer ungeshifteten Funktion (also als RIGHT und DOWN) unterstützt. Wer auf der C128-Tastatur geübt ist, verwendet selten den separaten Cursoblock, und kommt somit bei LEFT und UP ständig ins Trudeln. Hier wäre eine Hardwareunterstützung der über SHIFT erreichbaren Funktionen im PC-Modus durchaus wünschenswert (zumal das Probleme lösen würde, auf die ich noch später zu sprechen komme).
Demnächst: Funktion von Keyrah im VICE-Emulator
Geschrieben in Hard, C128 | Drucken | 1 Kommentar »
29.4.2006 von wte.
Für den C128 (und C64) gab es von CMD so einige nützliche Peripheriegeräte. Die 3,5″-Floppys FD2000 (1,6 MB) und FD4000 (3,2 MB) sind den meisten ein Begriff. Auch die CMD-HD oder RAMLink und SuperCPU sind weithin bekannt und kann man - mit viel Glück - auch heute noch bei eBay ersteigern.
Weitaus seltener ist dagegen das RAMDrive, eine kleine handliche Variante des RAMLink. Das RAMDrive ist mit 1 oder 2 MB RAM-Speicher ausgerüstet und arbeitet als RAM-Floppy. Alle CMD-Funktionen und CBM-Floppyemulationen, die man vom RAMLink oder FD-Laufwerken kennt, sind implementiert (eine Echtzeituhr fehlt jedoch). Anders als bei der RAMLink muss das DOS von einer Diskette geladen werden. Eingebaut sind vier Akkus, die den Speicherinhalt (und das DOS) vor Datenverlust bewahren.
Mein RAMDrive hat leider bei der letzten HobbyTronic seinen Geist aufgegeben (eine Stunde nachdem mir Dirk neue Akkus eingelötet hatte).
Geschrieben in Hard | Drucken | Keine Kommentare »