Ein TFT am C128

Vor einiger Zeit hatte ich versucht das RGB-Signal meines C128 (80-Zeichen-Modus) in ein VGA-Signal zu wandeln, um ein TFT als Bildschirm nutzen zu können. Mein 1901-Monitor funktioniert zwar noch (und es gibt nichts besseres für den C128), aber er braucht leider mehr Platz, als auf meinem Computertisch verfügbar ist. Der von mir auf dem letzten Treffen der GIG-Süd gebastelte RGBI-zu-RGBA-Konverter erfüllte leider nicht die in ihn gesetzten Erwartungen und mein schöner RGB-VGA-Wandler zeigte kein Bild, nicht einmal ein paar verrauschte Pixel, auf dem angeschlossenen VGA-Bildschirm.

RGBI zu CGA - Umschlag

Doch vor einigen Tagen kam ein Päckchen aus Amerika (siehe oben) und nun bin ich glücklicher Besitzer eines schönen kleinen Stücks Hardware, dass dieses Problem beheben wird. Quell des Glücks war das Forum auf Commodore 128 Alive. Dort wird unter der Bezeichnung Commodore 128 Video DAC ein spezieller RGBI-CGA-Wandler angeboten, der die korrekte Pegelwandlung durchführt, um mit Hilfe des schon oben erwähnten RGB-VGA-Wandlers die Videosignale des VDC auf einen VGA-Monitor zur Anzeige zu bringen. Die lange Vorgeschichte bis zur Entstehung dieses von vielen herbeigesehnten Elektronikwunders kann man ebenfalls im Forum nachlesen.

RGBI zu CGA - Zwei Boards

Ein fertig aufgebautes Board kostet $56.00 und der Zoll genehmigt sich darauf noch 19% Mehrwertsteuer, doch das ist die Sache wert. Zwar hatte ich persönlich noch keine Gelegenheit zum Lötkolben zu greifen und den Anschluss zwischen diesem Adapter und dem VGA-Konverter herzustellen, doch Dirk Vroomen hat das Zusammenspiel von C128, Video DAC, CGA-VGA-Konverter und TFT-Monitor bereits getestet und auch ein schönes Bildschirmfoto gepostet, dass ich hier der Bequemlichkeit halber spiegele. Auch tokra zeigt sich begeistert und liefert gleich einen Link auf Fotos von seiner Projektorleinwand. Und ja, das was der Beamer da zeigt, sind alles vom VDC erzeugte Bilder!

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7 Antworten zu Ein TFT am C128

  1. tokra sagt:

    Schon ein toller Adapter. Wenns mit deinem GBS-8220 nicht sofort klappen sollte: kauf einen neuen… mit meinem Anfang des Jahres gekauften hab ich bis heute auch mit obigem Adapter kein Bild hinbekommen. Mit dem mit der Platine gleich mitbestellen liefs aber auf Anhieb und auch im 50Hz-Mode. Muss wohl eine schlechte Serie Anfang des Jahres vom GBS-8220 gegeben haben. Seltsamerweise läuft das Teil ansonsten (z. B. an der Wii)

  2. wte sagt:

    Gut zu wissen. Danke für den Hinweis.

  3. Dirk Vroomen sagt:

    Ich werde das GBS-8220 mit einem kleinen 5V-Lüfter auf dem Heatsink zusätzlich kühlen, da das IC mit dem Kühlkörper doch ziemlich warm wird.
    Mir ist aufgefallen, dass bei Auflösungen größer als 800×600 ab und an weiße Hotpixel auf schwarzem Hintergrund sichtbar sind. Stört nicht sonderlich, die zusätzliche Kühlung kann aber nicht schaden. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum die erste Version vom GBS-8220 bei mir nicht gelaufen ist (Dort war nicht einmal ein Kühlkörper montiert!).

    Insgesamt bin ich wirklich sehr zufrieden mit dieser Lösung. Meine Erfahrungen bisher:
    – Auflösung 800×600 liefert das beste Bild
    – Bei den Interlace-Modi werden die geraden und ungeraden Zeilen in einer Zeile dargestellt => 256 Farben auf dem C128 darstellbar! Hier teste ich aber noch …
    – Das Gehäuse von ArcadeForge habe ich auch montiert, wobei ich allerdings die obere Platte mit Distanzscheiben etwas angehoben habe, da es sonst Probleme mit den YPbPr-Buchsen gibt.
    – Die Bedeutung von „Clamp sp“ und „Clamp st“ in der Konfiguration des GBS-8220 konnte ich noch nicht erkennen !?

    Gruß Dirk

  4. tokra sagt:

    Auf dem 1901 sind die 2 Zeilen einer Interlace-Zeile auch so dicht beieinander dass die de facto ineinander übergehen. Kann man sehr gut erkennen, wenn man die Vertical-Size hochzieht. Es war schon ziemlich schwierig zu erkennen beim Programmieren des IFLI-Modes was überhaupt obere und untere Zeile ist. Man könnte auch den Grafik-Konverter sicher so umschreiben, dass er eine Auflösung von 640×240 bei 136 Farben (nicht 256) berücksichtigt. Nur müssten dazu erstmal die RGB-Werte der 136 Farben vorliegen. Wenn sich jemand die Mühe machen möchte…

  5. wte sagt:

    Kann man die RGB-Werte nicht zumindest theoretisch bestimmen?

  6. fastjack sagt:

    Gibt es noch einen Direktlink zum Hersteller des Commodore 128 Video DAC? Die Domain des Forums wurde anscheinend von irgendwelchen Domaingrabbern übernommen und leitet einen nur noch zu irgendwelcher Werbung um.

  7. wte sagt:

    Soweit mir bekannt, hat der damalige Hersteller keine weiteren Auflagen geplant und sich aus der Produktion zurückgezogen. Was das alte Forum angeht, ist die Sache noch schlimmer. Das C128-Alive-Forum wurde abgeschaltet, ohne dass es möglich war, die dort vorhandenen Informationen zu retten. Das Wort Katastrophe ist für diesen GAU nicht ausreichend. Als Ersatz-Forum wurde http://c-128.freeforums.net/ ins Leben gerufen. Aber weg ist weg. Fragen zum DAC, es gibt da wohl zumindest noch die Schemata und/oder Eagle-Files, kann man bestimmt dort stellen oder auch im Forum64 (da gibt es schon Threads zu). Mehr zum Thema RGBI-VGA findet man auch hier: https://sites.google.com/site/h2obsession/CBM/C128/rgbi-to-vga

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